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Rassismus gegen HSV-Spieler Jatta: Richterverein weist Vorwürfe scharf zurück

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Von: Natalie-Margaux Rahimi

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Für die Staatsanwaltschaft hagelte es nach dem Ende der Debatte um die Identität von HSV-Spieler Bakery Jatta heftige Kritik. Nun greift der Richterverein ein.

Hamburg – Der Hamburgische Richterverein hat sich bestürzt über politische Kommentare zum Vorgehen der Staatsanwaltschaft Hamburg im Verfahren gegen den Fußballprofi Bakery Jatta vom HSV geäußert. „Den Vorwurf eines rassistisch motivierten Verhaltens der Staatsanwaltschaft, einer Hetzjagd gar, weisen wir aufs Schärfste zurück“, hieß es in einer am Donnerstag vom Zusammenschluss der hamburgischen Richter und Staatsanwälte veröffentlichten Mitteilung.

Fußballspieler:Bakery Jatta
Geboren:6. Juni 1998 (Alter 23 Jahre), Gambia
Aktueller Verein:Hamburger SV

Nach Hetzjagd-Vorwurf gegen die Staatsanwaltschaft im Fall Jatta: Was war passiert

Nachdem das Amtsgericht Hamburg-Altona die Eröffnung eines Verfahrens gegen den Fußballer des Hamburger SV wegen Vergehen gegen das Aufenthaltsgesetz und einer Falschbeurkundung abgelehnt hatte, hatte sich unter anderem die Bürgerschaftsfraktion der Linken über das Verhalten der Staatsanwaltschaft beschwert. Auch die Fan-Organisation Supporters Club hatte sich im Anschluss an die Medienberichterstattung um den Fall Jatta erneut zu Wort gemeldet.

Bakery Jatta
Bakery Jatta vom Hamburger SV. © Daniel Reinhardt/dpa

Grund dafür waren Berichte über einen möglichen Widerspruch der Staatsanwaltsschaft gegen die Entscheidung des Gerichts. Die Staatsanwaltschaft habe sich in den Fall Jatta verrannt, heißt es in der Stellungnahme in den sozialen Netzwerken. Weiter forderte die Organisation die Staatsanwaltschaft auf, den Fall „zu den Akten zu legen“ und warf der Staatsanwaltschaft vor, sich an einem Menschen abzuarbeiten.

Fall Bakery Jatta: Vorwürfe an Staatsanwaltschaft – Richterverein greift ein

Der Richterverein teilte dazu nun mit: „Wir verwahren uns ausdrücklich dagegen, dass der Staatsanwaltschaft leichtfertig und ohne Kenntnis der Akte rassistische Ressentiments und die Verletzung rechtsstaatlichen Verfahrens unterstellt werden.“

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Ob die Staatsanwaltschaft tatsächlich Widerspruch gegen die Ablehnung des Verfahrens im Fall Bakery Jatta einlegen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. Jattas Anwalt Thomas Bliwier hatte kürzlich dazu geraten, dies sein zu lassen. (dpa/nmr)*24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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