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FC St. Pauli – HSV: Teams gewappnet – Polizei schließt Fan-Eskalation nicht aus

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Von: Kevin Goonewardena

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Vorm Stadtduell FC St. Pauli – HSV fühlt sich die Polizei gut gerüstet. Stresspotenzial: Bereits am Mittag marschieren Tausende HSV-Fans zum Millerntor.

Hamburg – Der Hamburger SV will seine Auswärts-Siegesserie in der 2. Fußball-Bundesliga fortsetzen. Das gilt erst recht für das Gastspiel des Spitzenreiters am Freitag, 14. Oktober 2022, am Millerntor beim Stadtrivalen FC St. Pauli. „Wir sind Erster und so wollen wir da auch auftreten“, sagte HSV-Coach Tim Walter, dessen Team Saison-übergreifend seine letzten acht Gastspiele alle gewonnen hat. Das Millterntorstadion wird prall gefüllt sein. Doch Fans können das Stadtderby der beiden großen Hamburger Clubs im TV und Stream sehen.

Dort wird es vermutlich ruhiger als im Stadion. Und auch davor. Denn vor dem Stadtduell FC St. Pauli gegen den HSV gibt es aufgrund der Rivalität der Anhänger der beiden Hamburger Zweitligisten natürlich enormes Stresspotenzial. Die Polizei Hamburg kann nach eigenen Aussagen eine Fan-Eskalation nicht ausschließen, sieht sich aber gewappnet.

Beteiligte Mannschaften:Hamburger SV und FC St. Pauli
Anzahl Derbys in der 2. Fußballbundesliga:8
Anzahl Siege HSV:2
Anzahl Siege St. Pauli:4
Anzahl Unentschieden:2

Stadtderby FC St. Pauli - HSV: Bilanz in der Zweiten Liga spricht für Kiezkicker

Zwar spricht die Bilanz aus den bisher vier gemeinsamen Jahren im Unterhaus (vier Siege, zwei Unentschieden, zwei Niederlagen) für den Kiezclub, die aktuelle Form aber klar für den HSV. Der ist seit sechs Spielen unbesiegt, während der FC St. Pauli nun schon seit sieben Partien auf einen Erfolg wartet.

„Wir sehen das Spiel mehr als Chance und nicht den Druck. Es kommt zur richtigen Zeit, um den Turnaround zu schaffen“, sagte St. Paulis Kapitän Leart Paqarada, der wie Co-Mannschaftsführer Jackson Irvine wieder fit ist, laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Es besteht die Möglichkeit, daraus Euphorie für die nächsten Wochen zu ziehen“, glaubt Paqarada. Das will HSV-Torjäger Robert Glatzel nach dem überraschenden Unentschieden gegen Aufsteiger Kaiserslautern (1:1) nicht zulassen: „Der Derby-Sieg muss her!“ 

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HSV-Fans ziehen durch Hamburgs Straßen zum Millerntorstadion des FC St. Pauli und werden von der Polizei bewacht.
Wie auf diesem Bild aus dem Jahr 2019 marschieren die HSV-Fans auch beim Stadtderby 2022 vorm Spiel zum Stadion des FC St. Pauli – die Polizei ist vorbereitet. © Philipp Szyza/imago

Hamburger Stadtderby FC St. Pauli – HSV: Polizei Hamburg auf Großeinsatz vorbereitet

Da es sich um ein Risikospiel handelt, wurden die Sicherheitsvorkehrungen in der Hansestadt Hamburg verstärkt. „Wir sind auf alles vorbereitet“, sagte ein Sprecher der Polizei Hamburg. Der Großeinsatz beginne bereits am Freitagmittag, wenn ab 14:30 Uhr rund 2500 HSV-Anhänger, darunter 400 „Problemfans“, so die Polizei Hamburg, vom Altonaer Balkon bis zum Millerntorstadion marschieren werden. Die Polizei rechnet dabei auch wieder mit dem Einsatz von Pyrotechnik.

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Oberstes Ziel sei es, die verfeindeten Fanszenen voneinander zu trennen, die zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie wieder in einem ausverkauften Stadion aufeinandertreffen. Polizei-Pressesprecherin Sandra Levgrün: „Herzstück ist die strikte Trennung, der Fangruppierungen. Nur so können wir die Sicherheit aller und vor allem die Sicherheit von unbeteiligten Dritten gewährleisten.“

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Stadtduell FC St. Pauli – HSV: 30.000 Fans im Stadion – Alkoholverbot und Pufferzonen

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Knapp 30 000 Besucher werden am Millerntor erwartet. Im Schnitt schauen sich in dieser Saison 29.000 Fans ein Spiel im Millerntor-Stadion an, der HSV hingegen ist auch in der Kategorie Spitzenreiter der Zweiten Bundesliga: durchschnittlich 49.000 Zuschauer strömen in der aktuellen Spielzeit zu den Heimspielen ins Volksparkstadion. Der FC St. Pauli wird beim Stadtduell zudem mehr Ordner als üblich einsetzen, wie ein Vereinssprecher bestätigte. Die Pufferzonen zwischen Heim- und Gäste-Bereich seien vergrößert worden, zudem sei Alkohol im Stadion verboten, hieß es. (mit Material der dpa)

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