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Positiver Test: Corona macht HSV-Trainer Walter Suche nach Meffert-Ersatz schwer

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Von: Jan Knötzsch

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Die Maßnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus werden weniger. Die Inzidenzwerte lassen es zu. Trotzdem schlägt das Virus noch zu. Wie beim HSV, der Probleme hat.

Hamburg – Er hat schon genug Sorgen. Tim Walter steht als Trainer des Hamburger SV nach zuletzt zwei Niederlagen in der Zweiten Liga mancherorts schon in Frage – so dass HSV-Sportvorstand Jonas Boldt im TV aus der Haut fährt, weil er die Frage nach der Zukunft Walters in Hamburg als „respektlos“ empfindet. Doch ein Problem kommt in der Hansestadt Hamburg zumindest beim Klub aus dem Volksparkstadion selten allein. Und so hat HSV-Trainer Tim Walter nun noch ein weiteres.

Der Schuldige dafür? Das Coronavirus. Im defensiven Mittelfeld, wo dem HSV-Trainer nach der Gelbsperre von Jonas Meffert für das Spiel gegen den FC Erzgebirge Aue so oder so schon die Alternativen ausgehen, wird es jetzt noch enger. Weil es einen positiven Corona-Test bei einem HSV-Spieler gibt. Wie geht Tim Walters Suche nach dem „Super-Sechser“ für die zentrale Position im defensiven Mittelfeld jetzt weiter?

Fußballverein:Hamburger SV
Gegründet:29. September 1887 in Hamburg
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz
Mitglieder:84.200 (17. August 2021)

Nach positivem Corona-Test: PCR-Test von HSV-Spieler Moritz Heyer jetzt auf dem Weg ins Labor – wann kommt das Ergebnis?

Dabei könnte doch alles so schön sein: In Hamburg gelten seit dem 4. März 2022 neue Corona-Regeln, die unter anderem in den Clubs und den Discotheken auf der Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli jetzt wieder das Tanzen wie früher möglich machen – ohne Masken. Und: Spätestens im April 2022 wird in Sachen Corona in Hamburg so oder so vieles leichter. Sagt zumindest Prof. Dr. Stefan Kluge, seines Zeichens Chef der Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE). Und auch der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit ist sich sicher, dass die Omikron-Welle in Hamburg bald vorbei ist. Schöne Aussichten.

HSV-Trainer Tim Walter kniet an der Seitenlinie und schaut nachdenklich in den Himmel. Im kleinen Bild rechts oben: HSV-Spieler Jonas Meffert sieht Gelb.
Göttlicher Beistand benötigt: HSV-Trainer Tim Water schaut nachdenklich gen Himmel – wie kann er den Ausfall des gesperrten Jonas Meffert gegen Aue kompensieren, nachdem ein positiver Corona-Test seine Ideen durchkreuzt? (24hamburg.de-Montage) © Jan Hübner/Bernd Müller/imago

Nur: Sie helfen dem HSV, bei dem Sportvorstand Jonas Boldt ein Bekenntnis zum Verein abgegeben hat und darauf hoffen darf, dass bald ein paar Millionen Euro mehr auf dem HSV-Konto auftauchen, so nicht wirklich. Denn wie man so schön sagt: Das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen. Wie der Zweitligist auf Twitter, wo der HSV seinerseits zu den unbeliebtesten Vereinen zählt, bekanntgegeben hat, liegt bei einem Spieler aus dem Kader von Trainer Tim Walter ein positiver Test vor. Bei dem betroffenen Spieler handelt es sich um Moritz Heyer, den HSV-Sportdirektor Michael Mutzel in dieser Saison schon außerordentlich lobte.

HSV sucht den „Super-Sechser“: Wegen Moritz Heyers positivem Corona-Test ist dieser Spieler jetzt Kandidat als Ersatz für Jonas Meffert

Wie der HSV mitteilt, wurde jetzt „die PCR-Testung im Labor in die Wege geleitet“. Ein Ergebnis des PCR-Tests – in der Hansestadt Hamburg war kurzzeitig eine Methode aus Wien als Alternative im Gespräch – soll am Mittwoch, 9. März 2022 vorliegen. Erst dann ist sicher, ob sich Moritz Heyer wirklich mit dem Coronavirus infiziert hat und im Heimspiel des HSV gegen den FC Erzgebirge Aue (12. März, 13:30 Uhr) im Volksparkstadion mit von der Partie sein kann oder aber fehlen wird. Der positive Corona-Test von Moritz Heyer wurde bei den routinemäßigen Tests des HSV am Dienstag, 8. März 2022, festgestellt.

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Glück im Unglück für den HSV, der sich am gleichen Tag zunächst über die Ablehnung eines Strafverfahrens gegen HSV-Kicker Bakery Jatta freuen durfte: Bei der 1:2-Pleite des HSV gegen den 1. FC Nürnberg fehlte Moritz Heyer zuletzt, hatte damit also keinen Kontakt zu seinen Mitspielern und konnte auch niemanden mit dem Coronavirus anstecken. Apropos Jatta: Im Identitätsstreit um den HSV-Spieler kann die Staatsanwaltschaft noch eine Hintertür nutzen. Anstelle von Moritz Heyer dürfte nun Jonas David der Favorit als Ersatz für den gesperrten Jonas Meffert sein. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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