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Ohne „Flügel-Zange“ geht nichts: Der HSV braucht Bakery Jatta

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Von: Denny Konzack

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Das Spiel gegen die SG Dynamo Dresden hat Aufschluss darüber gegeben, dass der HSV auf das Tempo von Jatta und Alidou angewiesen ist. Ohne Tempo läuft es nicht.

Hamburg – Was wurde in Hamburg nicht auf den Start der Rückrunde nach der Winterpause hingefiebert. Im Trainingslager in Sotogrande sprach Mittelfeld-Abräumer Jonas Meffert noch hoffnungsvoll über die positive Entwicklung im HSV-Team. Doch am vergangenen Spieltag trennten sich die Rothosen mit einem müden 1:1 vom Sachsen-Klub SG Dynamo Dresden. Von dem temporeichen Angriffs-Fußball wie gegen den FC Hansa Rostock, den FC Ingolstadt 04 oder dem im Testkick herausgeforderten Karlsruher SC war nichts mehr zu sehen.

HSV-Coach Tim Walter war nach dem Unentschieden deutlich bedient, zoffte sich im Anschluss noch mit einem TV-Reporter. Der Start sollte deutlich anders verlaufen. Als Nächstes gastieren die Hamburger im Rhein-Energie-Stadion, um für den Einzug in das Viertelfinale des DFB-Pokals den 1. FC Köln aus dem Wettbewerb zu kicken. Leider fiel im Spiel gegen Dresden das Fehlen einer Personalie extrem ins Auge. Bakery Jatta, der dem HSV das nötige Tempo auf Rechtsaußen verleiht, musste aufgrund der Nachwehen einer Corona-Erkrankung aussetzen und konnte den Rothosen somit nicht die so dringend benötigte Unterstützung liefern.

Spieler:Bakery Jatta
Verein:Hamburger SV
Spiele 2021/22 für den HSV:19
Tore/Vorlagen:2/3

Alidou im Sturm neben Glatzel: Alternativ-Lösung ohne Erfolg – ohne Flügel ist der HSV zu langsam

Der Abgang von Faride Alidou steht fest. Abhängig ist der Transfer von Alidous neuem Arbeitgeber Eintracht Frankfurt. Zahlen die Hessen die vom HSV gewünschte Ablöse von rund einer halben Million, geht er im Winter. Zahlt die Eintracht jedoch nicht, wechselt der 20-Jährige im Sommer ablösefrei an den Main. Alidou spielt im System von HSV-Coach Tim Walter eine immens wichtige Rolle, er wird eine echte Lücke auf der Außenbahn hinterlassen. Auch Bakery Jatta ist für das Offensiv-Spiel der Hanseaten unverzichtbar, wie der Kick gegen Dynamo Dresden knallhart aufgezeigt hat.

Faride Alidou und Bakery Jatta vom Hamburger SV gegen Lucien Littbarski vom VfL Wolfsburg
Zwei unverzichtbare Säulen im System vom HSV. Faride Alidou (re.) und Bakery Jatta (li.) sind die „Torpedos“ auf den Flügeln der Rothosen. Eine dieser Säulen bricht definitiv weg. Alidou wird sich der Eintracht Frankfurt spätestens im Sommer anschließen. © Christian Schroedter/Imago

Neben Sturm-Tank Robert Glatzel musste Alidou den zweiten Stürmer spielen, mit der Rolle kam er allerdings nicht wirklich zurecht. Fallen jetzt beide Säulen weg, Alidou aufgrund seines Transfers, Bakery Jatta wegen eventueller Erkrankungen oder Verletzungen, wird die Luft ziemlich dünn im Kader der Hanseaten. Verstärkung ist bis dato noch nicht eingetroffen, da der HSV sich aufgrund der Corona-Maßnahmen im Stadion weiterhin auf Spar-Kurs befindet. Trifft keine Verstärkung ein, wird HSV-Coach Tim Walter sich für seine Mission „Aufstieg“ etwas anderes einfallen lassen müssen.

Bis jetzt keine Neuverpflichtungen: Was plant der HSV in Sachen Winter-Transfers und Verstärkung?

Der Hamburger SV kriecht in Sachen adäquater Ersatz auf dem Zahnfleisch. In der Hinrunde bereits vom Verletzungspech verfolgt, wird die Rückrunde, sollte keine Verstärkung im Winter geholt werden, genauso eng und anstrengend verlaufen. Doch die Rothosen befinden sich in einer finanziellen Misslage. Aufgrund der wenigen Ticketverkäufe, hat der HSV bereits einen Minus-Rekord zu verkraften. Einziger Lichtblick würde ein Weiterkommen im DFB-Pokal sein.

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Rund eine Million Euro stünden dem HSV beim Einzug in das Viertelfinale zu, mit der Summe dürften die Rothosen jedoch erstmal die Löcher stopfen, die sich aufgrund der geringen Ticketverkäufe aufgetan haben.

Eine andere Option für weitere Einnahmen wäre, sich von Spielern bereits im Winter zu trennen. Jan Gyamerah steht laut HSV-Transfergerüchten im Fokus, soll sich in Kontakt mit seinem Ex-Verein VfL Bochum befinden. Ob er letztlich gehen wird, bleibt erstmal offen. Interesse hat der HSV bereits an mehreren Kandidaten geäußert, zum Beispiel am Südkoreaner Young-Wook Cho (22), der beim FC Seoul unter Vertrag steht. Doch ohne Moos: nichts los. Es bleibt spannend zu beobachten, wie der HSV diesen Transfer-Winter gestalten wird. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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