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Nur ein Neuer: So reagiert HSV-Trainer Tim Walter auf Boldts Transfer-Desaster

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Von: Jan Knötzsch

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HSV-Sportvorstand Jonas Boldt hat bis zum Ende der Transferfrist nur einen Deal eingetütet. Mehr neues Personal für Tim Walter gibt‘s nicht. Das sagt der HSV-Coach.

Hamburg – Jetzt ist es dann also so, wie es ist. Quasi in Stein gemeißelt. Weil eben nichts mehr geht. Und Korrekturen am Kurs erst wieder im Sommer vorgenommen werden können, da das Transferfenster im deutschen Fußball seit Montag, 31. Januar 2022 dicht ist. Unwiderruflich. Schon die Zahl der HSV-Transfergrüchte hat sich in den Tagen und Wochen vor dem Deadline Day als überschaubar herausgestellt. Die Menge der Spieler, die wirklich ins Volksparkstadion gewechselt sind, ist noch überschaubarer. Auf ihr steht exakt ein Spieler: der georgische HSV-Neuzugang Giorgi Chakvetadze.

Darüber hinaus – und das ist das Transfer-Desaster von Jonas Boldt – hat kein Kicker mehr zum HSV gewollt. Der HSV-Sportvorstand konnte mit Sportdirektor Michael Mutzel exakt diesen einen Leih-Deal einfädeln. Zu wenig für den HSV-Aufstieg? Und wie reagiert HSV-Trainer Tim Walter auf die Mini-Personalauffrischung? 24hamburg.de hat die Antworten.

Fußballtrainer:Tim Laszlo Walter
Geboren:8. November 1975 (Alter 46 Jahre), Bruchsal
Vertrag beim HSV bis:30. Juni 2023
Durchschnittliche Amtszeit/Bevorzugte Formation:1,63 Jahre/4-3-3 offensiv

HSV-Trainer Tim Walter bekommt nur eine Verstärkungen – mehrere Boldt-Deals platzen am Deadline Day

Auf der Zielgeraden der Winter-Transferphase kam zumindest noch einmal Bewegung in die Bude. So viel Bewegung, wie sich mancher HSV-Fan sich vielleicht von den Walter-Kickern vor der Bude für den Rest der Saison in der Zweiten Liga erhofft. Lange Zeit wurden außer einem belgischen Stürmer und einem Mittelfeldspieler aus Österreich kaum Namen genannt, dann folgte das HSV-Transfergerücht um Crysencio Summerville, für dessen Verpflichtung es beim HSV Für und Wider gab. geplatzt ist der Wechsel des Holländers nach Hamburg am Ende trotzdem – das ist der Auslöser dafür.

Im Hintergrund das Dach und die Anzeigetafel des Volksparkstadions. Im Vordergrund HSV-Trainer Tim Walter und HSV-Sportvorstand Jonas Boldt.
HSV-Trainer Tim Walter (links) hat von Sportvorstand Jonas Boldt nur einen Neuzugang im Winter präsentiert bekommen. (24hamburg.de-Montage) © Oliver Hardt/Michael Schwarz/imago

Am letzten Tag, an dem das Transferfenster geöffnet war, tauchte dann plötzlich ein Talent des FC Bayern München als HSV-Transfergerücht wieder auf – doch auch hier blieb der HSV, der aktuell frisch auf seinen verletzten Außenverteidiger Jan Gyamerah verzichten muss und aufgrund von Verletzungspech einen Pan B braucht, nur zweiter Sieger. Und Sargis Adamyan (TSG Hoffenheim) zog einen Wechsel nach Belgien dem Transfer in die Hansestadt Hamburg vor. Für ihn heißt es künftig Brüssel statt Hamburg.

HSV-Trainer Tim Walter spricht über Arbeit von Sportvorstand Jonas Boldt – und überrascht mit Aussage

Eine schon recht miese Quote, was den Ertrag auf dem Transfermarkt angeht, wo der HSV seinen Stürmer Robin Meißner an den FC Hansa Rostock abgegeben hat. Der 22-Jährige, der in Hamburg unter HSV-Trainer Tim Walter nicht richtig zum Zuge kam, trifft übrigens mit seinem neuen Verein als Ligakonkurrent der Hamburger am 22. Mai 2022 auf den HSV, der sein DFB-Pokal-Los gegen Karlsruhe feiert, aber weiterhin vergeblich darauf hofft, mehr Zuschauer ins Stadion lassen zu dürfen – und das, während Zweitliga-Mitstreiter Werder Bremen und Erstligist RB Leipzig genau das bald dürfen.

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Doch zurück zum Transfer-Thema. Nur ein Neuer – da kann einem als Trainer doch schonmal der Kragen platzen, wenn man aufstiegen soll und keine Verstärkungen bekommt. Oder nicht? HSV-Trainer Tim Walter ist schließlich als „Badisch Dynamite“ bekannt und fährt gerne mal aus der Haut. Egal ob nun gegen Ex-HSV-Spieler Martin Harnik, gegen den Sky-Reporter Torben Hoffmann oder gegen andere. Wie also reagiert der Trainer des HSV auf das Transfer-Desaster von Sportvorstand Jonas Boldt und Sportdirektor Michael Mutzel?

HSV-Trainer Tim Walter sieht in kleinem Kader einen Vorteil – so begründet er seine Meinung

Die Antwort: mit erstaunlicher Zurückhaltung. „Ich mache mir keine Sorgen“, konstatiert der 46-Jährig laut des Hamburger Abendblatts ob der mangelnden Alternativen und fehlenden Qualität bei manchem Spieler aus der sogenannten „zweiten Reihe“ in der Offensive. Vielmehr bemüht sich HSV-Trainer Tim Walter, seinem kleinen Kader Vorteile abzugewinnen: „Die Jungs gehen gut miteinander um. Es ist ein eingeschworener Haufen, der alles füreinander tut“, sagt er und ergänzt: „Die Jungs wissen, dass sie immer die Chance haben, auch zu spielen.“ * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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