1. 24hamburg
  2. HSV

Nummer zwei in Deutschland? Warum Marketing-Experte HSV für Top-Klub hält

Erstellt:

Von: Jan Knötzsch

Kommentare

Sportlich betrachtet kommt der HSV erst so langsam wieder ins Rollen. Das Potenzial des Klubs ist jedoch groß. Sagt einer, der es wissen muss. Und daran liegt‘s.

Hamburg – Den Hamburger SV beschäftigen derzeit gleich mehrere Fragen parallel. Die eine ist die, wann die HSV-Ultras wieder ins Volksparkstadion zurückkehren? Die andere, wann und welche Entscheidung es im Identitätsstreit um HSV-Spieler Bakery Jatta geben wird? Und eine wiederum andere die, ob bald Geisterspiele im Volkspark anstehen? Man könnte das Spielchen weiterführen: Wann verlängert Faride Alidou ...? Allesamt interessante Fragen rund um das Team von HSV-Trainer Tim Walter, das sportlich wieder ins Rollen kommt.

So stark ins Rollen, dass der HSV ein Top-Klub ist? Vielleicht bald. Wenn dann allerdings nur in der Zweiten Bundesliga. Doch ein Marketing-Experte hält den HSV für fähig, eine weitaus größere Nummer in Deutschlands Fußball zu sein. Warum?

Fußballverein:Hamburger SV
Gegründet:29. September 1887 in Hamburg
Mitglieder:84.200
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz

HSV: Hendrik Schiphorst vertritt hohe Meinung vom Volkspark-Klub – Marketing-Mann hat jahrelange Erfahrung

Der Mann, der diese überaus hohe Meinung vom Klub aus der Hansestadt Hamburg hat, bei dem HSV-Trainer Tim Walter jüngst die eigenen Fans kritisierte, hört auf den Namen Hendrik Schiphorst. Und Hendrik Schiphorst ist nicht nur, wie er im Podcast des Hamburger Abendblatts betont, seit dem November 1984 HSV-Fan. Nein, der 47-Jährige ist bei der Firma „Sportfive“ auch mitverantwortlich für die Gesamtvermarktung des HSV, der gerade erst wieder von Ex-HSV-Torwart Frank Rost kritisiert wurde. Auch Ex-HSV-Talent Jann-Fiete Arp hat sich kritisch über seinen Ex-Verein geäußert.

Im Hintergrund HSV-Fans mit einer großen Fahne. Im Vordergrund Hendrik Schiphorst, Markteing-Experte bei Vermarkter Sportfive.
Hendrik Schiphorst, Marketing-Experte von „Sportfive“ sieht beim HSV jede Menge Potenzial – auch wenn der Verein derzeit nur Zweitligist ist. (24hamburg.de-Montage) © Baering/imago

Etwas, was Hendrik Schiphorst in dieser Form so wohl nie in den Sinn kommen würde. Trotz der Tatsache, dass der Verein aus Hamburg nun schon seit vier Jahren in der Zweiten Bundesliga spielt. Das kann dem Urteil von Marketing-Experte Hendrik Schiphorst allerdings ebenso anhaben, wie derzeit die Gegenspieler dem neuen HSV-Talent Faride Alidou, das von der halben Bundesliga gejagt wird und bei dem HSV-Sportdirektor Michael Mutzel ein „gutes Gefühl“ hat, dass der 20-Jährige seinen Vertrag beim HSV verlängert.

HSV immer noch „ein Top-Name in Deutschland“: Darum ist Experte Schiphorst um den HSV nicht bange

„Der HSV ist noch immer ein Top-Name in Fußball-Deutschland“, sagt Schiphorst im Abendblatt-Podcast „HSV – wir müssen reden“ und ist davon auch trotz des Fakts überzeugt, dass der HSV sogar eine Coronahilfe in Höhe von zehn Millionen Euro in Anspruch nehmen musste. Dabei unterstreicht Schiphorst im Abendblatt-Podcast zwei Argumente: Der Stadionname des Volksparkstadions sei nach dem Auslaufen der Partnerschaft mit Klaus-Michael Kühne, der gern mal gegen „seinen“ HSV wütet, weiter „ein sehr interessantes Marketingrecht.“

Und auch die Brust des HSV-Trikots, die ab dem kommenden Sommer frei wird, beschert Marketing-Experte Hendrik Schiphorst keine schlaflosen Nächte: „Mir ist nicht bange bei der Trikotvermarktung“, sagt Schiphorst, der für die Zweite Liga zwei bis 2,5 Millionen Euro und für den Fall der Bundesliga mit fünf bis sechs Millionen Euro kalkuliert. Seine Sicht der Dinge auf den HSV, wo Trainer Tim Walter gegen eine Impfpflicht für Fußball-Profis ist: „Der HSV hat immer noch eine besondere Strahlkraft in der Stadt und in Norddeutschland.“

HSV unter den Top Fünf in Deutschland: Diese Studie unterstreicht das Potenzial des Zweitligisten aus Hamburg

Das belegt Hendrik Schiphorst mit der Awa-Studie vom Allensbacher Institut, die die Attraktivität und Bekanntheit von Fußballvereinen misst. In dieser Studie findet sich der HSV auf dem fünften Platz wieder. Hinter dem FC Bayern München, Dortmund, Schalke und Mönchengladbach. „Es ist immer noch so, dass wir auf eine gewisse Resonanz stoßen, wenn wir mit den Angeboten zum HSV in den Markt gehen. Dass das im vierten Zweitligajahr immer noch der Fall ist, hätte auch ich nicht erwartet.“ Für ihn, so Schiphorst im Abendblatt, sei das noch nicht das Ende der Fahnenstange.

24hamburg.de-Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV sowie den FC St. Pauli zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

„Grundsätzlich hat der HSV mit der Stadt im Kreuz das Potenzial, die Nummer zwei in Deutschland zu sein. Und eigentlich sogar die Nummer eins zu sein“, erklärt Hendrik Schiphorst, der aber auch weiß: „Jetzt ist es natürlich der absolut falsche Zeitpunkt, darüber zu philosophieren. Die Demut, die der HSV momentan an den Tag legt, tut gut. Es nervt viele, dass der HSV in der Zweiten Liga spielt, aber da muss man auch erst einmal herauskommen.“ * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare