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Niederlagen-Serie: Holt das Rückrunden-Trauma den HSV ein?

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Von: Robin Dittrich

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Erst die Derby-Pleite gegen Werder Bremen, dann die Niederlage gegen den 1. FC Nürnberg. Es läuft nicht mehr rund beim HSV. Nur der Pokal-Erfolg macht Hoffnung.

Hamburg – Die letzten Wochen stecken dem Hamburger SV noch in den Knochen. Erst wurde das Nordderby gegen Werder Bremen auf unglückliche Weise abgegeben, eine Woche später folgte die Pleite beim 1. FC Nürnberg. Dem HSV geht anscheinend mal wieder im Endspurt der Saison die Puste aus. Oder können sich die Hamburger noch vom Rückrunden-Trauma der letzten Spielzeiten befreien? Dafür muss eine Sieges-Serie her.

Fußballverein:Hamburger SV
Aktueller Tabellenplatz:Platz 5, 41 Punkte
Rückstand auf Platz eins:Sieben Punkte
Nächster Gegner:Erzgebirge Aue, 12. März

Verspielt der HSV den Aufstieg in der Rückrunde erneut?

Es passierte in den letzten Saisons immer zu einem ähnlichen Zeitpunkt. Nach guter Hinrunde verlor der HSV scheinbar einfache Spiele und brach danach komplett zusammen. Die Resultate: drei vierte Plätze in drei Jahren Zweitklassigkeit. Auch der aktuelle Trend geht in die falsche Richtung. Aus den letzten drei Partien holten die Rothosen nur einen Punkt. Zudem: In den letzten beiden Spielen sammelte der HSV so viele Niederlagen wie vorher in 23 Matches. Können die Hamburger so noch ins Aufstiegsrennen eingreifen?

HSV-Kapitän Sebastian Schonlau schlägt verzweifelt die Hände über dem Kopf zusammen. Im Hintergrund ist das Hamburger Volksparkstadion mit vielen Fans zu sehen.
Verspielt der Hamburger SV den Aufstieg erneut? (24hamburg.de-Montage) © Jan Huebner/Norbert Gettschat/Imago

Ja – sagt zumindest HSV-Legende Felix Magath. Und ist damit nicht der einzige. Auch HSV-Sportdirektor Michael Mutzel ist überzeugt davon, dass es zu keinem Einbruch kommen wird. Alles also nur eine Phase? Die Niederlagen gegen Bremen und Nürnberg verliefen zutiefst unglücklich. Im Nordderby sorgte der VAR für viel Frust, beim 1. FCN hatten die Hamburger 120 Pokalminuten in den Knochen. Gegen Erzgebirge Aue könnte am Wochenende die Wende gestartet werden. Aktuell liegt der HSV sieben Zähler hinter Werder Bremen und sechs Punkte hinter dem FC St. Pauli und Darmstadt 98.

Das Bier fließt wieder: Das sind die aktuellen Regeln im Hamburger Volksparkstadion.

Vieles spricht für den HSV – die aktuelle Form nicht

Der HSV kann sich in den letzten neun Spielen der Saison nur selbst retten – das weiß auch Trainer Tim Walter. Er sucht keine Ausreden und nimmt seine Mannschaft in die Pflicht. Insbesondere Ausnahme-Spieler wie Robert Glatzel und Sonny Kittel müssen jetzt voran gehen. Vom gewünschten Aufstiegs-Helden Faride Alidou ist in den letzten Spielen leider wenig zu sehen. Immerhin ein Spieler kann sich jetzt vollends auf den Fußball konzentrieren: Bakery Jatta. Das Verfahren um die Identität des Gambiers wurde eingestellt.

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All diese Spieler könnten dem HSV den entscheidenden Schub geben. Aufsteigen können sie aber nur als geschlossenes Team. Dass Tim Walter ein solches geformt hat, wurde in dieser Spielzeit schon häufiger bewiesen. Wenn sich die Rothosen gegen Erzgebirge Aue am 12. März 2022 aus dem Trauma befreien können, ist in dieser Saison noch alles drin. Aber Vorsicht: 2019/20 setzte es in der entscheidenden Phase der Saison eine krachende 0:3-Niederlage gegen Aue – allerdings bei Aue. Das letzte Heimspiel im Volksparkstadion gewann der HSV mit 3:0. In Hamburg ein wünschenswerteres Ergebnis. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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