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Neuzugänge oder nicht: Was plant der HSV im Winter auf dem Transfermarkt?

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Von: Jan Knötzsch

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Der HSV steht nur im Mittelmaß der Zweiten Liga. Verstärkungen vom Transfermarkt könnten das ändern. Im Winter sind sie möglich. So ist der HSV-Stand der Dinge.

Hamburg – Das Fußballjahr 2021 neigt sich langsam aber sicher dem Ende entgegen. Ein Jahr, an das man sich beim HSV in der Rückschau garantiert nicht mit den besten Gefühlen erinnern wird. In der Saison 2020/2021 misslang dem Hamburger SV wieder einmal die Rückkehr in die Erste Bundesliga. Und aktuell hat in der Zweiten Liga der FC St. Pauli den Hut auf. Der HSV läuft hingegen eher hinterher, als dass er mithalten kann. Abhilfe und bessere HSV-News sind dringend nötig.

Was liegt da also näher, als auf dem Transfermarkt tätig zu werden? Sich mit ein paar veritablen Kickern zu verstärken? Erste HSV-Transfergerüchte hat es bereits gegeben. Aber stehen am Ende wirklich auch HSV-News von Transfers an?

Fußballverein:Hamburger SV
Gegründet:29. September 1887
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz
Mitglieder:84.200 (Stand: 17. August 2021)

Nach Kritik an HSV-Transfergerüchten im Sommer: Für den Winter ist das Geld für neue Spieler in Hamburg knapp

Im Sommer hat nicht nicht nur Milliardär und Investor Klaus-Michael Kühne, der inzwischen seine ersten HSV-Anteile verkauft hat, lautstark die HSV-Transferpolitik in Frage gestellt. Auch HSV-Legende Uwe Seeler motzte über die Transfers, die HSV-Sportvorstand Jonas Boldt und Sportdirektor Michael Mutzel realisierten. Seit dem Deadline Day Ende August 2021 hat es immer mal wieder HSV-Transfergerüchte darum gegeben, wen der Klub aus dem Volksparkstadion in der Winterpause im Rahmen des dann wieder geöffneten Transferfensters in die Hansestadt Hamburg locken kann. Und will.

Im Hintergrund HSV-Fahnen auf der Tribüne des Volksparkstadions. Im Vordergrund HSV-Sportdirektor Michael Mutzel und HSV-Sportvorstand Jonas Boldt.
Transfer-Überlegungen: „Jonas, wen holen wir noch? Und wann?“, scheint der Blick von HSV-Sportdirektor Michael Mutzel (links) in Richtung von HSV-Sportvorstand Jonas Boldt zu sagen. (24hamburg.de-Montage) © Jan Hpübner/imago & Claus Bergmann/imago

Es war von einem Nürnberger die Rede, der nach Hamburg zurückkehren möchte. Ebenso vom Interesse an einem U21-Nationalspieler aus der Bundesliga. Doch auch, wenn der HSV dank einer Coronahilfe in Höhe von zehn Millionen Euro zumindest ein bisschen Geld generiert hat, sieht es finanziell nicht so rosig aus, wie sich der Zweitligist aus Hamburg das wünscht und für große Sprünge zur Realisierung von HSV-Transfergerüchten nötig wäre. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, müssen sich die HSV-Fans wohl sogar darauf einstellen, dass es keine Neuzugänge im Winter geben wird.

HSV-Transfergerüchte gibt es bereits vor Öffnung des Transferfensters – aber bringen die Kandidaten den HSV auch weiter?

Aktuell, so heißt es im Abendblatt, sehen Sportvorstand Boldt, Sportdirektor Mutzel und auch HSV-Trainer Tim Walter, der zuletzt seine Kritiker konterte, keinen Handlungsbedarf im Kader. Und das, wo doch gerade in der Abwehr der Schuh drückt und der HSV in erster Linie den langfristigen Ausfall von Tim Leibold kompensieren muss, der sich sein Kreuzband gerissen hat und monatelang fehlen wird. Einzig Ausnahme in den HSV-Überlegungen: Sollte sich die Lage durch Abgänge oder Verletzungen bis zum Ende der Transferfrist im Januar 2022 verschlimmern, wären Leihgeschäfte möglich.

Weil HSV-Top-Talent Josha Vagnoman nach seiner Verletzung wieder zurück ist, sei die Equipe des Traditionsvereins aus dem Volkspark aber inzwischen auf jeder Position doppelt und damit ausreichend besetzt. Talente wie der Finn Anssi Suhonen, der Leistner-Erbe Jonas David oder aber auch die neue HSV-Waffe Faride Alidou sollen zudem nicht durch extra nachverpflichtete Spieler in ihrer Entwicklung blockiert werden, berichtet das Abendblatt über die Kaderplanungen von Jonas Boldt, Michael Mutzel und Tim Walter, die mehr auf den Sommer 2022 als auf das Winter-Transferfenster schielen.

Diverse auslaufende Verträge im Sommer 2022 – diese HSV-Transfergerüchte könnten bald richtig akut werden

Denn dann wird womöglich ordentlich viel Bewegung in den HSV-Kader kommen – und das Trio muss in Sachen Personal einfach handeln. Nicht nur der Vertrag von HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes, der bereits mit anderen Klubs Gespräche geführt hat, läuft aus. Auch das Arbeitspapier von Manuel Wintzheimer endet – hier sollen die Zeichen dem Vernehmen nach auf Trennung stehen. Top-Talent Faride Alidou soll derweil gehalten werden.

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Das gilt auch im Fall von Elijah Krahn, einem weiteren HSV-Talent, das sich anschickt, in gar nicht so ferner Zukunft den Sprung zu den Profis des HSV zu schaffen, die sich Ex-FC Bayern-Boss Uli Hoeneß wieder in die Erste Bundesliga zurück wünscht. Jan Gyamerah hingegen, der zuletzt seinen Stammplatz verloren hat, kann den HSV verlassen. An ihm sind gleich drei Vereine aus Spanien interessiert.

„Wir wollen uns entwickeln, uns Zeit geben. Und jetzt gehen wir diesen Weg noch konsequenter als in der vergangenen Saison“, hat HSV-Sportvorstand Jonas Boldt gerade erst in der „Welt“ gesagt. In Sachen Transfers könnte das tatsächlich heißen: Der Klub wird nicht mehr nur um des Transfers willen Transfers realisieren. Sondern sich lieber ein Mal zu viel als zu wenig überlegen, ob der Wechsel Sinn macht. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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