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Michael Mutzel geht gerichtlich gegen den HSV vor

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Von: Christian Einfeldt

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Nach seiner Freistellung will Michael Mutzel gegen den HSV gerichtlich vorgehen. Der Ex-Sportdirektor wehrt sich gegen den Umgang mit seiner Person.

Hamburg – Zufolge von HSV-Legende Felix Magath würde es in der Natur von Traditionsvereinen liegen, dass dann und wann Unruhe vorherrscht. Der Deutschen Presse-Agentur (dpa), bestätigte Magath, der an einen diesjährigen Aufstieg des HSV glaubt, dass es beim Hamburger SV jedoch besonders häufig der Fall sei – zuletzt etwa gegen Ende vergangener Saison. Die Unstimmigkeiten zwischen Jonas Boldt und dem ehemaligen Sportdirektor Michael Mutzel ließen sich nicht ausräumen. Es folgte die Freistellung Mutzels – gegen die er sich nun wehrt. Michael Mutzel will gerichtlich gegen den HSV vorgehen.

Fußball-Funktionär:Michael Mutzel
Geboren:27. September 1979 in Memmingen
Ehemalige Position beim HSV:Sportdirektor, 2019-2022
Tag der Entlassung:13. Juli 2022

HSV-News: Nach Freistellung von Michael Mutzel – HSV und Ex-Sportdirektor treffen sich vor Gericht

Knapp eine Woche ist es her, dass sich der Hamburger SV von seinem ehemaligen Sportdirektor Mutzel getrennt hat. In Costa hat der HSV bereits einen neuen Fachmann gefunden, dennoch sind die Streitigkeiten vergangener Tage jetzt ein weiteres Mal Thema. Nach dpa-Informationen bestätigte das Arbeitsgericht Barmbek einen entsprechenden Bericht der „Bild“-Zeitung, die die Meldung als erstes aufgegriffen hatte.

Ex-HSV-Sportdirektor Michael Mutzel.
HSV-News: Ex-Sportdirektor Michael Mutzel hat für den Umgang mit seiner Person kein Verständnis. © Christian Charisius/dpa

Bis kommenden Dienstag hätten die Parteien Medienberichten zufolge Zeit, sich außergerichtlich zu einigen. Wird keine Einigung erzielt, folgt am 26. Juli 2022 das Aufeinandertreffen zwischen Michael Mutzel und dem HSV im Gericht.

Wegen öffentlicher Demontage: Mutzel verurteilt HSV-Umgang mit seiner Person

Kurz vor Saisonstart, den der HSV mit einem glücklichen 2:0-Sieg gegen Eintracht Braunschweig absolviert hatte, trennten sich die Wege. Der Freistellung vorausgegangen war eine massive öffentliche Kritik seines Vorgesetzten Jonas Boldt. Auch Ewald Linien, Vereinslegende des FC. St. Paulis, bekam das zu spüren und kritisierte kurzerhand die HSV-Führung. Boldt hingegen machte Anfang Juni klar, dass Mutzel seiner Meinung nach nicht für eine „Führungsrolle rund um die Mannschaft“ geeignet sei.

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Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, hatte Mutzel bereits vor seiner Entlassung keinen Kontakt mehr zur Mannschaft. Eine Reise ins Trainingslager hatte der Verein dem Ex-Sportdirektor ebenfalls nicht gestattet. Für Michael Mutzel ist der jüngste Umgang mit seiner Person Grund genug, rechtliche Schritte zu erwägen. Dem Sportdirektor stieß vor allem diese öffentliche Demontage sauer auf, weil selbst Boldt noch im Sommer seine Fähigkeiten als Kaderplaner und Transferexperte lobte. (Mit dpa-Material)

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