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Lela Naward: Zwischen Studium, HSV-Tor und dem Traum vom Aufstieg

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Von: Denny Konzack

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Kaum bekannt, trotz grandioser Leistung. HSV-Torhüterin Lela Naward gewährt Einblicke in ihr Leben als Torhüterin beim HSV.

Hamburg – Es wird viel über die Profis des Hamburger SV in der Zweiten Bundesliga berichtet. Doch die Damen der Rothosen legen in der Regionalliga Nord eine fulminante und damit nennenswerte Saison hin, können jetzt sogar von dem Aufstieg in die Zweite Bundesliga träumen. Die männlichen Profis vom HSV konnten das Stadtderby gegen den FC St. Pauli für sich entscheiden, ebenso durften sich allerdings auch die HSV-Frauen über ein hochklassiges 11:1 in der Hinrunde gegen den Stadtrivalen freuen.

Spielerin:Lela Naward
Aktiver Verein:Hamburger SV
Position:Torhüterin
Kam zum Fußball durch:Ihre drei Brüder

Zu den Leistungen ihrer HSV-Damen äußerte sich jetzt die Torhüterin, Lela Naward, wie folgt: „Wir haben einen unfassbar starken Zusammenhalt im Team. Jede gönnt jeder das Bestmögliche und das spürt man auf dem Platz. Sobald der Ball verloren geht, möchte jede Spielerin sofort den Fehler ausbaden und kämpft bis aufs Letzte für das Team. Das ist sicher eine unserer größten Stärken.“

Lela Naward von den HSV-Frauen sucht nach einer Abspielmöglichkeit
Lela Naward (23) spielt mit ihren HSV-Frauen eine überragende Saison in der Regionalliga Nord. © RalfHomburg/Imago

Die HSV-Frauen führen die Regionalliga-Tabelle mit insgesamt 34 Punkten an, dahinter lauert Rivale Holstein Kiel mit 27 Punkten auf Fehler der Hanseatinnen. Mit einem Torverhältnis von 55 Treffern und nur sieben Gegentoren, stellen die HSV-Damen die beste Tordifferenz der Regionalliga Nord. Jetzt spricht HSV-Torhüterin Lela Naward mit 24hamburg.de/hsv exklusiv über ihre Anfänge beim HSV, ihre persönlichen Wünsche für den Frauenfußball sowie über die Ziele, die sie mit den Damen vom HSV jetzt anstrebt.

Von ihren jugendlichen Vorbildern im Fußball und ihrem persönlichen „place-to-be“ in Hamburg

„Meine Brüder haben alle im Verein gespielt und wir waren gefühlt täglich zusammen auf dem Fußballplatz.“ Von dort ging es los mit der fußballerischen Karriere der 23-jährigen Torhüterin vom HSV. „Ich hatte also gar keine andere Möglichkeit als auch anzufangen.“

Mit insgesamt 75 Spielen für den HSV und 22 Spielen zu null, hat sich die gebürtige Hamburgerin den Stammplatz zwischen den Pfosten mehr als verdient. „Die Zahl war mir bis heute tatsächlich nicht bekannt. Sie klingt nicht schlecht, es ginge aber natürlich auch noch besser.“ Ehrgeizig und fokussiert, genau das, was eine starke Keeperin ausmacht.

Natürlich ist ein Derby aus sportlicher Sicht immer etwas ganz Besonderes. Für alle im Team und für mich persönlich, weil ich als Spielerin und Fan des HSV immer einen Funken an Extra-Motivation habe. Ich bin stolz auf unser Team, dass wir die Hinrunde mit dem Sieg gegen St. Pauli gut abschließen konnten. Aber letztlich ist jedes Spiel wichtig und ich möchte jedes gewinnen. Ob Derby oder nicht.

Lela Naward über das zurückliegende Stadtderby gegen den FC St. Pauli

Die Hansestadt bietet durch seine zahlreichen Sehenswürdigkeiten tatsächliche eine Menge Spots und Orte, an denen es sich Einheimische sowie Touristen gut gehen lassen können. Ihren persönlichen Lieblingsort in Hamburg hat die gebürtige Hamburgerin natürlich schon längst auserkoren. Dieser liegt laut ihrer Aussage am Hamburger Hafen – „vor allem im Sommer.“

Lela Naward mit zweitem Standbein neben ihrer Karriere beim HSV und dem Wunsch nach Anerkennung

Auf die Frage, was die Torhüterin denn neben ihrer aktiven Karriere beim HSV macht, antwortete sie: „Ich studiere Berufsschullehramt und habe im Dezember 2021 meinen Bachelorabschluss gemacht. Aktuell mache ich meinen Master an der Leuphana Universität in Lüneburg.“ Die Gehälter der Profis im Herrenbereich unterscheiden sich im Gegensatz zu denen der Frauen gewaltig. Somit ist eine Tätigkeit neben der fußballerischen Karriere, auch für angehende Profis der Männer, immer ratsam, falls es mit dem Traum Profi-Fußball am Ende doch nicht klappt.

Die allgemeine dominante Popularität der Männer, was die News, Nachrichten und Berichterstattungen betrifft, würde sich die 23-jährige Torhüterin auch für den Frauenfußball wünschen: „Natürlich wäre es schön, wenn Fußballerinnen und die Wettbewerbe der Frauen mehr Aufmerksamkeit bekämen. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren hat sich aber schon einiges in eine positive Richtung entwickelt und ich bin guter Dinge, dass es in den nächsten Jahren so weitergeht.“

Dieses Ziel verfolgt Naward mit den HSV-Frauen und blickt positiv in die Zukunft

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Den HSV-Frauen steht eine anstrengende sowie kräftezehrende Rückrunde bevor. Doch die Motivation im Team, das Ziel „Aufstieg in die 2. Bundesliga“ zu erreichen, ist laut Naward definitiv vorhanden. „Der nächste Schritt, sowohl für mich als auch für uns als Team, ist definitiv der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Dafür werden wir in der Rückrunde alles geben.“ Wenn das Team an die Leistungen der Hinrunde anknüpfen kann, steht diesem Ziel auch nicht mehr viel im Weg. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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