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„Lebe gerade einen Traum“: HSV-Talent Zumberi vorm Sprung zum Nationalspieler

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Von: Jan Knötzsch

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Die Einladung zum Test hat‘s für Valon Zumberi schon gegeben. Die erste „richtige“ Berufung soll folgen: Das HSV-Talent steht vor einer Nationalspieler-Karriere.

Hamburg – Journalisten kennen den Satz quasi in- und auswendig und bekommen ihn von Zeit zu Zeit immer mal wieder zu hören: „Only bad news are good news“ (auf deutsch: Nur schlechte Neuigkeiten sind gute Neuigkeiten“) , heißt es. Klar: Alles, was einen wie auch immer ärgert, erzürnt oder sonst welche Gefühlsregung hervorruft, wird gelesen und geklickt. So gesehen also ist der Hamburger SV der beste Fall, der einem passieren kann – zumindest geht ja beim Verein aus dem Volksparkstadion gerne mal etwas schief, um es überspitzt zu formulieren: Der Aufstieg in die Bundesliga zum Beispiel – so wie zum Beispiel jüngst nach der 0:2-Niederlage im zweiten Spiel der Relegation gegen Hertha BSC Berlin.

Selbige beschert den Rothosen ein weiteres Jahr in der Zweiten Liga. Und sorgt dafür, dass der HSV in der Sommerpause jede Menge Baustellen hat. Ein HSV-Zoff um die Besetzung von Posten abseits des Platzes inklusive. Den hat, und damit zu den guten Nachrichten, HSV-Aufsichtsrat Marcell Jansen entspannt „wegmoderiert“. Und da eine gute Nachricht eben nicht allein kommt, gibts die nächste gute HSV-News hinterher: Der HSV hat womöglich bald einen neuen Nationalspieler.

Fußballspieler:Valon Zumberi
Geboren:24. November 2002 (Alter 19 Jahre)
Vertragslaufzeit beim HSV:30. Juni 2023
Marktwert:100.000 Euro (Quelle: transfermarkt.de)

Bald Nationalspieler? Nationaltrainer des Kosovo hält große Stücke auf HSV-Talent Valon Zumberi

Spieler des Hamburger SV, die das Trikot ihres Landes tragen – das ist eine echte Seltenheit. Zumindest dann, wenn es bei der Betrachtung dieser Spezies um die A-Nationalmannschaft, sprich die „richtig“ Nationalelf geht. Dann nämlich findet sich, so belegen es die Statistiken und Auflistungen von transfermarkt.de – dem Hort an Daten schlechthin im Fußball –, gerade mal ein einziger Spieler im Kader von HSV-Trainer Tim Walter, der für die A-Nationalmannschaft seines Landes im Einsatz ist: Giorgi Chakvetadze, der den HSV in diesem Sommer verlassen wird, wenn sein Vertrag in Hamburg am 30. Juni 2022 endet. Der 22-Jährige läuft für Georgien auf. HSV-Transfergerüchte, ob Chakvetadze bei KAA Gent bleiben wird, von wo aus er in die Hansestadt Hamburg ausgeliehen war, oder den Klub wechselt, gibt es bislang nicht.

Im Hintergrund HSV-Fans mit HSV-Fahnen. Im Vordergrund die Landesfahne des Kosovo und HSV-Spieler Valon Zumberi.
HSV-Talent Valon Zumberi darf sich berechtigte Hoffnungen machen, bald für sein Heimatland Kosovo im Nationalmannschafts-Trikot aufzulaufen. (24hamburg.de-Montage) © Claus Bergmann/imago & Matthias Koch/imago

Ansonsten ist der HSV-Kader gespickt mit Spielern, die allesamt in den U-Nationalmannschaften ihres jeweiligen Landes am Ball sind – also in Nachwuchs-Nationalteams. Allesamt aber mit der Perspektive, dass in naher oder ferner Zukunft ein weiterer Schritt in der Nationalmannschafts-Karriere noch folgen kann. Da wäre zum Beispiel laut transfermatkt.de Elijah Krahn, mit dem der HSV verlängert hat – er spielt in Deutschlands U19. Ebenfalls in U-Nationalteams des DFB sind bereits Faride Alidou, der vom HSV zu Eintracht Frankfurt geht, und Josha Vagnoman im Einsatz. Josha Vagnoman will den HSV nach dem Nicht-Aufstieg im Sommer verlassen – und der HSV wiederum scheint durch einen Trick mit ihm noch mehr Geld machen zu wollen.

HSV-Talent auf dem Sprung zum A-Nationalspieler: Das sagt Valon Zumberi über erste Einladung

Die Liste der U-Nationalspieler vervollständigen Mikkel Kaufmann, über dessen HSV-Zukunft es noch Gespräche geben soll, sowie Ludovit Reis, Anssi Suhonen und Mario Vuskovic, der seinen HSV-Vertrag verlängert hat und nach dem Willen seines Vaters noch lange für den HSV spielen soll. Wer im reichhaltigen Angebot an HSV-Spielern ein bisschen fandet, der findet allerdings neben Giorgi Chakvetadze noch einen weiteren A-Nationalspieler: Jona Fabisch aus der „Zweiten“ des HSV, der anno 2021 sogar der einzige HSV-Nationalspieler war – wie 24hamburg seinerzeit berichtete. Nun reiht sich ein weiterer Spieler in diesen Reigen ein: Valon Zumberi, talentierter HSV-Kicker und als solcher kurz vor dem Sprung aus der „Zweiten“ in den Profikader von HSV-Trainer Tim Walter, schickt sich an, für die A-Elf seines Heimatlandes zu spielen.

Ich lebe gerade einen sportlichen Traum. Erst die Zeit bei den HSV-Profis und nun das Training mit den Stars meiner Nationalmannschaft – ein Highlight jagt das nächste

HSV-Talent Valon Zumberi

Nachdem Zumberi in Hamburg bereits mit den Profis von HSV-Coach Tim Walter trainieren durfte, hat er nun selbiges mit der A-Nationalmannschaft des Kosovo getan. „Ich lebe gerade einen sportlichen Traum. Erst die Zeit bei den HSV-Profis und nun das Training mit den Stars meiner Nationalmannschaft – ein Highlight jagt das nächste“, zitiert die Bild-Zeitung den 19-Jährigen, der zudem erklärt: „Es war eine tolle Sache und Gefühl, mit Stars wie Kapitän Amir Rrahmani von Napoli oder dem Ex-Bremer Milot Rashica (jetzt Norwich City, d.Red) auf dem Platz zu stehen.“ Valon Zumberi profitierte nach eigener Aussage vor allem von Rrhamani, der wie er selbst Abwehrspieler ist: „Er hat mir sehr viele gute Tipps gegeben.“

HSV-Talent Valon Zumberi: Wie lange spielt er noch in Hamburg? Vertrag endet im Sommer 2023

Dass es schon bald ein Wiedersehen zwischen dem HSV-Talent und dem Abwehrspieler vom SSC Neapel gibt, ist nicht ausgeschlossen. Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll Nationaltrainer Alain Giresse vom Auftritt von Valon Zumberi angetan gewesen sein und habe dem HSV-Youngster ein Lob ausgesprochen. Besonders die Ballbehandlung, der Einsatz und der Mut des jungen HSV-Kickers hätten den 69-Jährigen begeistert, so dass Valon Zumberi mit weiteren Einladungen für die A-Nationalmannschaft rechnen kann. Klingt also alles ziemlich vielversprechend und nach einer unter Umständen großen Karriere.

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Doch genau deswegen muss der HSV aufpassen und auf der Hut sein. Wer gut ist und was drauf hat, der bleibt auch der Konkurrenz nicht verborgen – die Folgen sind dann zumeist HSV-Transfergerüchte wie zum Beispiel beim HSV-Top-Talent Saido Balde. Und diese HSV-Transfergerüchte könnten auch beim designierten HSV-A-Nationalspieler Valon Zumberi bald auftauchen. Denn: Der 19-Jährige hat in Hamburg einen Vertrag, der nur noch bis zum 30. Juni 2023 läuft. Stand jetzt würde Valon Zumberi dann ablösefrei wechseln können. Heißt: HSV-Sportvorstand Jonas Boldt, Sportdirektor Michael Mutzel und Nachwuchs-Boss Horst Hrubesch sind in Sachen Vertragsverlängerung gefordert!

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