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Kurioses „Trainer-Sterben“ beim HSV – Ex-Coach Joe Zinnbauer klärt auf

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Von: Denny Konzack

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HSV, deine Trainer. Von vielen hörte man lange Zeit nichts, bis gar nichts mehr. Jetzt erklärt Joe Zinnbauer, was es mit dem „Trainer-Sterben“ auf sich hat.

Hamburg – Dass der HSV den Mann auf dem Trainerstuhl öfter tauscht als mancher seine Unterbuchse, ist bekannt. Betrachtet man die Bilanz der letzten zehn Jahre, kommt man auf eine erstaunliche Anzahl von fast doppelt so vielen Trainern wie Jahren. Mit insgesamt 19 Trainern, inklusive des derzeitigen HSV-Coach Tim Walter, versuchen die Verantwortlichen in Hamburg seit dem Jahre 2011, den Erfolg der alten Tage wieder zurück an die Elbe zu holen.

Person:Joe Zinnbauer
Amtszeit beim Hamburger SV:September 2014 - März 2015
Letztes Spiel als Trainer beim Hamburger SV:Hertha BSC 1:0 Hamburger SV, 20. März 2015
Tabellenplatz bei Freistellung:Platz 15

Leider ohne Erfolg, obwohl es durchaus starke Namen auf die Ex-Trainer-Liste der Rothosen geschafft haben. Zu nennen wären hier zum Beispiel Dieter Hecking (07/2019 - 06/2020), Armin Veh (07/2010 - 03/2011), Bruno Labbadia (04/2015 - 09/2016) und Mirko Slomka (02/2014 - 09/2014). Huub Stevens, der den HSV derzeit weiter vorne sieht als seinen geliebten FC Schalke 04, könnte man ebenso erwähnen, er betreute den HSV jedoch von 02/2007 - 06/2008. Ein Übungsleiter, der nicht jedem etwas sagen dürfte, äußerte sich jetzt im Interview mit der Bild-Zeitung über das „Trainer-Sterben“ nach der Station Hamburger SV.

Joe Zinnbauer über das Trainer-Sterben beim HSV: „Klar ist, dass man nicht zu lange warten sollte...“

Joe Zinnbauer, der den Hamburger SV von September 2014 bis März 2015 für über ein halbes Jahr betreute, sprach jetzt im Interview bei der Bild-Zeitung über seine Zeit beim HSV, sowie seine Erlebnisse und Eindrücke, die er innerhalb seiner knapp siebenmonatigen Amtszeit sammeln durfte. „Der Verein ist großartig, die Trainings-Möglichkeiten, Stadion, Stadt, Fans und Geschichte sind einfach einzigartig. Es gibt wenig Vergleichbares.“ In der Tat bietet Hamburg eine Menge Sehenswürdigkeiten.

Letztes Spiel für den Ex-Coach vom HSV gegen Hertha BSC Berlin. Joe Zinnbauer scheint zu ahnen, das seine Zeit vorrüber ist.
Joe Zinnbauer in seinem letzten Spiel als HSV-Coach gegen Hertha BSC. Jetzt äußert er sich über das angebliche „Trainer-Sterben“ beim Hamburger SV. © Philipp Szyza/Imago

Klingt nach einem, trotz enttäuschender Ergebnisse, recht positiven Abenteuer im Volksparkstadion für den heute 51-jährigen Coach. Joe Zinnbauer gibt der Bild-Zeitung einen Einblick in seine Sichtweise, über das „Trainer-Sterben“ beim HSV. „Ich denke nicht, dass eine Beschäftigung in Hamburg eine Art Job-Killer ist. Aber ich muss schon konstatieren, dass die Ansprüche an kommende Arbeitgeber nach der HSV-Zeit recht groß sind.“ Bei neuen Angeboten sollten entlassene Trainer laut Zinnbauer „nicht so lange warten“.

HSV schönster aller Arbeitgeber? Darum gilt er trotzdem als Job-Killer

Insgesamt stimmt, laut Aussage von Joe Zinnbauer, das Gesamtpaket beim HSV. Aber warum gilt der HSV überhaupt als Job-Killer für Trainer? Gerüchten zufolge, sollen Trainern, die beim HSV gescheitert sind, einfach keine Angebote mehr vorgelegt werden. Beachtlich: Keiner der 13 ehemaligen Trainer seit 2010, trainiert derzeit ein Erst- oder Zweitliga-Team. Überhaupt arbeiten nur noch sechs von ihnen überhaupt als Fußballtrainer.

Mit Jonas Boldt, Michael Mutzel und Trainer Tim Walter, hat der HSV nun wieder ein starkes Fundament. Alle drei harmonieren, zumindest in der Öffentlichkeit, fantastisch.

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Die drei sind sich einig, welchen Weg sie zukünftig gemeinsam gehen möchten. Talente wie Elijah Krahn (18) sollen langfristig gehalten werden. Die nächsten Supertalente klopfen bereits an Walters Tür. Das Team startet am 30. Dezember 2021 in die Vorbereitung für die Rückrunde, fliegt im Januar ins Trainingslager nach Sotogrande. Es bleibt spannend, wie der Endspurt der Saison verlaufen wird und vor allem, wie es letztlich um den Arbeitsplatz von HSV-Coach Tim Walter bestellt ist. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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