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Kühnes unmoralisches Angebot an den HSV: Fans reagieren wütend

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Von: Robin Dittrich

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Sportlich ist der HSV auf dem aufsteigenden Ast. In der Führungsebene brodelt es jedoch teilweise. Auch Investor Kühne sorgte mit einem Angebot für Ärger.

Hamburg – Auswärts läuft es beim Hamburger SV in dieser Saison. Das 2:0 des HSV gegen Arminia Bielefeld war schon der dritte Auswärts-Sieg in dieser Saison – einen davon gab‘s im DFB Pokal. Trotz drei Punkten, die die Rothosen von der Alm mit nach Hause nahmen, gab es nicht nur schöne Szenen am Wochenende. So fiel Langzeit-Investor Klaus-Michael Kühne durch ein unmoralisches Angebot auf – die Fans reagierten verärgert.

Fußballverein:Hamburger SV
Gründung:29. September 1887
Stadion:Volksparkstadion, 57.000 Plätze
Langzeit-Investor:Klaus-Michael Kühne

Das unmoralische Angebot von HSV-Investor Kühne erzürnt die Fans

Klaus-Michael Kühne ist bei HSV-Fans seit jeher umstritten. Über die Zeit investierte der mittlerweile 85 Jahre alte Unternehmer mehrere Millionen Euro in seinen Herzens-Verein. Dadurch hielt Kühne im Jahr 2017 rund 20,57 Prozent Anteile an der HSV Fußball AG. 2018 folgte dann die überraschende Wende: In einem Interview kündigte der gebürtige Hamburger an, nicht weiter in den HSV investieren zu wollen. 2021 verkaufte Kühne sogar über fünf Prozent seiner Anteile an den heutigen HSV-Vorstand Thomas Wüstefeld.

Klaus-Michael Kühne gibt unmoralisches Angebot ab – HSV-Fans sind wütend.
Klaus-Michael Kühne gibt unmoralisches Angebot ab – HSV-Fans sind wütend. © Oliver Ruhnke/Sven Simon/Imago

Jetzt folgte bei Klaus-Michael Kühne ein erneuter Sinneswandel: Er will offenbar erneut Millionen in den HSV investieren – unter strengen Bedingungen. Insgesamt 120 Millionen Euro will Kühne in den Verein pumpen, doch die Gegenleistungen sind nicht ohne. 15,21 Prozent Anteile hält er aktuell an der HSV Fußball AG – nach dem Investment sollen es 39,9 Prozent sein. Weitere zehn Prozent sollen andere Gesellschafter erhalten, der HSV e.V. hätte damit nur noch 50,1 Prozent Beteiligung. Es käme einer Komplett-Übernahme gleich.

Kühne stellt Bedingungen für HSV-Übernahme – Fans sind stinksauer

Eine weitere Bedingung für den Kühne Deal scheint das Aus von HSV-Vorstand Thomas Wüstefeld zu sein – das berichtete das Hamburger Abendblatt. Kühnes klare Ansage an den Vorstand: „Hoffentlich beim HSV bald Geschichte.“ Damit ist es jedoch noch lange nicht genug mit Forderungen des Investors. Er möchte die Namensrechte des Hamburger Volksparkstadions für die nächsten zehn Jahre erwerben. Kostenpunkt: bis zu 40 Millionen Euro. Die Arena soll zukünftig dann in Uwe-Seeler-Stadion umbenannt werden – in Erinnerung an die verstorbene HSV-Legende. Erst im Sommer sicherte sich Kühne die Namensrechte – damit es weiter Volksparkstadion heißen kann.

Was die HSV-Fans von der Kühne-Übernahme halten, machten sie gegen Bielefeld deutlich: „In der Satzung verankert, 75 + 1 unverhandelbar. Kühne verpiss dich“ schrieben die Anhänger der Rothosen auf ein Banner. Das präsentierten sie im Spiel gegen Arminia Bielefeld in der ersten Halbzeit. Die HSV-Fans und Klaus-Michael Kühne sind sich schon längere Zeit nicht mehr allzu freundlich gesinnt. Auch auf Social Media sind viele Fans gegen eine Übernahme: „Bin dagegen! Wenn das schiefgeht, haben wir 49,9 % des Vereins verkauft, außerdem 2 Leute im Aufsichtsrat, die ihn vertreten“ schreibt Epion Zusaku auf Twitter.

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Doch nicht alle sind gegen ein Investment des 85-Jährigen. „Wir könnten die Gelder vollumfänglich in Transfers und Schuldentilgung investieren“ tweetet Lucas. Die Antwort eines anderen Fans: „Und machen uns damit wieder abhängig von einem alten Sack, der kein Nein verträgt und sich gerne in Dinge einmischt.“ Viele würden das Angebot zumindest in Betracht ziehen, auch weil „der Verein mit 50,1 % nichts aus der Hand gibt“, wie Gregor Stegen auf Twitter schreibt. Ob sich der HSV zu Gesprächen bereit zeigt, wird wohl in den nächsten Tagen entschieden. Eine Ansicht scheinen viele HSV-Fans mit Kühne gemein zu haben: Thomas Wüstefeld soll den HSV verlassen.

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