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„Könnt uns weiter damit nerven“: HSV-Trainer Walter attackiert Reporter im TV

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Von: Jan Knötzsch

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Mit HSV-Trainer Tim Walter ist nach dem Start ins Fußballjahr 2022 nicht gut Kirschen essen. Er ist angefressen. Das bekommt ein Journalist deutlich zu spüren.

Hamburg – Nein, Zufriedenheit sieht einfach anders aus. Und klingt auch anders. Doch dazu später mehr im Verlauf dieses Textes. Zunächst die Fakten, die nicht von der Hand zu weisen sind: Der Hamburger SV ist nicht erfolgreich in das Fußball-Kalenderjahr 2022 gestartet. Zum Auftakt ist die Mannschaft von HSV-Trainer Tim Walter im Auswärtsspiel gegen die SG Dynamo Dresden nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus gekommen. Nicht Fisch, nicht Fleisch – wie man so schön sagt.

Und eine vergebene Chance, Tabellenführer FC St. Pauli wieder ein Stückchen dichter auf die Pelle zu rücken. Und so ist die Stimmung beim Zweitligisten aus der Hansestadt Hamburg schon nach dem ersten Spiel der Rest-Saison in der Zweiten Bundesliga angespannt. Zeigt zumindest HSV-Trainer Tim Walter, der vorm TV-Mikrofon mal wieder austeilt.

Fußballtrainer:Tim Laszlo Walter
Geboren:8. November 1975 (Alter 46 Jahre) in Bruchsal
Vertrag beim HSV bis:30. Juni 2023
Durchschnittliche Amtszeit:1,63 Jahre (Quelle: transfermarkt.de)

HSV-Trainer Tim Walter sagt immer deutlich eine Meinung – sowohl dem Team als auch dem Gegner

Dass sich der Mann, der kein Freund der allzu leisen Töne ist und wegen seiner hin und wieder impulsiven Art gerne auch als „Badisch Dynamite“ bezeichnet wird, ungern zurückhält, wenn ihm etwas nicht passt – das kennt man in Hamburg bereits. Nach dem Spiel beim FC Erzgebirge Aue knüpfte sich HSV-Trainer Tim Walter in einer wütenden Ansprache seine Mannschaft vor – weil er mit dem Auftritt des HSV, der auf dem Transfermarkt aktuell an einem Stürmer aus Belgien baggert, nicht zufrieden war.

Im Hintrgrund blau-weiß-schwarze HSV-Fahnen. Im Vordergrund HSV-Trainer Tim Walter und Sky-Reporter Torben Hoffmann.
HSV-Trainer Tim Walter (links) ist vor TV-Kemaras mit Sky-Reporter Torben Hoffmann aneinander geraten. (24hamburg.de-Montage) © Zink/Philipp Szyza/MIS/imago

Im gleichen Spiel hatte sich der Coach der „Rothosen“ zuvor schon mit dem Ex-FC St. Pauli Kicker Sören Gonther einen Zoff geleistet, der inzwischen für den Zweitligisten aus dem Erzgebirge spielt. Und auch beim Nord-Derby gegen den ewig jungen Rivalen Werder Bremen platzte es nach dem Schlusspfiff aus HSV-Trainer Tim Walter heraus, dessen Präsident Marcell Jansen aktuell Alarm schlägt, weil dem HSV Zuschauereinnahmen fehlen – trotz der Tatsache, dass es keine Geisterspiele geben wird, ein harter Schlag für den HSV.

HSV-Trainer Tim Walter nach Spielschluss vor TV-Kameras – es ist nicht das erste Mal, dass er motzt

Nach jenem Nordderby in Bremen, um zum eigentlichen Thema zurückzukommen, leistete sich HSV-Trainer Tim Walter ein Verbalduell mit Martin Harnik. Der ehemalige HSV- und Werder-Spieler, der derzeit in der Oberliga Hamburg bei der TuS Dassendorf dem runden Leder nachjagt, hatte damals vor laufenden TV-Kameras die Spielweise des HSV und damit auch das System von HSV-Trainer Tim Walter kritisiert – und der Übungsleiter des HSV reagierte entsprechend. Nach dem Spiel in Dresden und dem Remis des HSV, der auf dem Transfermarkt auch auf einen Mittelfeldspieler aus Österreich schielt, ist Tim Walter nun wieder deutlich geworden.

Diesmal nicht wie nach dem Nordderby beim TV-Sender Sport1, sondern bei Bezahl-Sender Sky. Und wieder gerät der HSV-Trainer mit einem ehemaligen Fußballer aneinander, der hinters Mikro gewechselt ist. Das Match in Dresden ist nur wenige Minuten vorbei, als Sky-Reporter Torben Hoffmann den HSV-Trainer zum Interview bittet. Ob der Druck denn nun nach dem neuerlichen Nicht-Erfolg zunehme, will Hoffmann von Tim Walter wissen – und hat den HSV-Trainer an genau der richtigen Stelle erwischt. Denn Tim Walter lässt seinen Emotionen freien Lauf. Die Enttäuschung ist deutlich spürbar.

Verbalduell mit Sky-Reporter Torben Hoffmann – das hat HSV-Trainer Tim Walter genau gesagt

Und spiegelt sich in der Antwort wider, die HSV-Trainer Tim Walter vor laufenden TV-Kameras im Gespräch mit dem Sky-Mann gibt. „Den Druck macht nur ihr von der Presse und vom Fernsehen. Wir haben genau unseren Weg ausgerufen. Ihr könnt uns weiter damit nerven“, motzt HSV-Trainer Tim Walter und attackiert den Reporter wütend: „Heute ist das erste Spiel und ihr fangt schon wieder damit an. Von daher: ganz entspannt bleiben. Am Ende wird abgerechnet.“ Klare Töne vom badischen HSV-Lautsprecher. Und zumindest mit seinem Schlusssatz hat er nicht unrecht. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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