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„Klärendes Gespräch“ geplant: Können Boldt und Mutzel ihren HSV-Zoff beilegen?

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Von: Jan Knötzsch

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Der HSV hat Jonas Boldt und Thomas Wüstefeld das Vertrauen ausgesprochen. Damit ist alles okay. Oder nicht? Zwischen Boldt und Michael Mutzel soll‘s kriseln.

Hamburg – Er ist um die Ruhe beim Hamburger SV bemüht. Logisch. Marcell Jansen, in der Vergangenheit selbst schon einmal Bestandteil eines HSV-Machtkampfes, weiß schließlich, wie störend es ist, wenn es irgendwelche Schauplätze gibt, die vom Sport ablenken. Sowohl als Vorsitzender des Aufsichtsrates als auch als HSV-Präsident, als der er schon mal zurückgetreten war, als auch als Spieler. Und so hat Jansen zumindest bei einem HSV-Zoff die Kuh vom Eis geholt – und Jonas Boldt eine Vertragsverlängerung beim HSV in Aussicht gestellt.

Doch damit ist es mit den Streitigkeiten beim HSV, der einen neuen Torhüter holt und bei dem es Transfergerüchte um einen Wechsel eines Flügelspielers zum HSV gibt, noch nicht vorbei. Der HSV-Zoff schwelt immer noch. Nicht zwischen Jonas Boldt und Thomas Wüstefeld, wie es erst hieß. Und auch nicht zwischen Boldt, Wüstefeld und dem Vorstand. Aber Jonas Boldt ist dennoch Bestandteil des HSV-Ärgers, den es rund ums Volksparkstadion noch gibt. Und mit ihm auch sein Mitstreiter Michael Mutzel.

Fußballverein:Hamburger SV
Gegründet:29. September 1887, Hamburg
Sportvorstand:Jonas Boldt (Vertrag bis 30. Juni 2023)
Sportdirektor:Michael Mutzel (Vertrag bis 30. Juni 2023)

HSV-Zoff: Warum es zwischen Sportvorstand Jonas Boldt und Sportdirektor Michael Mutzel Probleme geben soll

Eigentlich sollten Jonas Boldt und Michael Mutzel Seite an Seite miteinander arbeiten. Daran, HSV-Transfergerüchte zu realisieren. Und davon gibt es eine ganze Menge. So zum Beispiel das HSV-Transfergerücht um Zan Celar. Der Stürmer soll in den Planungen des Klubs aus dem Volksparkstadion eine Rolle spielen – und sein Berater macht dem HSV Hoffnungen, dass ein Transfer nicht ausgeschlossen ist. Auch die HSV-Transfergerüchte um Ransford-Yeboah Königsdörffer (Dynamo Dresden) sind bekannt. Zudem soll auch Maximilian Beier auf der Liste des HSV stehen. Ebenfalls ins HSV-Blickfeld geraten ist Filip Bilbija vom FC Ingolstadt 04.

HSV-Sportdirektor Michael Mutzel und HSV-Sportvorstand Jonas Boldt stehen im Rahmen eines Spiels bei einem Gespräch nebeneinander.
Augen zu und durch? Sportvorstand Jonas Boldt (rechts) scheint Michael Mutzel nicht wirklich zuzuhören. © MIS/imago

Wie gesagt: Eigentlich. Doch da der Zweitligist aus der Hansestadt Hamburg ja – überspitzt gesagt – dafür bekannt ist, dass gern einmal ein weiteres unnötiges Fass aufgemacht wird, wenn es zugleich auch sportlich einen Rückschlag gibt, ist rund um das Volksparkstadion eben nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Weil es beim HSV zwischen Jonas Boldt und Michael Mutzel nicht so einträchtig läuft, wie es laufen sollte. Oder müsste. Die Gerüchte, dass Boldt und Mutzel Zoff miteinander haben, sind in der Phase nach dem verlorenen Relegations-Rückspiel gegen Hertha BSC mit hochgekocht, hatten aber zunächst wenig Aufmerksamkeit erregt.

HSV-Zoff zwischen Jonas Boldt und Michael Mutzel: Wann klären die beiden ihre Streitpunkte miteinander?

Doch das ist mittlerweile anders. In dem Zoff zwischen Jonas Boldt und Michael Mutzel soll es darum gehen, dass Jonas Boldt Diskussionen, die Michael Mutzel im sportlichen Bereich angeregt hat, als „Absetzbewegung“ des Sportdirektors ansieht – deswegen soll zwischen Boldt und Mutzel zum einen der Haussegen schief hängen und zum anderen, wie das Fachmagazin „kicker“ berichtet, bereits ein klärendes Gespräch zwischen den beiden HSV-„Machern“ geplant sein. Weiter heißt es, dass Michael Mutzel dies dementiert. Der HSV-Sportdirektor verweist darauf, dass er inhaltliche Diskussionen als Teil seiner Aufgabe ansieht. Also doch kein HSV-Zoff? Sondern nur „business as usual“?

Wohl eher nicht, denn auch weitere Medien berichten über den HSV-Zoff zwischen Jonas Boldt und Michael Mutzel. Schenkt man dabei dem Hamburger Abendblatt Glauben, dann soll es in dem Gespräch der beiden Protagonisten auch um die fehlende Weiterentwicklung von Mutzel gehen, der angeblich zudem nicht das beste Verhältnis zur Mannschaft von HSV-Trainer Tim Walter haben soll.

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Mutzel selbst – er genießt laut Abendblatt Rückhalt von HSV-Vorstand Thomas Wüstefeld – hat sich zu diesem Thema gegenüber dem Abendblatt nicht geäußert. Einen Termin für das „klärende Gespräch“ zwischen Boldt und Mutzel, von dem der „kicker“ schreibt, gibt es noch nicht. Bis dahin werden Jonas Boldt und Michael Mutzel ihren HSV-Zoff auch nicht beilegen können.

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