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Keine Abwehr-Alternativen mehr: HSV weiter im Verletzungspech

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Von: Denny Konzack

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Nach der Verletzung von Dauerbrenner Tim Leibold sprang Miro Muheim in die Bresche. Nun fällt dieser für unbestimmte Zeit aus. Dem HSV gehen die Verteidiger aus.

Hamburg – Oh weh, oh weh: Schon vor der Derby-Niederlage am vergangenen Sonntag gegen den nordischen Nachbarn und Hannover 96, musste Miro Muheim, Linksverteidiger vom Hamburger SV, eine Trainingseinheit frühzeitig verlassen. Aufgrund muskulärer Probleme, die sich jetzt als fieser Muskelfaserriss erwiesen haben. Damit fällt auch der Schweizer auf jeden Fall bis zum Ende des Kalenderjahres 2021 aus.

Und reißt damit ein mächtiges Loch in die sowieso schon geschrumpfte HSV-Abwehr. Wie geht‘s hinten beim HSV weiter?

Verein:Hamburger SV
Gegründet am:29. September 1887
Kader-Größe:26
Davon verletzt (Stand 06.12.2021):8

Mit Tim Leibold, der hart an seinem Comeback arbeitet und Jonas David, dessen Comeback sehnsüchtig erwartet wird, fehlen dem HSV-Coach Tim Walter bereits zwei potenzielle Stammkräfte. Weitere junge Talente wie Josha Vagnoman oder Stephan Ambrosius arbeiten weiterhin an ihrer Rückkehr auf den Platz. Mit Mario Vuskovic, der aufgrund seiner Leistungen sogar von einer HSV-Legende am Flughafen erkannt wurde, hat der HSV auf der Innenverteidiger-Position eine gute Alternative zu Jonas David gefunden. Hier erwartet uns nach dessen Rückkehr ein spannender Zweikampf um den Stammplatz.

Der HSV hat nur noch einen echten Verteidiger im Aufgebot – droht nun das Chaos?

HSV-Coach Tim Walter läuft mit ernster Miene über das Fußballfeld
HSV-Coach Tim Walter hat durch den Ausfall von Miro Muheim nur noch wenig Optionen in der Hamburger Defensive. © Kalle Meincke/imago

Den Rothosen gehen in der Abwehr die Optionen aus. Verletzt sich einer der Protagonisten jetzt in der heißen Phase vor der Winterpause, wird es richtig eng für Tim Walter und seine Mannschaft. Mit Moritz Heyer hat der HSV einen echten Allrounder im Team. Dieser bespielt momentan die rechte Abwehrseite, kann aber auch im defensiven Mittelfeld sowie in der Innenverteidigung auflaufen. Fällt dieser „Joker“, man will keine bösen Geister beschwören, nun aber auch noch aus, dann muss HSV-Coach Tim Walter wohl auf seine Vielzahl an Supertalenten aus dem eigenen Nachwuchs zurückgreifen.

Miro Muheim machte indes seine Sache als Leibold-Ersatz mehr als ordentlich. Gegen Hannover 96 fiel er aus und gab so seinen Platz an Jan Gyamerah ab. Dieser spielte zu Beginn der Saison noch in der Startelf, musste sich in den letzten Spielen jedoch Moritz Heyer und eben Miro Muheim geschlagen geben. Nun bekommt er aufgrund der vielen Ausfälle wieder Spielzeit. Ob Gyamerah, der Angebote aus Spanien vorliegen haben soll, diese nutzt, bleibt offen. Fakt ist, dass er seinen Job gegen Hannover mehr als souverän gemacht und sich offensiv immer wieder mit eingeschaltet hat.

Finale Wochen für HSV-Coach Walter und seinen HSV: Wie geht es in der Abwehr jetzt weiter?

Die finalen Wochen vor der Winterpause stehen an und gefühlt ist der HSV spielerisch besser als in den bisher drei vergangenen Spielzeiten in der Zweiten Bundesliga. HSV-Coach Tim Walter hat es geschafft, ein Team zu formen, das an sich glaubt. Ein Team, das sich bei Rückständen nicht in Selbstmitleid vergräbt, sondern weiterhin volle Attacke spielt. Die Kommunikation auf dem Platz stimmt. So wird bei Fehlpässen oder schlechten Flanken sehr oft der Daumen hochgehalten. Ein Zeichen, das die Jungs sich respektieren und weiter Vollgas geben wollen. Egal, wie oft irgendwas daneben geht.

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Doch die durch Verletzungen zerbröckelnde Abwehr macht Kummer. Der Hamburger SV, offensv mit Top-Talent Fairide Alidou gesegnet, wird sich in den nächsten Partien gegen Hansa Rostock und den FC Schalke 04 etwas einfallen lassen müssen. Eine Option wäre definitiv, so wie gegen Hannover 96 aufzulaufen. An Einsatz und Willen hatte es bei der unglücklichen Niederlage nicht gelegen, lediglich am Vergeben der Torchancen und einer Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns.

Wobei das mit den Torchancen beim HSV nicht erst seit kurzem ein mächtiges Problem ist. Robert Glatzel bleibt trotz seiner Torflaute dennoch positiv. Sollten jedoch noch weitere defensive HSV-Akteure aufgrund einer Verletzung ausfallen, dürfte im Volkspark schneller das ein oder andere Supertalent aus dem Nachwuchs der Rothosen im Spieltags-Kader sehen, als man eigentlich gedacht hätte. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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