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Kaum Zuschauer, zu geringe Einnahmen: HSV kürzt Spieler-Gehälter

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Von: Denny Konzack

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Aufgrund der geringen Zuschauerzahlen zieht der Hamburger SV jetzt die Spar-Bremse. Über eine Vertragsklausel sollen die HSV-Profis künftig weniger Gehalt einstreichen.

Hamburg - Nach dem Dämpfer, dass der Stadtrivale FC St. Pauli Herbstmeister ist, gilt es nun, den nächsten Brocken zu schlucken. Wegen der bundesweiten Zuschauerbegrenzung ist aktuell nur eine maximale Anzahl von 15.000 Zuschauern pro Partie bei den Hanseaten im Volkspark erlaubt. Der Zuschauerschnitt in den letzten Spielen der Rothosen erreichte diese Saison einen Minusrekord. Aufgrund einer im Vertrag manifestierten „Pandemie-Klausel“, müssen die Profis der Hamburger jetzt deshalb zusätzlich, neben dem Verlust der eigenen Fans, auch noch mit Gehaltskürzungen rechnen, wie die Sport-Bild berichtet.

Verein:Hamburger SV
Gegründet am:29. September 1887
Spielstätte:Volksparkstadion
Anzahl Zuschauerplätze / aktuelle Auslastung57.000 / max. 15.000

Laut der Sport-Bild sind von der Klausel allerdings nicht alle Spieler betroffen: Die Klausel soll in die Verträge von Spielern integriert worden sein, die erst im Frühjahr 2020 an die Elbe zum HSV gekommen sind. In das Raster würden dann HSV-Akteure wie zum Beispiel Allrounder Moritz Heyer, Manuel Wintzheimer, „Van der Vaarts Erbe“ Ludovit Reis sowie noch weitere der aktiven Profis beim Hamburger SV fallen.

Sparmaßnahmen, Verletzungssorgen und der Fall Bakery Jatta machen dem HSV das Leben schwer.

Ein durchsichtiges EURO Zeichen vor der Raute des Hamburger SV
Beim Hamburger SV greift jetzt die „Pandemie-Klausel“ in den Verträgen von Spielern, die nach dem Frühjahr 2020 zum HSV kamen. © Ralph Peters/imago

Der HSV hat also den Spar-Modus rund ums Volksparkstadion angeschmissen. In Zeiten wie diesen eine nicht ungewöhnliche Methode, da viele Vereine in den deutschen Ligen jeden Cent umdrehen müssen. Manche bangen sogar um ihre Existenz und könnten jetzt aufgrund der neuen Corona-Beschränkungen nochmal deutlich ins Wanken geraten. Durch das Corona-Hilfspaket für deutsche Profi-Vereine, das bis 2022 verlängert wird, gibt es jedoch weiterhin ein wenig Unterstützung vonseiten des Bundes.

Neben den Sparmaßnahmen im Volkspark bahnt sich in Hamburg zudem ein sportlicher Machtwechsel. Der Herbstmeister dieses Jahr lautet FC St. Pauli, was HSV-Coach Tim Walter jedoch kalt lässt. Viele Anhänger der Rothosen werden diese Nachricht sowie die Ergebnisse der Kiezkicker mit einem Grummeln im Bauch wahrgenommen haben. Drei Derbysiege infolge feierte man gegen den Hamburger SV, die aktuell auf dem 7. Tabellenplatz der Zweiten Bundesliga stehen.

Der Hamburger SV bleibt ein Sorgenkind der Zweiten Bundesliga

Als wäre die Corona-Situation nicht bereits schlimm genug, kommt der Hamburger SV aufgrund der Geschehnisse rund um die Personalie Bakery Jatta, der von vielen Rückendeckungen bekommt, nicht wirklich zur Ruhe. Bakery Jattas Anwalt äußerte sich kürzlich öffentlich zu den Vorwürfen gegen den 23-jährigen Gambier. Viele Sorgen beherrschen den Nordklub aktuell. HSV-Coach Tim Walter hat mit dem Hamburger Top-Talent Faride Alidou immerhin einen wahren Lichtblick im Volkspark.

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Ganz, ganz bescheidene Zeiten für die Rothosen, die neben Verletzungssorgen und der Anklage der Hamburger Staatsanwaltschaft wegen Zweifeln an Bakery Jattas Identität jetzt auch noch mit Sparmaßnahmen leben müssen. Es bleibt spannend im Volkspark. Ob und vor allem wie der Hamburger SV um HSV-Coach Tim Walter diese Probleme geregelt bekommt, bleibt offen. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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