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HSV-Legende Uwe Seeler: Wutrede gegen Derby-Schiri – Panik wegen Walters Team

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Von: Jan Knötzsch

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Der verliert HSV im Derby. Der Schuldige nach Meinung vieler: der Referee. Auch Legende Uwe Seeler findet nach dem Spiel klare Worte – an mehrere Adressaten.

Hamburg – Dieses Derby zwischen dem Hamburger SV und dem SV Werder Bremen hatte alles, was so ein Derby – und zugleich auch ein Spitzenspiel – ausmacht: Eine – zumindest in Anbetracht der Beschränkungen wegen der Coronavirus-Pandemie – angemessene Kulisse mit 25.000 Zuschauern, die zum Aufeinandertreffen der beiden Nord-Rivalen ins Volksparkstadion durften. Dann fünf Tore, bei denen sich die Fans des HSV, an die Sportdirektor Michael Mutzel zuletzt einen Appell gesendet hatte, eine andere Verteilung gewünscht hätten. Und dann hatte dieses Derby jede Menge an Emotionen. Nur letztlich eben kein Happyend für die Mannschaft von HSV-Trainer Tim Walter.

Letzteres sowie die Verteilung – nein, eher: die Entstehung von zwei Treffern für den SV Werder Bremen – bringen Uwe Seeler auf die Palme. Die HSV-Legende, bis zum Absturz in Liga zwei zu Bundesliga-Zeiten gefühlt immer in ewiger Angst, der HSV könne absteigen, hat nach dem Derby klare Worte gefunden. An den Schiedsrichter. Und über die Aufstiegs-Hoffnungen des Zweitligisten aus der Hansestadt Hamburg.

Ex-Fußballspieler:Uwe Seeler
Geboren:5. November 1936 (Alter: 85 Jahre) in Hamburg
Ehepartnerin:Ilka Seeler
Kinder:Frauke Seeler
Enkel:Levin Ötzunali (Bundesliga-Spieler bei Union Berlin)

HSV-Legende Uwe Seeler: Darum nimmt er nach dem Derby gegen Werder Bremen den Schiri ins Visier

Der Frust nach dem Derby in Hamburg saß bei den Kickern aus dem Volkspark tief. Nicht nur bei HSV-Legende Uwe Seeler, sondern auch beim Anhang – wo sich mancher die fast schon überflüssige Abschaffung des Video-Assistenten (VAR) im sogenannten Kölner Keller wünscht. Und auch die Spieler des HSV – der Klub ist derweil daran interessiert, einen Ex-Spieler des FC St. Pauli zu verpflichten – kamen nicht umhin, ihren Unmut öffentlich zu äußern. So wie Jonas Meffert, der die umstrittenen Entscheidungen von Schiedsrichter Daniel Siebert als „lächerlich“ bezeichnete. Und auch HSV-Trainer Tim Walter kommentierte, wenn auch mit etwas Abstand zum Spiel, manches kritisch.

Im Hintergrund diskutiert HSV-Spieler Robert Glatzel mir Schiedsrichter Dominik Siebert. Im Vordergrund gestikuliert HSV-Ikone Uwe Seeler.
HSV-Legende Uwe Seeler (rechts) findet nach dem Derby deutliche Worte – an gleich mehrere Adressaten. (24hamburg.de-Montage) © Oliver Ruhnke/imago

Vor allem in Bezug auf die Elfmeter-Entscheidungen des Referees, die maßgeblichen Anteil daran hatten, dass der SV Werder Bremen um die „hässlichen Vögel“ Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug am Ende das Volksparkstadion als Sieger verließen und die Hamburger, die bei den strittigen Szenen diesmal sogar Sky-Experte Torsten „Tusche“ Mattuschka bei der HSV-Pleite auf ihrer Seite wussten, leer ausgingen. Und oben auf der Tribüne in der Arena ärgerte sich neben den „Normalos“ unter den HSV-Fans auch der prominenteste Sympathisant des Klubs: Uwe Seeler.

Uwe Seeler: Das stört ihn am Auftritt des Teams von HSV-Trainer Uwe Seeler – und so denkt er über die Aufstiegschancen

Die Vereinslegende, schon vor der Saison ob der HSV-Transfers, die er nicht nachvollziehen konnte, zu einem Mann der deutlicheren Töne mutiert, nahm nach dem Derby zwischen dem HSV und Werder Bremen nicht das berühmte Blatt vor den Mund, sondern ließ gegenüber der BILD Dampf ab. „Der Schiri hat wirklich katastrophal gepfiffen. Ich habe einige Entscheidungen anders gesehen“, stellte Seeler, der nach langen Monaten ohne einen Stadionbesuch erstmals wieder „seinen“ HSV live vor Ort verfolgte, unmissverständlich fest, knöpfte sich allerdings in seiner Analyse des verlorenen Derbys nicht nur den Spielleiter vor. Sondern auch die Mannschaft von Trainer Tim Walter.

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Die klaren Worte von „Uns Uwe“, dem nicht nur wegen des Schiedsrichters zumindest so ein klein wenig der Kragen platzte: „Ich finde, dass wir die erste Halbzeit verschlafen haben“, so Uwe Seeler via BILD über den Auftritt des HSV, der sich in der Woche vorm Derby über ein „Liebesbekenntnis“ von HSV-Sportvorstand Jonas Boldt freuen durfte. „Die zweite Hälfte war in Ordnung. Am Ende haben wir Pech gehabt, hätten einen Punkt wenigstens verdient gehabt“, so Seeler weiter, der wieder einmal Angst hat. Nein, beileibe nicht – so wie über Jahre in der Bundesliga – vor einem Abstieg.

Vielmehr vorm erneuten Nicht-Aufstieg. „Seit vielen Jahren gewinnen wir in den wichtigen Phasen der Saison einfach nicht die entscheidenden Spiele“, sagt er in der BILD. „Nur Gott weiß, ob wir es zurück in die Bundesliga schaffen“, erklärt Uwe Seeler. Da hilft dann wohl nur noch abwarten. Und beten. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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