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„Kann mal richtig ins Auge gehen“: Das stört Ex-HSV-Kicker Hoogma an Walters Team

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Von: Jan Knötzsch

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Der HSV ist mittendrin im Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga. Besser könnte es für das Team kaum laufen. Ein Ex-HSV-Spieler sieht trotzdem ein Problem.

Hamburg – Es könnte kaum besser laufen. Na ja, eine kleine Idee vielleicht. Dann nämlich, wenn der Hamburger SV in der Tabelle der zweiten Liga auch noch den ungeliebten Stadtrivalen FC St. Pauli und den großen Nord-Widersacher SV Werder Bremen hinter sich hätte. Dann nämlich wäre die Mannschaft von HSV-Trainer Tim Walter Tabellenführer in der zweiten Liga. So steht der HSV, bei dem es HSV-Transfergerüchte gibt, dass Giorgi Chakvetadze über den Sommer hinaus bleibt, auf dem dritten Platz. Das würd zur Teilnahme an der Relegation berechtigen.

Der Traum vom HSV-Aufstieg in die Bundesliga lebt. Aktuell vielleicht mehr denn je. Und trotzdem: Perfekt ist längst nicht alles. Kritik gibt es weiterhin. Unter anderem hat ein Ex-HSV-Profi etwas zu sagen. Um was geht es?

Ex-Fußballspieler:Nico-Jan Hoogma
Geboren:26. Oktober 1968 (Alter: 53 Jahre) in Heerenveen/Niederlande
Zeit beim HSV:1998 bis 2004
Aktuelle Tätigkeit:Sportdirektor beim niederländischen Fußballverband (seit 2018)

Darum sieht Ex-HSV-Spieler Nico-Jan Hoogma ein Problem in der HSV-Abwehr – und so würde er es lösen

Zuletzt passt bei den Hamburgern einfach vieles wie die berühmte sprichwörtliche Faust aufs Auge: Sonny Kittel wird gegen Heidenheim zum HSV-Doppelpacker und Rekordmann. In der Woche davor machte HSV-Stürmer Robert Glatzel die Zweite Liga spannend wie nie und schoss den HSV mit seinem Hattrick gegen Spitzenreiter Darmstadt 98 in einen wahren „Aufstiegsrausch“. Dennoch tritt HSV-Trainer Tim Walter auf die Euphoriebremse, konstatiert, dass es beim HSV absolut keinen Anlass gibt, um auszuflippen. Recht hat der Mann, der sich gern wortreich mit TV-Experten wie Martin Harnik anlegt oder TV-Reporter wie Torben Hoffmann rüffelt.

Im Hintergrund eine Hamburg- und eine HSV-Fahne. Im Vordergrund Ex-HSV-Spieler Nico-Jan Hoogma und HSV-Trainer Tim Walter.
Ex-HSV-Profi Nico-Jan Hoogma (links) kritisiert einen speziellen Punkt beim Team von HSV-Trainer Tim Walter. (24hamburg.de-Montage) © Michael Schwarz/imago

Martin Harnik hat inzwischen erkannt, dass der HSV im Aufstiegskampf zu einer der großen Nummern gehören dürfte. Der Ex-HSV-Profi hat den Verein aus dem Volksparkstadion, der darauf hoffen darf, bald wieder vor mit HSV-Fans komplett gefüllten Rängen aufzulaufen, jedenfalls definitiv auf der Rechnung. Apropos auf der Rechnung: Für den Sommer 2022, in dem Faride Alidou den HSV zu Eintracht Frankfurt verlässt, ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch wieder mit Neuzugängen und HSV-Transfergerüchten zu rechnen – auch wenn die Kasse beim HSV weiterhin nicht allzu prall gefüllt ist.

Steigt der HSV in die Bundesliga auf ? So beurteilt Ex-HSV-Spieler Nico-Jan Hoogma die Situation

Eines dieser HSV-Transfergerüchte gibt es bereits jetzt: Der HSV und sein Sportvorstand Jonas Boldt sollen, was mögliche „Neue“ für die kommende Spielzeit angeht, ein Talent an der Angel haben: Das HSV-Transfergerücht besagt, dass der HSV einen Abwehrspieler von RB Leipzig verpflichten will. Der Haken wie immer: Auch die Konkurrenz schläft nicht und hat ihre Fühler bereits nach dem Talent ausgestreckt. Aber braucht der HSV in der Abwehr überhaupt wen? Schließlich stellt das Team von Trainer Tim Walter die best Defensive. Nun: Alternativen kann man nie genug haben. Kurios übrigens, dass ein Ex-HSV-Spieler nach dem Match gegen Heidenheim ausgerechnet die Abwehr auf dem Kieker hat.

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Nico-Jan Hoogma, von 1998 bis 2004 als Abwehrspieler beim HSV aktiv, kritisiert das „Hin- und Hergeschiebe“ in der HSV-Defensive. „Das kann mal richtig ins Auge gehen. Ein einfaches Ballwegschießen in höchster Not würde ich vorziehen“, sagte Hoogma der BILD-Zeitung, weiß aber auch: „Aber bislang ging es ja gut. Der HSV hat mit Abstand die beste Abwehr. Da fehlen mir logischerweise die Argumente.“ Korrekt. Doch Hoogma ist und bleibt ein kritischer Geist – auch was den Aufstieg des HSV in die Erste Bundesliga angeht.

Kostprobe gefällig? „Für mich sieht das Team deutlich stabiler aus als in den vergangenen Spielzeiten. Doch wenn der HSV am Samstag in Sandhausen nicht gewinnt, ist der Sieg gegen Heidenheim auch nicht ganz so viel wert ...“, stellt Hoogma in der BILD fest. Und liegt wohl wieder – trotz kritischer Töne – zumindest nicht ganz falsch. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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