Verletzungspech bei HSV

HSV-Abwehrspieler Jan Gyamerah: Comeback nach Wadenbeinbruch und langer Pause

  • Nicolai Hackbart
    vonNicolai Hackbart
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Der Fußballspieler erlitt im Training einen Wadenbeinbruch. Jetzt arbeitet sich der Verteidiger zum Comeback in der 2. Bundesliga vor.

  • Jan Gyamerah bricht sich im HSV-Training das Wadenbein
  • Seine Freundin Paulina und die Teamkollegen unterstützen ihn auf dem Weg zurück
  • Der Verteidiger will mit dem HSV aufsteigen und Hamburg stolz machen

Hamburg – Es war der Schockmoment im Spätsommer letzten Jahres: HSV-Abwehrspieler Jan Gyamerah brach sich im Training vor dem Spiel gegen den Lokalrivalen FC St. Pauli das Wadenbein. Der Fußballprofi blieb nach einem Zweikampf im Rasen hängen und verdrehte sich das linke Bein. Trainer Dieter Hecking brach die Einheit darauf hin ab, Gyamerahs Mitspieler waren sichtlich betroffen. Seit der Operation im September ist die Rückkehr auf den Platz des vielseitigen Verteidigers mit Traummaßen noch unklar. Sein Comeback nach Trainingsrückstand ist aber offenbar nur noch eine Frage der Zeit. Anfang März absolvierte der Fußballer eine ganze Einheit mit der Mannschaft, spielte dabei sogar in der ersten Elf. Gyamerah überzeugte bis zu seiner Verletzung im HSV-Dress und war Stammspieler im Volksparkstadion in Hamburg.

NameJan Kwasi Gyamerah
Geburtstag und Alter18. Juni 1995, wird 2020 25 Jahre alt
GeburtsortBerlin
aktueller WohnortHamburg
Größe1,84 Meter
Gewicht77 Kilogramm

Hamburger SV-Abwehrspieler Jan Gyamerah nach Verletzung: Seine Freundin gibt ihm Kraft

Die Verletzung war zunächst ein Schlag ins Gesicht. Bei seinem Wadenbeinbruch hat der Deutsch-Ghanaer mit der Rückennummer 2 sofort gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Ans Aufgeben hat HSV-Abwehrspieler Jan Gyamerah aber nie gedacht. Er kämpfte sich durch die Reha, trainierte monatelang individuell, nur um irgendwann wieder in der 2. Bundesliga auf dem Platz zu stehen. Seit Tag eins an seiner Seite: Freundin Paulina Roehrig. Die Studentin war bereits kurz nach der OP an Gyamerahs Krankenbett, gab ihm Kraft und half bei seinem Weg zurück auf den Platz. Und etwas Positives hatte die Zeit zu Hause dann doch: Jan und Paulina konnten zusammen pauken. Gyamerah studiert nebenbei Sport-Business, seine Freundin hat Sales-Management studiert.

Jan Gyamerah: Karrierestart im Ruhrgebiet

Geboren wurde HSV-Abwehrspieler Jan Gyamerah in Berlin. Seine fußballerische Ausbildung genoss er bei Arminia Bielefeld und in Bochum. Beim VfL stieg er dann auch zum Profi auf, absolvierte insgesamt 74 Spiele in der 2. Bundesliga an der Castroper Straße. Auch in seiner Zeit beim VfL Bochum ließ sich der Fußballer nicht von Verletzungen aufhalten – selbst nicht bei seiner eineinhalbjährigen Zwangspause durch eine Adduktorenverletzung von März 2014 bis Juli 2015. Danach kam er stärker als je zuvor zurück, wurde drei Jahre lang Stammspieler und blieb von größeren Verletzungen verschont. Bis jetzt.

HSV-Spieler Jan Gyamerah in Hamburg: Transfermarkt, Gehalt, Vertrag

Seit dem 1. Juli 2019 ist er nun im HSV-Team. Großes Ziel ist dabei natürlich der Aufstieg in die Bundesliga. Die Dienste des Abwehrspielers sicherte sich der Hamburger SV übrigens ablösefrei. Der Transfermarktwert beim Zeitpunkt des Wechsels betrug 1,5 Millionen Euro. Ein Schnäppchen also für den Verein mit der Raute. Der Vertrag in der Hansestadt ist aktuell noch bis zum 30. Juni 2022 datiert. Sein Gehalt wird auf 900.000 Euro pro Jahr geschätzt. Wenn HSV-Abwehrspieler Jan Gyamerah an seine Leistungen vom Anfang der Saison anknüpfen kann, könnte es wohl auch eine Verlängerung geben. Beraten wird der Rechtsverteidiger von der Spielerberateragentur Clever Sports GmbH.

Jan Gyamerah im Spiel gegen TSV Buchholz

Jan Gyamerah ist begeistert vom Spirit des HSV-Teams

Seit Tag eins fühlt sich der Fußballer beim Hamburger SV wohl, fand schnell eine Wohnung, geht an der Elbe spazieren und genießt das Leben in der Hansestadt. Und von seinen Teammitgliedern ist er begeistert: Nach der schweren Verletzung kam das gesamte Team zum Besuch ins Krankenhaus. Der derzeit degradierte HSV-Spieler Kyriakos Papadopoulos war dabei der Erste und brachte eine ganze Tüte voller Lebensmittel mit. Aber auch das restliche Team schaute vorbei, spendete Trost. Was für eine Anteilnahme!

HSV-Abwehrspieler Jan Gyamerah will sich hinsichtlich seines Comebacks selbst keinen Druck machen. Er wartet geduldig, bis er wieder vollständig genesen ist. Momentan sieht es allerdings so aus, als würde es nicht mehr allzu lange dauern, bis der Defensiv-Allrounder mit seinen Kollegen wieder um den Aufstieg in die Bundesliga mitspielt.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Axel Heimken/dpa

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