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Ist Leibold-Ersatz Miro Muheim dem HSV zwei Millionen Euro wert?

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Von: Robin Dittrich

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Miro Muheim dreht beim HSV als linker Verteidiger auf. Im Sommer müsste er zurück zum FC St. Gallen. Ziehen die Hamburger die Kaufoption? Es geht um viel Geld.

Hamburg – Der Kreuzbandriss von Ersatz-Kapitän Tim Leibold im Pokal-Spiel gegen den 1. FC Nürnberg war für den Hamburger SV die Schocknachricht der Saison. Der Linksverteidiger galt nicht als eins zu eins ersetzbar – zu wichtig war er für das Aufbauspiel und die Stabilisierung der Defensive. Doch eine Alternative musste her: Miro Muheim. Er kam, sah und überzeugte. Seit zwölf Ligaspielen läuft Muheim jetzt schon auf links auf und ist nicht mehr wegzudenken.

Fußballspieler:Miro Muheim
Geboren:24. März 1998 in Zürich, Schweiz
Position:Linker Verteidiger
Marktwert:1,5 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de)

Zwei Millionen Euro: Miro Muheim könnte für den HSV richtig teuer werden

Der Hamburger SV lieh Miro Muheim erst im vergangen Sommer vom FC St. Gallen aus und sicherte sich eine Kaufoption. Über die Höhe wurde lange spekuliert, nach BILD-Informationen liegt sie bei rund zwei Millionen Euro. Kann sich der HSV das leisten? Bei einem Aufstieg in die Bundesliga wäre das durchaus möglich. Mehrere Statistiken sprechen für einen Gang ins Oberhaus. Doch lohnt sich eine Verpflichtung? Der verletzte Tim Leibold wird zur neuen Saison voraussichtlich wieder fit sein. Sein Stammplatz als linker Verteidiger war ihm bisher immer sicher.

Miro Muheim steht applaudierend für einer vollen Tribüne im Hamburger Volksparkstadion.
Bleibt Miro Muheim noch länger beim Hamburger SV? (24hamburg.de-Montage) © Julien Christ/Marcel von Fehrn/Imago

Oder läuft Miro Muheim dem ehemaligen Kapitän Leibold sogar den Rang ab? Das dürfte erst einmal bezweifelt werden, ist aber auch nicht ausgeschlossen. Der fünf Jahre jüngere Muheim ist ein Mann für die Zukunft. Leibolds Vertrag läuft noch bis Ende der Saison 2022/23 – mit wem plant der HSV also? Bei einem Aufstieg und entsprechendem Geldregen wäre sogar eine Verpflichtung von beiden denkbar. Leibold und Muheim könnten beide auch ins linke Mittelfeld ausweichen. Insbesondere wenn Sonny Kittel aufgrund des Abgangs von Faride Alidou eine Position nach vorne rücken sollte.

Nach einigen geplatzten Transfers im Winter soll im Sommer die Offensive kommen

Nachdem die Transfer-Offensive von Sportvorstand Jonas Boldt und Sportdirektor Michael Mutzel im Winter eher in einem Desaster endete, wollen sie im Sommer wieder angreifen. Im Raum steht die Verpflichtung eines weiteren Abwehrspielers von RB Leipzig. Dazu kommen könnte eben der Muheim-Transfer – seine bisherigen Leistungen sprechen dafür. Beim 5:0-Sieg gegen Darmstadt 98 konnte der 23-Jährige sogar seinen ersten Assist verbuchen. Tendenz: Geht‘s in die Bundesliga, bleiben Leibold und Muheim. In Liga zwei hat der HSV wohl nur Geld für einen Linksverteidiger.

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Für den Hamburger SV ist es also in vielerlei Hinsicht wichtig, endlich den Aufstieg in die Bundesliga zu schaffen. Die letzten Partien gegen direkte Konkurrenten machen Hoffnung, auch wenn Trainer Tim Walter auf die Euphorie-Bremse tritt. Gegen den SV Sandhausen am 19. Februar 2022 soll die Siegesserie weiter ausgebaut werden. Danach folgt schon das Nordderby gegen Werder Bremen im Volksparkstadion. Die Partie kann wie gegen Heidenheim vor 10.000 Zuschauern stattfinden. Sportdirektor Michael Mutzel hat einen klaren Apell an die HSV-Fans: gemeinsam in Richtung Aufstieg – mit Miro Muheim. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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