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Investor Klaus-Michael Kühne will Neustart beim HSV – ohne Präsident Jansen

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Von: Robin Dittrich

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Der HSV kommt trotz sportlichen Erfolgs nicht gänzlich zur Ruhe. HSV-Investor Kühne wandte sich jetzt von Präsident Jansen ab – muss dieser jetzt gehen?

Hamburg – Klaus-Michael Kühne ist Anteilseigner an der HSV Fußball AG. Um Forderungen und Kritik am Hamburger SV ist Kühne nie verlegen. Jetzt machte er in einem Interview deutlich, dass er sich einen Neuanfang beim HSV wünscht – ohne Präsident Marcell Jansen. Auch Vorstand Jonas Boldt steht auf der Kippe.

Fußballverein:Hamburger SV
Gründung:29. September 1887
Präsident:Marcell Jansen
Anteilseigner:Klaus-Michael Kühne

Klaus-Michael Kühne fordert einen Neuanfang beim HSV – ohne Präsident Jansen

Seit 2019 ist der ehemalige Profifußballer Marcell Jansen Präsident des Hamburger SV e.V. In seiner Amtszeit war Jansen nicht frei von Kritik anderer Funktionäre. Bisher konnte sich der 37-Jährige jederzeit durchsetzen – wie 2021, als er sich gegen Vizepräsident Thomas Schulz behauptete. Wenn es nach HSV-Anteilseigner Klaus-Michael Kühne geht, war Jansen jedoch die längste Zeit Präsident. Kühne hält aktuell 15,21 Prozent an der HSV Fußball AG und machte zuletzt mit einem Angebot über 120 Millionen Euro an den HSV auf sich aufmerksam.

Klaus-Michael Kühne fordert den Abgang von HSV-Präsident Jansen – auch Vorstand Boldt auf der Kippe.
Klaus-Michael Kühne fordert den Abgang von HSV-Präsident Jansen – auch Vorstand Boldt auf der Kippe. © Oliver Ruhnke/Imago/Christina Sabrowsky/dpa /Montage)

In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt machte Kühne deutlich, was er von Marcell Jansen in der Führungsposition vom HSV hält: nichts. „Leider ist er unter den Einfluss von Wüstefeld und Dinsel geraten. Für das personelle Hickhack ist er verantwortlich, was sich auf den Verein negativ auswirkt. Wir brauchen einen Neubeginn“, so Kühne mit Blick auf den Ex-HSV-Vorstand und den Aufsichtsrat. Präsident Jansen hatte sich lange Zeit hinter den ehemaligen HSV-Finanzvorstand Thomas Wüstefeld gestellt, der den Verein erst kürzlich verlassen musste.

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Kühne mit 120 Millionen Euro Angebot – HSV-Vorstand Jonas Boldt auf der Kippe

Klaus-Michael Kühne kehrte dem HSV in der Vergangenheit häufiger den Rücken – allerdings nie komplett. Er war nicht immer zufrieden mit der Personalpolitik und dem wirtschaftlichen Geschehen beim HSV. Mit seinem Angebot über 120 Millionen Euro will Kühne allerdings mehr Mitspracherecht, um die Wettbewerbsfähigkeit der Rothosen zu sichern. Dafür möchte der 85-Jährige seine Anteile am HSV auf fast 40 Prozent erhöhen. Jansen stellte sich bisher dagegen.

Fordert Kühne deshalb seine Ablösung? Kühnes erstem Wunsch wurde schon gefolgt: Thomas Wüstefeld ist nicht länger im Verein.

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Im Abendblatt-Interview kommt auch der mittlerweile alleinige HSV-Vorstand Jonas Boldt zur Sprache – und steht für Kühne zur Debatte. Boldts Job und seine Zukunft scheinen für Kühne an Bedingungen geknüpft zu sein: „Er hat als Sportvorstand gute Arbeit geleistet. Ihm sollte man weiter eine Chance geben, wenn der Aufstieg gelingt.“ Und wenn nicht? Die Rothosen brauchen laut Kühne sowieso noch einen weiteren starken Vorstand an Boldts Seite.

Aber: Weder Boldt noch Jansen dürften gewillt sein, ihre Positionen beim HSV aufzugeben. Jansen schloss erst kürzlich einen HSV-Rücktritt aus. Kühne wird – anders als bei Wüstefeld – also (vorerst) nicht erhört.

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