Elfer nicht gegeben

HSV-News: Elfmeter übersehen – Günter Perl kriegt HSV-Verbot

  • Susanne Kröber
    VonSusanne Kröber
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Katerstimmung beim HSV nach der Derby-Pleite gegen St. Pauli. Nicht ganz unbeteiligt an der Niederlage: Video-Schiri Günter Perl! Und das nicht zum ersten Mal.

Hamburg – Am dritten Spieltag der Zweiten Bundesliga kassierte der HSV seine erste Niederlage. Besonders schmerzhaft: Stadtrivale St. Pauli besiegte die Mannschaft von Trainer Tim Walter mit 3:2. Ein Knackpunkt im Spiel war sicherlich die Aufreger-Szene um den nicht gegebenen Elfmeter in der 53. Minute.

Fußballverein:Hamburger SV
Trainer:Tim Walter
Gründung:29. September 1887, Hamburg
Kapazität:57.000
Präsident:Marcell Jansen

Paulis Jakov Medic brachte im Strafraum HSV-Spieler Bakery Jatta zu Fall, Schiedsrichter Harm Osmers ließ jedoch weiterlaufen. Der perfekte Zeitpunkt für VAR (Video Assistant Referee) Günter Perl, die Situation zu klären. Aber der Video-Schiri schaltete sich nicht ein und brachte den HSV so beim Stand von 1:1 um eine klare Torchance.

HSV-Trainer Tim Walter: „Es ist unstrittig, dass das ein Elfmeter war“

Die HSV-Verantwortlichen vermieden es nach dem Derby in Hamburg, den nicht gegebenen Elfer als Ausrede für die bittere Niederlage gegen den FC St. Pauli zu benutzen. Kurz nach der umstrittenen Szene sorgte der Doppelpack von Paulis Simon Makienok dann jedoch für einen Rückstand, dem die Rothosen im weiteren Spielverlauf vergeblich hinterherliefen.

Bakery Jatta (rechts) will den Elfer, Schiri Harm Osmers lässt weiterlaufen, da VAR Günter Perl nicht einschreitet. (24hamburg.de-Montage)

„Es ist eine entscheidende Szene. Ich glaube, es ist unstrittig, dass das ein Elfmeter war“, machte HSV-Trainer Walter seinem Ärger nach dem Abpfiff Luft. Besonders regte ihn auf, dass der Videobeweis gar nicht in Anspruch genommen wurde. „Ich halte es für zweifelhaft, dass man sich das nicht anguckt. Es soll aber nicht als Ausrede gelten. Ich suche die Fehler bei uns“, so Walter laut Bild.

Nach dem Stadt-Derby: Droht Video-Schiri Günter Perl ein Einsatz-Verbot beim HSV?

Sie werden wohl keine Freunde mehr, Video-Assistent Günter Perl und der Hamburger SV. Denn der Schiedsrichter sorgte schon in früheren Partien für strittige Szenen beim HSV. 2016 hagelte es nach der 2:3-Niederlage der Rothosen auf Schalke Kritik für Schiri Perl, nachdem ihm mehrere Fehler unterlaufen waren. Am vorletzten Spieltag der Abstiegssaison 2017/18 des ehemaligen Bundesliga-Dinos brachte Tatsuya Ito den HSV mit 1:0 gegen Frankfurt in Führung. Aufgrund einer vermuteten Abseitsstellung schaltete sich Perl in seiner Funktion als VAR ein, das Tor der Hamburger wurde nicht gegeben.

Und auch in der Zweiten Liga gab es schon Ärger zwischen Perl und dem Hamburger SV. Am 32. Spieltag bekam der HSV beim Spielstand von 1:1 gegen den VfL Osnabrück in der Nachspielzeit einen klaren Elfer nicht – Video-Assistent war erneut Günter Perl. „Ich weiß nicht, warum Perl von außen nicht eingegriffen hat“, monierte der damalige HSV-Coach Dieter Hecking. Nun will der Hamburger SV laut Mopo bei der DFL bewirken, dass Perl zukünftig nicht mehr als Video-Schiri bei HSV-Spielen eingesetzt wird. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Oliver Ruhnke/Lobeca

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