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„Ich finde das respektlos“: Warum HSV-Boss Jonas Boldt im TV mächtig meckert

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Von: Jan Knötzsch

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Der HSV schwächelt in der Zweiten Liga. Und bekommt entsprechend Gegenwind. Das findet HSV-Boss Boldt alles andere als toll und reagiert genervt auf eine Frage.

Hamburg – Es ist ein ständiges Auf und Ab. An einem Tag überwiegen die positiven HSV-News, am nächsten dann bereits wieder die nicht ganz so tollen HSV-Neuigkeiten. Bei manchen HSV-News geht das Ganze sogar binnen eines Tages: So wie am Dienstag, 8. März 2022, als das Amtsgericht Hamburg-Altona erst ein Verfahren gegen HSV-Spieler Bakery Jatta abgelehnt hat und dann bekannt wurde, dass im Identitätsstreit um den HSV-Kicker doch noch kein Ende da ist – weil die Staatsanwaltschaft noch eine kleine Hintertür hat. Und auch Jonas Boldt kann dieses berühmte Lied singen.

Da darf sich der HSV-Sportvorstand zunächst Hoffnungen machen, dass nochmal neue Kohle in die HSV-Kasse fließt und dann muss Jonas Boldt, der sich gerade erst zum HSV bekannt hat und gegen die Corona-Politik in Hamburg wütete, im TV ganz deutliche Töne anbringen. 24hamburg.de/hsv verrät, warum der HSV-Sportvorstand aus der Haut fährt.

Fußballfunktionär:Jonas Boldt
Geboren:19. Januar 1982 (Alter 40 Jahre), Nürnberg
Position beim HSV:Sportvorstand
Vertrag beim HSV bis:30. Juni 2023

HSV-Sportvorstand Jonas Boldt: Auf dieses Thema reagiert er in TV-Sendung allergisch

Es gibt wahrlich schönere Termine, als sich nach der Pleite gegen den 1. FC Nürnberg der breiten Öffentlichkeit zu stellen. Vor allem, wenn der HSV davor auch schon das Derby gegen Werder Bremen verloren hat. Da hängt die Laune schon mal eine Etage tiefer als sie wollte – auch wenn zwischendurch die Heldentaten von HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes im DFB-Pokal für ein weitaus fröhlicheres Gemüt bei Jonas Boldt gesorgt haben dürften. Aber: Der Aufstieg aus der Zweiten Liga ist mal wieder in Gefahr. Es droht das gleiche Schicksal wie in den vergangenen drei Jahren. Auch wenn Sportdirektor Michael Mutzel überzeugt ist, dass der HSV nicht einbricht.

Im Hintergrund eine TV-Kamera mit einem Sport1-Mikrofon in einem Raum. Im Vordergrund HSV-Sportvorstand Jonas Boldt.
Leicht genervter Blick: HSV-Sportvorstand Jonas Boldt sieht sich in einer Sport1-Sendung einer Frage ausgesetzt, die er so ganz und gar nicht nachvollziehen kann. (24hamburg.de-Montage) © ActionPictures/Oliver Ruhnke/imago

Dafür aber müsste der HSV dem Rückrunden-Trauma entkommen. Ob das gelingt, steht genauso in den Sternen wie die Antwort auf die Frage, wann denn im Identitätsstreit um HSV-Spieler Bakery Jatta nun wirklich endlich Ruhe herrscht und alle Parteien die Sache ad acta legen. Ad acta legen möchte Jonas Boldt auch etwas ganz anderes. Nämlich, dass es in der Phase, in der der Zweitligist aus der Hansestadt Hamburg aktuell wieder einmal schwächelt, auch noch zu Diskussionen um HSV-Trainer Tim Walter kommt, der in dieser Saison schon oft genug Kritik einstecken musste – so zum Beispiel in der Hinrunde nach dem Derby gegen Werder Bremen von TV-Experte Martin Harnik, mit dem sich der HSV-Coach zoffte.

Diskussionen um HSV-Trainer Tim Walter: So deutlich positioniert sich Sportvorstand Jonas Boldt

Doch das Fußball-Geschäft läuft nun einmal anders. Und so hat sich HSV-Sportvorstand Jonas Boldt ganz frisch mit der Frage konfrontiert gesehen, wie es denn um die Zukunft von HSV-Coach Tim Walter bestellt sei. Und zwar im Zweitliga-Doppelpass beim TV-Sender Sport1, wo Boldt zu Gast war. Und auf die Frage alles andere als zurückhaltend reagierte. Eher schon ziemlich genervt, wie die Mecker-Attacke des HSV-Sportdirektors zeigt. „Ich finde das respektlos und muss da mal unterbrechen“, platzt es in der Sendung aus Jonas Boldt heraus, für den klar ist, dass er sich in keinster Form auf eine Was-wäre-wenn-Diskussion um seinen Übungsleiter und dessen mögliche Ablösung im Falle eines erneut verpatzten Aufstiegs in die Bundesliga einlassen will.

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„Für uns steht von vornherein in dieser Saison die Entwicklung im Vordergrund. Solange die Entwicklung der Mannschaft, des Vereins, des Trainers weiter so gelebt wird, ist das völlig uninteressant“, bremst HSV-Sportvorstand Jonas Boldt von vornherein jegliche Diskussionen in der Sport1-Sendung um die Zukunft von Tim Walter aus. Vielmehr stellt der HSV-Boss dem Coach eine Arbeitsplatzgarantie länger als bis zum Saisonende aus – auch für den Fall, dass es in Sachen Aufstieg schief geht: „Tim Walter ist ein hervorragender Trainer, mit dem die Arbeit sehr, sehr viel Spaß macht. Und jeder, der sich mit der 2. Liga auseinandersetzt und sieht, wie wir Fußball spielen, kann das anerkennen“, so Boldt. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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