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HSV-Ultras lehnen Rückkehr ins Volksparkstadion ab

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Von: Robin Dittrich

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Der HSV und ihre Fans hatten auf ein Comeback gehofft, das bleibt gegen Regensburg zumindest aus. Die Ultras kehren nicht ins Volksparkstadion zurück – vorerst.

Hamburg – Der HSV muss auch im Spiel gegen Jahn Regensburg auf seine Ultras verzichten. Die Stimmungs-Könige des Volksparkstadions weigern sich weiter, ins Stadion zurückzukehren. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, fiel die Entscheidung erst kurz vor dem Spiel. Die Ultra-Gruppierungen wollten die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz abwarten.

Ohne den Support der Nordkurve droht abermals verhaltene bis schlechte Stimmung im Stadion. Wann bringen die Ultras das Volksparkstadion endlich wieder zum beben?

Fußballstadion:Volksparkstadion
Zuschauerplätze:57.000
Bilanz Saison 2021/221 Sieg, 5 Unentschieden, 0 Niederlagen
Bekannte Ultra-Gruppen in Hamburg:Chosen Few, Castaways, Poptown (aufgelöst)

Die HSV-Ultras wollen ins Stadion, aber nicht unter den aktuellen Corona-Bestimmungen

Dass die Ultras des HSV ihren Verein unterstützen wollen, ist klar – deshalb sind sie Ultras. Doch nicht um jeden Preis. Sie sind mit den Beschlüssen des Bundes nicht einverstanden. Die Regeln innerhalb des Stadions stößt ihnen sauer auf. Dabei geht es insbesondere um die 2G-Regel im Volksparkstadion. Ins Stadion darf nur, wer geimpft oder genesen ist. Womöglich wird diese Regel in absehbarer Zeit sogar auf 2G Plus ausgeweitet. Dann müsste sich jeder Besucher zusätzlich vor dem Spiel testen lassen. Die Ultras sind damit nicht einverstanden.

Auf der linken Seite ist die leere Nordtribüne im Hamburger Volksparkstadion zu sehen. Rechts daneben sorgen die Ultras der ehemaligen Gruppe „Poptown“ für Stimmung.
Die Ultras des HSV kehren auch gegen Regensburg nicht zurück ins Volksparkstadion © imago

Ihnen geht es gegen den Strich, dass ein Teil ihrer Supporter damit ausgeschlossen wird. Dabei handelt es sich nicht zwingend um Impfgegner. Einige Personen innerhalb der Ultras können sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen. Da diese deshalb nicht ins Stadion dürfen, bleiben alle fern. Es ist eine Entscheidung, die vielen Hamburger Fans komisch vorkommt. So muss sich der HSV an die Beschlüsse des Bundes halten. Der Verein kann also nicht aus eigener Macht die Regeln ändern. Ein Boykott des Stadionbesuchs ist deshalb nicht für jeden nachzuvollziehen.

Die Stimmung bei HSV-Spielen im Volksparkstadion ist nicht mehr die gleiche

Ohne ihre Ultras als Anheizer ist die Stimmung im Volksparkstadion seltsam. Anders. Die HSV-Spieler werden nicht wie sonst von den Rängen nach vorne gepeitscht. Vielmehr herrscht eine betretene bis negative Atmosphäre. Nach einigen Spielen wurden die HSV-Spieler ausgepfiffen – obwohl im eigenen Stadion noch nicht verloren wurde. Das schlägt natürlich auch auf die Stimmung der Spieler. Moritz Heyer versteht die Pfiffe der Fans, wünscht sich jedoch mehr Support. Mit den Fans im Rücken könnte der HSV nach seiner Aussage noch befreiter und besser spielen.

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In der Abwesenheit ihrer Ultras muss jeder HSV-Fan alles dafür tun, damit die Spieler sich unterstützt fühlen. Wann die Ultra-Gruppen zurück ins Stadion kommen, ist völlig offen. In ihrer Abwesenheit gewannen sie von vielen Seiten sogar an Sympathie. Jedes Stadion braucht seine Ultras. So auch das Volksparkstadion. Bei guten und bei schlechten Spielen. Um die Mannschaft aufzubauen. Da in dieser Saison nicht mehr mit größeren Freiheiten beim Stadionbesuch zu rechnen ist, könnten die HSV-Ultras sogar bis zum Ende der Spielzeit fernbleiben. Es wäre schade. Für die Mannschaft. Und auch für alle Supporter des Hamburger SV. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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