„Das war katastrophal“

HSV-News: Toni Leistner über Leidenszeit – „du kannst nur herumbrüllen“

  • Natalie-Margaux Rahimi
    vonNatalie-Margaux Rahimi
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Toni Leistner spricht offen über die Leidenszeit der letzten Wochen. Weil er Verletzt war, konnte er dem HSV nicht helfen. Warum er „herumbrüllen“ musste.

Hamburg – Was muss das für ein Gefühl sein, seine Team-Kollegen Woche für Woche patzen zu sehen? Das kann beim HSV aktuell wohl keiner besser beantworten als Toni Leistner. Denn durch seine Muskelverletzung fehlt der Innenverteidiger den Rothosen seit Ende Januar. Seither guckt er sich die Spiele von der Tribüne aus an und das tat ihm richtig weh. Nun steht der Abwehrmann kurz vor seinem Comeback und spricht erstmals offen über seine traurige Leidenszeit.

Fußballspieler:Toni Leistner
Aktuelles Team:Hamburger SV
Position:Innenverteidiger
Geboren:19. August 1990, Dresden
Ehefrau:Josefin Leistner

HSV-Spieler Toni Leistner: 9 Spiele auf der Tribüne, 9 Spiele Leidenszeit und nur 2 Siege

Neun Spiele musste sich der Innenverteidiger des Hamburger SV von der Tribüne aus oder vor dem Fernseher angucken. Nur zweimal konnte er mit seinen Mannschaftskollegen jubeln. Denn seit sich Toni Leistner Ende Januar im Spiel gegen den SC Paderborn eine schlimme Muskelverletzung zuzog, konnte der HSV nur zwei Siege und vier Remis erspielen. Dreimal, unter anderem gegen den Stadtrivalen vom FC St. Pauli, musste Leistner seine Kollegen verlieren sehen.

Neun Spiele Tribüne für Toni Leistner: Der HSV-Profi spricht über seine Leidenszeit. (24hamburg.de-Montage)

„Das war katastrophal, weil ich nichts beeinflussen konnte. Du sitzt oben auf der Tribüne, kannst nur herumbrüllen. Es war eine schwierige Zeit“, sagte der Innenverteidiger in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt. Wen wundert es, denn bevor Leistner sich verletzte, schien der Aufstieg des HSV tatsächlich eine sichere Sache zu sein. Doch seither kämpft das Team von Trainer Daniel Thioune wieder mit der altbekannten Aufstiegsflatter. Und Toni Leistner kriegt von seiner Frau ganz andere Aufgaben zugeteilt.

HSV-News: Toni Leistners Leidenszeit vorbei – nach Muskelverletzung will er wieder angreifen

„Ich wusste gar nicht, dass man so lange verletzt sein kann“, witzelte Leistner über seine lange Ausfallzeit. Der Muskelbündelriss im Oberschenkel und die damit einhergehende Sehnenverletzung war bisher die schlimmste Verletzung in Leistners Karriere. Doch mittlerweile hat sich der Innenverteidiger genug ausgeruht. Er will wieder angreifen, am liebsten schon im kommenden Spiel. Das steigt nach Corona-Chaos und neuem Spielplan der DFL am Donnerstag, 22. April 2021, um 20:30 Uhr in Sandhausen.

Umso schneller Toni Leistner wieder in der Startelf stehen kann, desto besser ist es für den HSV. Jedenfalls, wenn der Innenverteidiger an die Leistung vor seiner Verletzung anknüpfen kann. Denn an dem Verteidiger-Duo Ambrosius-Leistner kam nach kurzer Eingewöhnungsphase kaum ein gegnerischer Stürmer vorbei. Mit 22 Gegentoren stand der HSV damals an der Tabellenspitze der Zweiten Bundesliga. Hatte vier Punkte Vorsprung auf Bochum.

Vor dem 29. Spieltag, steht der HSV mit 13 Gegentore mehr nur noch auf dem zweiten Tabellenrang, vier Punkte hinter Bochum. Aber immerhin hat der Hamburger SV mit dem wiedergenesenden Toni Leistner jetzt noch einmal sechs Spiele Zeit hinten die Schotten dichtzumachen und damit den Aufstieg in diesem Jahr endgültig einzutüten. Für die Tore im gegnerischen Netz sorgt dann hoffentlich Simon Terodde, der nach seiner Corona-Infektion definitiv wieder bereit sein sollte – für die nächste Bude. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Stuart Franklin/dpa & Oliver Ruhnke/imago images

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