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Kein Geld für Winter-Transfers? HSV in finanzieller Misslage

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Von: Denny Konzack

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Der HSV braucht dringend Verstärkung, vor allem auf den Flügeln. Der Einzug ins DFB-Pokalviertelfinale gegen den 1. FC Köln wäre hilfreich, aber nicht die Lösung.

Hamburg – Den Start in die Rückrunde nach der Winterpause hätten sich HSV-Coach Tim Walter, dessen Mannschaft sowie die Anhänger der Rothosen bestimmt anders vorgestellt. Gegen die SG Dynamo Dresden kamen die Hanseaten trotz einer 1:0 Führung nicht über ein Unentschieden (1:1) hinaus. Die Auseinandersetzung von Tim Walter mit einem TV-Reporter zeigte die Unzufriedenheit des HSV-Coaches nach dem Spiel. Der Fluch des Rückrundenstarts riss somit auch in dieser Saison vorerst nicht ab. Der Ausfall von Flügelstürmer Bakery Jatta wog am Ende doch schwerer, als anfangs vermutet.

Verein:Hamburger SV
Aktueller Trainer:Tim Walter
Bevorzugtes System:4-3-3
Aktueller Kapitän:Sebastian Schonlau

Trainer Tim Walter stellte in Dresden auf zwei Sturmspitzen um, ließ Mittelfeld-Talent Faride Alidou neben Stammstürmer Robert Glatzel, der seine eigene Bestmarke jagt, von Beginn an ran. Jedoch blieb der gewünschte Erfolg aus. Das Team von HSV-Coach Tim Walter wirkte laut seiner Aussage im Hamburger Abendblatt „zu statisch“.

Patrick Greil, Julien Ngoy, Young-Wook Cho über einem Sparschwein mit der HSV-Raute im Hamburger Volksparkstadion
Hat der HSV das nötige Kleingeld für die derzeitigen Transfergerüchte Patrick Greil, Julien Ngoy oder Young-Wook Cho. (24hamburg.de-Montage) © Oliver Lerch/imago/Christian Charisius/Marcus Brandt/dpa

Auch Alidou, der Ingolstadt damals noch im Alleingang aus dem Stadion ballerte, blieb blass. Ohne Bakery Jatta, der aufgrund von Corona-Nachwehen in der Startelf fehlte und erst zum Ende der zweiten Hälfte eingewechselt werden konnte, bekommen die Rothosen nicht genügend Wucht in ihre Offensive. Doch für Neuverpflichtungen, fehlt dem HSV, laut dem Hamburger Abendblatt, die Kohle.

Corona-Bestimmungen könnten dem HSV in Sachen Transfers einen Strich durch die Rechnung machen.

Die neuen Corona-Bestimmungen, die dem HSV bereits in der Hinrunde einen Millionen-Verlust bescherten, wiegen auch in der Rückrunde schwer. Nachdem sich viele Profi-Klubs im Norden gegen die neuen Regelungen beim Hamburger Senat und der Politik beschwert hatten, aufgrund drohender Geisterspiele, dürfen die Hamburg Towers (Basketball), der HSV Hamburg (Handball), die Crocodiles Hamburg (Eishockey) sowie der HSV und der Herbstmeister FC St. Pauli wieder Besucher ins Stadion lassen. Die Anzahl ist jedoch mehr als besorgniserregend.

In sämtlichen Stadien in Hamburg sind bis auf Weiteres Gästefans nicht erlaubt. Derzeit sind zudem im heimischen Volksparkstadion des HSV lediglich 2.000 Besucher erlaubt. Auf Antrag und einem ausgeklügeltem System zur Wahrung der Hygiene-Regeln, können der HSV sowie die restlichen Profi-Klubs in Hamburg zwar auf mehr Zuschauer hoffen, an der prekären finanziellen Lage ändert es dennoch wenig. Für ein „Einkommen“ könnte der HSV in einem Weiterkommen im DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Köln sorgen, damit allerdings lediglich die ausfallenden Erlöse aus Ticketverkäufen ausgleichen.

Verkauft der HSV im Winter noch Akteure, könnten die Hanseaten die Erlöse in neue Spieler investieren.

Das Transferfenster ist noch bis zum 31. Januar 2022 geöffnet. Bis dahin haben die HSV-Verantwortlichen Zeit, Verstärkung für die anstrengende Rückrunde zu holen. Gerade auf den Flügeln, das wurde spätestens gegen Dynamo Dresden klar, muss der HSV noch nachlegen, um konkurrenzfähig zu bleiben und Walters 4-3-3 System weiterhin erfolgreich spielen zu können. Laut HSV-Transfergerüchten beschäftigen sich die Rothosen mit dem südkoreanischen Offensiv-Allrounder Young Wook Cho (22), der derzeit noch für den FC Seoul spielt, doch in dieser Personalie sowie anderen Transfergerüchten, ist bis dato nichts Weiteres ins Rollen gekommen.

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Die einzige Möglichkeit für den HSV Geld zu „scheffeln“ wäre, im Winter abwanderungswillige Spieler ziehen zu lassen. Einer davon könnte mitunter der Verteidiger Jan Gyamerah sein. Laut aktuellen HSV-Transfergerüchten steht er bereits in Kontakt zum VfL Bochum. Eine Rückkehr zu seinem Ex-Klub liegt nahe, allerdings ist auch hier noch nichts entschieden. Der Leihvertrag von Mikkel Kaufmann könnte zudem vorzeitig aufgelöst werden.

Es bleibt abzuwarten, was der HSV in diesem Transfer-Winter noch realisieren kann und was am Ende aufgrund der geringen Finanzen doch erstmal ein Traum bleibt. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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