Das Transferfenster schließt

HSV-Transfers: Toni Leistner suspendiert – Boldt muss reagieren

  • Lars Wiedemann
    VonLars Wiedemann
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Der Saisonstart ist verpatzt, die Fans werden ungeduldig. Während Toni Leistner den HSV verlässt, stellt sich die Frage: Ist der Kader so konkurrenzfähig?

Hamburg - Am kommenden Dienstag, den 31. August, endet die Wechselfrist. Und der HSV steht gehörig unter Druck. Nicht nur der schwächste Saisonstart in der noch jungen Geschichte der zweiten Bundesliga bereitet Kopfzerbrechen, auch der dünne Kader. Tim Walter und Co. brauchen dringend Verstärkung.

Fußballverein:Hamburger SV
Gegründet:29. September 1887
Stadion: Volksparkstadion
Kapazität: 57.000
Cheftrainer: Tim Walter

HSV-Transfers: Kann sich der HSV Leistners Suspendierung leisten?

Mit der Abwehr wurde nun eine neue Baustelle eröffnet: Innenverteidiger Toni Leistner wurde unter dem neuen Trainer Tim Walter zunächst zum Dauerreservisten, dann folgte der Eklat auf Instagram*. Leistner, zuletzt noch von den Fans bejubelt und in der letzten Saison Leistungsträger, wurde vom Training suspendiert. Der 31-Jährige kann den Verein verlassen, heißt es.

Ob die Vereinsführung so reagieren muss, ist die eine Frage. Die andere lautet: Kann sich der HSV diesen Abgang leisten? Der Kader wird immer dünner, in der Innenverteidigung besteht Handlungsbedarf. Trainer Tim Walter vertraut hier voll und ganz auf das Duo Sebastian Schonlau und Jonas David.

HSV-Transfers: Kaum Alternativen für die Defensive

Ok, doch wen hat er in der Hinterhand? Mit Stephan Ambrosius, der sich von seinem Kreuzbandriss - übrigens bereits dem zweiten nach 2018/19 - erholt, ist erst ab November zu rechnen. David Bates wurde vor kurzem degradiert und trainiert derzeit mit der U21-Mannschaft. Alles auf Kante genäht.

Nach der Suspendierung von Toni Leistner (l.) ist Sportvorstand Jonas Boldt auf dem Transfermarkt gefordert

Bleibt noch Moritz Heyer, der diese Position bereits einige Male im HSV-Trikot bekleidete. Doch der wird eigentlich im Mittelfeld benötigt. Die andere Baustelle für Sportvorstand Jonas Boldt und Sportdirektor Michael Mutzel.

HSV-Sportchef Boldt: „Kein millionenschwerer Heilsbringer“

Hier ließ man Klaus Gjasula zu Darmstadt 98 und Jeremy Dudziak zu Bundesligist Greuther Fürth ziehen. Hinzu kommt Amadou Onana, dessen Wechsel nach Lille allerdings sieben Millionen Euro in die Kassen spülte. Eine Menge Geld, mit dem der HSV nun in die richtigen Steine investieren muss. „Der millionenschwere Heilsbringer wird nicht kommen“, stellte Boldt unlängst klar. Und betonte stattdessen den neuen Weg. „Wir haben gesagt, wir wollen uns entwickeln und mehr auf jüngere Spieler setzen.“

Wir haben gesagt, wir wollen uns entwickeln und mehr auf jüngere Spieler setzen.

Sportvorstand Jonas Boldt über mögliche Transfers

Eine klare Ansage. Die ersten Spieltage haben gezeigt, dass Tim Walters Probleme vor allem in der Defensive liegen: Sieben Gegentore sind die meisten in der oberen Tabellenhälfte. Oder anders formuliert: Die Offensive ist ohne Simon Terodde (noch) nicht so treffsicher wie zuvor. Das kostete wichtige Punkte. Zur Erinnerung: In der vergangenen Saison kassierte der Hamburger SV die erste Niederlage erst am achten Spieltag.

In der Hansestadt Hamburg wird der Druck nicht geringer werden. Das weiß auch die sportliche Führung. Die wird zwar keinen „millionenschweren Heilsbringer“ in die Hansestadt hieven, doch vielleicht haben Boldt und Mutzel bereits eine oder mehrere Lösungen in der Hinterhand. Spätestens am Mittwoch wird Klarheit herrschen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Oliver Ruhnke & IMAGO / Nico Paetzel

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