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HSV-Transfer: BVB-Talent im Fokus – warum sein Wechsel geplatzt ist 

  • Jan Knötzsch
    VonJan Knötzsch
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Nicht alle Deals am „Deadline Day“ haben funktioniert. Auch der HSV ist betroffen: Welchen Spieler der HSV noch holen wollte und warum es nicht passiert ist.

Hamburg – Die Positionen, auf denen am „Deadline Day“ beim Hamburger SV noch etwas passieren sollte, waren klar bestimmt: in der Innenverteidigung, im zentralen Mittelfeld und auf den Flügeln. Für die Innenverteidigung hat der HSV das kroatische Talent Mario Vuskovic geholt. Für die Zentrale im Mittelfeld kommt überraschend Man City-Kicker Tommy Doyle. Zwei quasi in letzter Minute realisierte HSV-Transfergerüchte also.

Doch warum haben HSV-Sportvorstand Jonas Boldt und Sportdirektor Michael Mutzel auf dem Flügel nichts mehr getan?

Fußballspieler:Ansgar Knauff
Geboren:10. Januar 2002 (Alter: 19 Jahre) in Göttingen
Position:Sturm, Außenbahn
Verein:Borussia Dortmund (Vertrag bis 30. Juni 2023)
Marktwert:3,0 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de)

HSV-Transfers: Ansgar Knauff sollte von Borussia Dortmund nach Hamburg kommen – und die HSV-Außenbahn verstärken

Geplant gewesen ist, dass sich auch auf dieser Position noch etwas tun sollte. Wie Sport1 berichtet, hat sich der Klub aus dem Volksparkstadion um die Dienste von Ansgar Knauff bemüht. Der 19-Jährige, der auf der offensiven Außenbahn Zuhause ist, sollte in die Hansestadt Hamburg wechseln. Doch wie auch die HSV-Transfergerüchte um den angeblich umworbenen Man City-Spieler Patrick Roberts, Stuttgarts U21-Nationalspieler Nikolas Nartey und dessen Teamkollegen Erik Thommy wurde nichts aus einer HSV-News.

Beinahe wäre Ansgar Knauff beim HSV gelandet – sein Wechsel nach Hamburg platzte jedoch. (24hamburg.de-Montage)

Laut Sport 1 hätten Ansgar Knauff, der bei Borussia Dortmund spielt, am „Deadline Day“ mehrere Angebote vorgelegen. Sowohl aus der Bundesliga als auch vom HSV, bei dem auf der Außenposition noch personeller „Nachschlag“ nötig war. In Dortmund spielte Knauff in der vergangenen Saison siebenmal für die Profis in der Ersten Bundesliga und überzeugte dabei. Trotzdem bekommt er wenig Spielzeit – genau die richtige Chance für einen Verein wie den HSV, auf dem Transfermarkt zuzugreifen.

HSV-Transfers: Sieben Spiele im BVB-Profikader – der HSV wollte Ansgar Knauff von Borussia Dortmund ausleihen

Dass aus dem HSV-Transfergerücht keine HSV-News geworden ist, hat seinen Grund. Nicht den, dass ein anderer Verein den Zweitligisten aus Hamburg im Buhlen um die Dienste des Talents ausgestochen hat. Es liegt vielmehr daran, dass Borussia Dortmund auf dem Transfermarkt am „Deadline Day“ selbst einen Rückschlag erhalten hat: Der Bundesligist hätte gerne Callum Hudson-Odoi vom FC Chelsea unter Vertrag genommen. Doch der BVB blitze mit dem Vorhaben, den Spieler auszuleihen, bei Chelsea ab, wie ruhr24.de berichtet.

In diesem Falle hätte sich der Junioren-Nationalspieler wohl dafür entschieden, den BVB zu verlassen, weil seine Chancen auf Einsätze im Dortmunder Profikader noch weiter gesunken wäre. Bislang stand Ansgar Knauff in der aktuellen Spielzeit zweimal im BVB-Profikader. Einsätze sammeln konnte der Youngster bislang allerdings nur in der BVB-Zweitvertretung in der Dritten Liga. Weil Hudson-Odoi nicht von Chelsea nach Dortmund wechselte, entschied sich Knauff gegen eine Ausleihe zu einem anderen Verein – und das HSV-Transfergerücht hatte sich erledigt.

Damit reiht sich der gescheiterte Wechsel in einen Reigen anderer Transfers ein, die zwischen dem HSV und dem BVB nicht zustande kamen: Der BVB hatte Interesse an Amadou Onana, der den HSV in Richtung LIille verlassen hat. Auch Josha Vagnoman stand auf dem BVB-Zettel. Der 20-Jährige bleibt nun allerdings in Hamburg. * 24hamburg.de und ruhr24.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Kirchner-Media/imago & Claus Bergmann/imago

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