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HSV-Transfergerüchte: Darf Meißner nur weg, wenn Pohjanpalo oder de Luca kommen?

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Von: Jan Knötzsch

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Seine Spielpraxis fiel gering aus. Dann wurde Robin Meißner verliehen. Jetzt ist er zurück beim HSV. Viktoria Köln will ihn, aber noch hakt der Transfer.

Hamburg – Wortspiele sind witzig. Dann, wenn sie gut, spontan und überraschend sind. Aber nicht jeder mag sie. Schon gar nicht, wenn es um den eigenen Namen geht. Dennoch: Bei Journalisten sind sie beliebt. Meist in Schlagzeilen, wenn irgendwas schnell auf den Punkt gebracht werden muss. Auch beim Hamburger SV wird da keine Ausnahme gemacht: Und so – sehen Sie es dem Autor nach, der ein ausgewiesener Fan solcher Wortspiele ist, liebe Leser – kommen auch die HSV-Transfergerücht um Robin Meißner nicht ohne ein solches aus.

Die große Frage bei Robin Meißner und den HSV-Transfergerüchten: Was passiert denn jetzt eigentlich mit dem Stürmer, der fraglos wertvoller als das berühmte Meissener Porzellan aus der Stadt Meißen ist? Dem Stürmer, den der HSV aber auch nicht unter Wert abgeben will!? Eigentlich will der Zweitligist aus Hamburg Meißner am liebsten auch gar nicht so richtig loswerden, ihn lieber verleihen und zurückholen können. Wäre halt blöd, wenn er sich entwickelt und der HSV zusehen muss, dass in Stein gemeißnert, pardon: gemeißelt, ist, dass Meißners Karriere woanders überragend weitergeht.

Fußballspieler:Robin Meißner
Geboren:8. Oktober 1999 (Alter 22 Jahre), Hamburg
Vertragslaufzeit beim HSV:30. Juni 2024
Marktwert:350.000 Euro (Quelle: transfermarkt.de)

HSV-Transfergerüchte: Robin Meißner braucht Spielpraxis – schon in der vergangenen Saison war er verliehen

Letzteres aber ist erst einmal Zukunftsmusik, die man vielleicht ganz gaaaanz leise hört, wenn man am einen Ende der Hansestadt Hamburg steht, während sie am anderen erklingt. Im Moment sitzt Robin Meißner – sinnbildlich gesprochen – im Volksparkstadion erst einmal zwischen allen Stühlen statt auf einem schön weich gepolsterten Sitzmobiliar. Soll im Detail heißen: Keiner weiß, ob Robin Meißner über die gesamte Saison in der Zweiten Bundesliga, die für den Verein aus dem Volkspark mit dem Sieg gegen Eintracht Braunschweig begonnen hat, das HSV-Trikot tragen wird oder aber ob der 22-Jährige sich schon bald ein Kleidungsstück überstreift, auf dem keine HSV-Raute mehr zu sehen ist.

Im Hintergrund eine HSV-Fahne im Stadion. Davor HSV-Stürmer Robin Meißner und die HSV-Transferkandidaten Joel Pohjanpalo und Manuel de Luca.
HSV-Stürmer Robin Meißner (rechts) ist – was seine Zukunft angeht – davon abhängig, ob der HSV einen Stürmer holt. Im Gespräch sind Joel Pohjanpalo (kleines Foto, links) und Manuel de Luca. (24hamburg.de-Montage) © Michael Schwarz/Lobeca/ZUMA Press/Sven Simon

Ein entsprechendes HSV-Transfergerücht dazu gibt es bereits. Und es liegt bereits so sehr und so lange in der Luft, dass man es schon konkret riechen kann – wenn man Transfergerüchte denn riechen könnte, so wie als kleines Kind früher den Duft des Sonntagsbratens, noch ehe die eigene Mutter aus der Küche zum Mittagessen gerufen hat. Bei allen Vergleichen zurück zum Ernst des Lebens: Was besagt das HSV-Transfergerücht um Robin Meißner, den der HSV in der vergangenen Saison an Hansa Rostock ausgeliehen hatte und der jetzt zum Team von HSV-Trainer Tim Walter zurückgekehrt ist, denn eigentlich ganz genau?

HSV-Transfergerüchte: Viktoria Köln möchte Robin Meißner verpflichten – doch das Leihgeschäft hakt

Nun, in der (Gerüchte-)Küche köchelt kein Sonntagsbraten vor sich her, sondern es brodelt an die Oberfläche: Viktoria Köln will HSV-Stürmer Robin Meißner gerne ausleihen und ihm in der Domstadt fernab vom Hamburger Dom, der auf dem Heiligengeistfeld neben dem Millerntorstadion des FC St. Pauli stattfindet, die Spielpraxis zu geben, die Robin Meißner in Hamburg auch in dieser Saison aller Voraussicht nach nicht bekommen wird, wenn er sich dazu entscheidet, doch lieber in Hamburg zu bleiben. Schon vor Wochen stand die Frage im Raum, welche Chancen die zum HSV zurückgekehrten Leih-Spieler haben werden. Bei Xavier Amaechi, der beim HSV aktuell überzeugt, sieht es gut aus. Ogechika Heil könnte vom HSV-Abgang von Josha Vagnoman profitieren, wenn Jonas Boldt für diese Position keinen Neuzugang mehr holt.

Das aber hat der HSV noch vor, wie Boldt 24hamburg.de verraten hat. Im Gespräch beim HSV ist Alfons Sampsted, der als Rechtsverteidiger kommen könnte. Mit Jelle Bataille steht ein weiterer Kandidat auf dem Zettel des HSV. Nicht so rosig sieht Aaron Opoku seine Chancen auf Einsätze unter Tim Walter, sodass immer noch ein Abschied Opokus vom HSV im Raum steht. Interessenten gibt‘s genug: Rapid Wien will den HSV-Spieler, auch Eintracht Braunschweig will Opoku gerne vom HSV weg locken – und Fortuna Düsseldorf hat auch ein Auge auf den HSV-Kicker geworfen. Dort würde als Trainer auf Aaron Opoku niemand anderes als Ex-HSV-Trainer Daniel Thioune warten.

HSV-Transfergerüchte: Robin Meißner darf (noch) nicht – das sagt HSV-Trainer Tim Walter

Zurück zu den HSV-Transfergerüchten um Robin Meißner: Interessent? Vorhanden! Aussicht auf Spielpraxis? Gegeben! Zwar nur in der Dritten Liga, wo Viktoria Köln derzeit spielt, aber immerhin besser als nichts. Warum also um alles in der Welt ist aus dem HSV-Transfergerücht um Robin Meißner nicht längst die Ausleihe geworden, die für alle – zumindest für Viktoria Köln und Robin Meißner – das Beste ist? Nun, ganz einfach: Dem HSV mangelt es auch nach dem Saisonauftakt, bei dem Robert Glatzel getroffen hat, an einer Alternativ zu selbigem. Kandidaten gibt es mit dem möglichen HSV-Rückkehrer Joel Pohjanpalo und Manuel de Luca, an dem der HSV baggert, bereits. Allein: Das nötige Kleingeld fehlt.

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Logisch also, dass der HSV darauf hofft, dass Jürgen Klopp ihn reich macht. Indem der FC Liverpool Amadou Onana holt und dafür mächtig viel Kohle auf den Tisch legt. Je mehr, desto besser. Schließlich ist der HSV an einem Weiterverkauf des Spielers vom OSC Lille prozentual beteiligt. Dann würde also Geld für einen neuen Stürmer vorhanden sein – und beim HSV könnte Jonas Boldt seinen Worten Taten folgen lassen. Wie die in Bezug auf Robin Meißner lauten? So: „Es gibt Interesse, das haben wir registriert. Wir werden das in den nächsten Tagen besprechen und überlegen, was das Beste für den Jungen ist.“

Aktuell aber ist der Wechsel von Robin Meißner keine Option. Wegen fehlender Alternativen neben Robert Glatzel. „Das stimmt. Jeder weiß, wie die Situation ist“, sagt HSV-Trainer Tim Walter.

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