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HSV-Transfergerüchte: Machen Kittel und Kostic Königsdörffer-Deal möglich?

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Von: Jan Knötzsch

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Das HSV-Transfergerücht um Ransford Königsdörffer soll realisiert werden. Das könnte durch Sonny Kittel und Ex-HSV-Spieler Filip Kostic gelingen.

Hamburg – Beim Hamburger SV lassen sich die aktuellen Bestrebungen, die Bauarbeiten am Kader von HSV-Trainer Tim Walter voranzutreiben und irgendwann zum Abschluss zu bringen, auf einen Nenner bringen: Der Königstransfer ist weg und Königsdörffer noch nicht da. Beim Königstransfer, der sich aus Hamburg verabschiedet hat, handelt es sich um David Kinsombi, der den HSV zum SV Sandhausen verlässt. Dass der HSV auf der anderen Seite in Zukunft liebend gern Ransford Königsdörffer in seinen Reihen haben will, ist bekannt – inklusive bereits lang vorhandener HSV-Transfergerüchte.

Aus eben diesen HSV-Transfergerüchten ist bislang noch kein fixer Wechsel geworden. Weil eine Klausel im Vertrag von Ransford Königsdörffer für den HSV nicht gültig ist, deutet sich ein zäher Poker um die Dienste des Offensivspielers von Dynamo Dresden an. Dessen HSV-Wechsel könnte auch für Sonny Kittel Folgen haben, hieß es in Hamburg zuletzt. Inzwischen gibt‘s aber auch Spekulationen anders herum: Macht Kittel den Wechsel von Königsdörffer in die Hansestadt Hamburg überhaupt erst möglich? Zusammen mit einem Ex-HSV-Spieler?

Fußballverein:Hamburger SV
Gegründet:29. September 1887 in Hamburg
Mitglieder:86.971 (Stand: 26. April 2022)
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz

HSV-Transfergerüchte: Jonas Boldt und Michael Mutzel wollen Ransford Königsdörffer – Kostic und Kittel als Hoffnung

Wie die HSV-Transfergerüchte um Sonny Kittel, Ransford Königsdörffer und tatsächlich auch Spekulationen um den neuen Verein von Filip Kostic zusammenhängen? Dazu muss man die Personalien zunächst mal einzeln betrachten, letztlich dann aufzuschlüsseln, wie sich die einzelnen möglichen Transfers dieses Sommers untereinander bedingen. Also der Reihe nach: Noch stürmt Ransford Königsdörffer nicht für den HSV – aber genau das soll er in der neuen Saison im Volksparkstadion und bei Auswärtsspielen für das Team von HSV-Trainer Tim Walter tun. Kostenpunkt, um das HSV-Transfergerücht bald wahr werden zu lassen: eine Million Euro. Das ist die Ablösesumme, die der HSV, der auch Interesse an der Leihe eines Spielers aus der Bundesliga hat, wohl an Dynamo Dresden zahlen muss.

Im Hintergrund eine HSV-Fahne. Davor HSV-Spieler Sonny Kittel, Ex-HSV-Spieler Filip Kostic und HSV-Transferkandidat Ransford Königsdörffer.
Bringen der Verkauf von Sonny Kittel (links) und eine Beteiligung am Transfer von Filip Kostic (Zweiter von links) Geld für die Verpflichtung von Ransford Königsdörffer? (24hamburg.de-Montage) © Revierfoto/ZUMA Press/Hentschel/Contrast/imago

Sonny Kittel hingegen hat keine Zukunft mehr in Hamburg, er will den HSV nach dem Nicht-Aufstieg verlassen. Das Ziel des 29-Jährigen: Er will bald in den USA statt für den HSV Fußball spielen, bei dem es derweil HSV-Transfergerüchte um eine Verpflichtung von Nürnbergs Nikola Dovedan gibt. Für Kittel verlangt der HSV von seinem neuen Verein laut der Bild-Zeitung eine Ablösesumme von einer Million Euro. Der HSV, der an Isaac Schmidt vom FC St. Gallen interessiert ist, kann in diesem Sommer Ablöse fordern, weil der Vertrag von Sonny Kittel in Hamburg noch eine Laufzeit bis zum Sommer 2023 hat. Auch Ransford Königsdörffers Vertrag in Dresden läuft noch bis zum 30. Juni 2023.

HSV-Transfergerüchte: Boldt und Mutzel mit Königsdörffer einig – darum hängt Kittel-Zukunft mit Wechsel zusammen

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, haben HSV-Sportvorstand Jonas Boldt und der entmachtete HSV-Sportdirektor Michael Mutzel bei den Verhandlungen um eine Realisierung des HSV-Transfergerüchts mit Ransford Königsdörffer bereits Einigkeit über einen Wechsel nach Hamburg erzielt, mit dem abgebenden Verein Dynamo Dresden allerdings noch nicht. Weil es – wie immer – ums liebe Geld geht. Davon hat der Zweitligist aus Hamburg nicht übermäßig viel: Das Budget, das dem HSV für Transfers zur Verfügung steht, liegt bei fünf Millionen Euro. Jede Summe, die zusätzlich herein kommt, ist für den HSV Gold wert – so wie eben auch die Ablösesumme bei einem möglichen Abgang von Sonny Kittel.

Die HSV-Transfergerüchte um Kittel und Königsdörffer sind aber auch deswegen miteinander verquickt, weil HSV-Trainer Tim Walter laut Hamburger Abendblatt offenbar plant, im Falle eines Kittel-Abschieds sein Spielsystem auf ein 4-4-2 mit zwei Stürmern umzustellen. Neben Robert Glatzel, der beim HSV verlängert hat, soll den zweiten Platz in der Spitze des HSV niemand anderes einnehmen als Ransford Königsdörffer, der schnellstmöglich Klarheit über seine Zukunft haben will, aber aller Voraussicht nach nicht zum HSV-Trainingsauftakt am 20. Juni im Volkspark dabei sein wird – so vermutet es zumindest das Abendblatt.

HSV-Transfergerüchte: Warum der HSV bei einem Verkauf von Frankfurts Filip Kostic noch Geld verdienen kann

Sollte ein Kittel-Transfer zu einem anderen Verein – aus welchen Gründen auch immer – nicht zustande kommen, dann muss das Geld, das Jonas Boldt und Michael Mutzel benötigen, um das HSV-Transfergerücht um Ransford Königsdörffer in trockene Tücher zu bringen, aus einer anderen Quelle kommen. An dieser Stelle kommt dann Filip Kostic ins Gespräch. Mit dem Spieler von Eintracht Frankfurt kann der HSV Millionen Euro machen. Schon, als es im letzten Sommer Gerüchte um einen Wechsel von Kostic zu Inter Mailand ging, winkten dem HSV 2,5 Millionen Euro.

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Hintergrund der HSV-Hoffnungen ist eine Klausel, die Filip Kostic bei Eintracht Frankfurt, dem künftigen Verein von HSV-Talent Faride Alidou, in seinem Vertrag hat. Der HSV bekommt bei einem Weiterverkauf von Filip Kostic an einen anderen Verein fünf Prozent der Ablösesumme. Aktuell gibt es neue Transfergerüchte, dass Filip Kostic aus Frankfurt nach Italien in die Serie A zu Juventus Turin wechselt. Als Ablöse sollen 20 Millionen Euro im Gespräch sein.

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