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HSV-Transfergerüchte: Klausel greift nicht – wie zäh wird Königsdörffer-Poker?

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Von: Jan Knötzsch

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Ein HSV-Transfergerücht besagt: Der Klub will Ransford-Yeboah Königsdörffer holen. Der hat eine Klause im Vertrag. Für den HSV gilt sie jedoch nicht.

Hamburg – Es ist wieder einmal eine dieser Geschichten, wie sie im Fußball so oft vorkommen. Und der Hamburger SV befindet sich mittendrin statt nur dabei. In Zeiten, wo in der Hansestadt Hamburg ein HSV-Transfergerücht das andere jagt, ist das Interesse des Zweitligisten aus Hamburg an einer Verpflichtung von Ransford-Yeboah Königsdörffer schon so lang im Umlauf, das man ihm ruhig Glauben schenken kann. Realisiert ist das HSV-Transfergerücht um den jungen Mann, der bislang bei Dynamo Dresden in der Zweiten Bundesliga dem runden Leder nachjagte, nicht. Noch nicht.

Und die große Frage angesichts des HSV-Interesses an Köngsdörffer, das auch mit der Frage nach der Zukunft von Sonny Kittel in Verbindung stehen soll, ist die, wann das HSV-Transfergerücht zum fixen Wechsel ins Volksparkstadion wird?

Fußballspieler:Ransford-Yeboah Königsdörffer
Geboren:13. September 2001 (Alter 20 Jahre), Berlin
Verein:Dynamo Dresden (Vertrag bis 30. Juni 2023)
Marktwert:1,0 Million Euro (Quelle: transfermarkt.de)

HSV-Transfergerüchte: Zahlen die Rothosen eine Million Euro für Ransford-Yeboah Königsdörffer?

Erst einmal die Fakten, die das HSV-Transfergerücht um Ransford-Yeboah Königsdörffer bedingen: Da wäre zum einen der Abstieg von Dynamo Dresden. Die Sachsen verloren in der Relegation der Zweiten Liga gegen den 1. FC Kaiserslautern, von dem Torwart Mattheo Raab zum HSV kommt. Ransford-Yeboah Königsdörffer, so viel scheint klar zu sein, verspürt keine große Lust, mit den Dresdenern in der kommenden Saison in der Dritten Liga um Tore und Punkte zu kämpfen. Dazu, da sind sich die vielen selbsternannten Experten einig, hat der 20-Jährige einfach zu viel Potenzial. Das wiederum führt dazu, dass es das HSV-Transfergerücht um den (Noch-)Dynamo-Kicker gibt.

Im Hintergrund feiernde HSV-Fans auf der Stadiontribüne. Im Vordergrund HSV-Transferkandidat Ransford-Yebah Königsdörffer.
Der HSV will Ransford-Yeboah Königsdörffer verpflichten – aber können die Hamburger auch anderen Vereinen die Zunge zeigen und sich mit Dynamo Dresden einigen? (24hamburg.de-Montage) © Picture Point/Fishing 4/imago

Und dieses HSV-Transfergerücht wird noch von einer anderen Sache befeuert – so dachten zumindest bislang viele. In seinem noch bis zum 30. Juni 2023 laufenden Vertrag bei Dynamo Dresden hat Ransford-Yeboah Königsdörffer offenbar eine Ausstiegsklausel, die es ihm ermöglicht, die Sachsen zu verlassen, nachdem diese aus der Zweiten Liga abgestiegen sind. Dumm nur: für Vereine aus der Zweiten Liga und damit auch für den HSV, bei dem Sonny Kittel vor einem Abgang ins Ausland stehen soll, soll diese Klausel keine Gültigkeit haben.

HSV-Transfergerüchte um Ransford-Yeboah Königsdörffer: Spieler will schnelle Entscheidung

Heißt im Umkehrschluss: Das HSV-Transfergerücht könnte sich ganz schnell in Luft auflösen. Dann nämlich, wenn der HSV, der auch Interesse an einem in Frankreich aktiven griechischen Stürmer hat, sich mit Dynamo Dresden nicht darauf einigt, welche Ablösesumme für Ransford-Yeboah Königsdörffer angemessen ist. Verhandeln müssen HSV-Sportvorstand Jonas Boldt und der degradierte HSV-Sportdirektor Michael Mutzel dabei mit dem ehemaligen HSV-Sportvorstand Ralf Becker. Der wiederum ist in der Position, dass er weiß: Der HSV ist nicht der einzige Interessent. Auch der 1. FC Köln aus der Bundesliga soll den U21-Nationalspieler von Dynamo gerne verpflichten wollen, heißt es.

Von Jonas Boldt und Michael Mutzel, die laut HSV-Transfergerüchten für die Offensive auch ein Auge auf Zan Celar als eventuellen neuen HSV-Stürmer geworfen haben, ist also jede Menge Verhandlungsgespür gefragt. Als Ablöse für Königsdörffer steht eine Summe von einer Million Euro im Raum. Weil die Klausel aus dem Königsdörffer-Vertrag für den HSV eben nicht greift, könnte zu einem intensiven Poker um die Dienste des 20-Jährigen kommen. Oder aber es geht doch ganz schnell. Denn wie die Hamburger Morgenpost berichtet, soll Königsdörffer selbst darauf bestehen, dass die Personalie möglichst vor Dresdens Trainingsauftakt am 16. Juni 2022 geklärt ist.

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