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HSV-Transfergerüchte: Boldt muss mit fünf Millionen planen – gibt Kühne Kohle?

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Von: Jan Knötzsch

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Bisher war unklar, wie hoch das HSV-Transferbudget für die neue Saison ausfällt. Jetzt hat Jonas Boldt als HSV-Sportvorstand Klarheit. Was hat er vor?

Hamburg – Geld regiert die Welt. Ob man das nun wahrhaben möchte oder nicht. Gerade im Fußball führt an dieser Erkenntnis absolut kein Weg vorbei. Wer Kohle hat, kann kaufen – egal welche Spieler. Das zeigen etliche Beispiele von finanzstarken Klubs – gerade aus England, die in den Händen von Investoren sind. Zum Beispiel Manchester City, von wo der HSV vor der letzten Saison Tommy Doyle ins Volksparkstadion lockte, der längst wieder weg ist. Für die Verpflichtung von Erling Haaland von Borussia Dortmund legt Man City Millionen über Millionen auf den Tisch.

Wer keine Kohle hat, der kann niemanden einkaufen. Oder nur ablösefreie beziehungsweise billige Spieler. Ein Kandidat, dem es auf dem Transfermarkt so geht, ist der Hamburger SV. Viel Geld ist beim Zweitligisten aus Hamburg nicht da – entsprechend sind bislang viele HSV-Transfergerüchte nicht realisiert worden. Doch das kann sich nun ändern: Der HSV-Aufsichtsrat hat Geld für die Kaderplanung genehmigt. HSV-Sportvorstand Jonas Boldt kann jetzt richtig loslegen.

Fußballverein:Hamburger SV
Gegründet:29. September 1887 in Hamburg
MItglieder:86.971 (Stand: 26. April 2022)
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz

HSV-Transfergerüchte: Aufsichtsrat legt Budget für Jonas Boldt fast – Spekulationen um Hilfe von Klaus-Michael Kühne

Bislang sind gerade einmal zwei HSV-Transfergerüchte zur Realität geworden: Mit Matheo Raab hat der HSV einen neuen Torhüter verpflichtet. Zudem wechselt Felix Bilbija zum HSV. Der Vorteil für den Klub aus der Hansestadt Hamburg: Beide Spieler kommen ablösefrei ins Volksparkstadion. Der Hintergrund dafür ist ganz einfach: Nicht nur, dass die Verträge von Matheo Raab und Felix Bilbija ausliefen und sie aus diesem Grund keine Ablöse gekostet haben. Nein, bislang waren HSV-Sportvorstand Boldt und HSV-Sportdirektor Michael Mutzel, der inzwischen degradiert wurde, die Hände gebunden. Weil sie schlicht und einfach nicht wussten, mit welchem Budget sie für die neue Saison planen und HSV-Transfergerüchte realisieren können.

HSv-Sportvorstand Jonas Boldt telefioniert. Daneben steht ein mit Euroscheinen gefüllter Koffer, dahinter HSV-Investor Klaus-Michael Kühne.
HSV-Sportvorstand Jonas Boldt (rechts) kennt jetzt sein Transferbudget für die kommende Saison – und darf auf weitere Kohle von Investor Klaus-Michael Kühne hoffen. (24hamburg.de-Montage) © Thomas Eisenhuth/Manfred Siebinger/MIS/imago

„Es sind Dinge, die kurzfristig passieren können, wenn wir auch Botschaften bekommen, wie wir weiter arbeiten können und was wir umsetzen können“, hatte Sportvorstand Jonas Boldt zuletzt auf die Frage, warum bislang keine weiteren HSV-Transfergerüchte zu fixen Wechseln wurden, laut Hamburger Abendblatt geantwortet – und damit in Sachen HSV-Transfergerüchte den „schwarzen Peter“ erst einmal dem Aufsichtsrat um Chef Marcell Jansen zugeschoben, der Boldt eine Verlängerung seines Vertrags beim HSV in Aussicht gestellt hat. Inzwischen allerdings herrscht Klarheit darüber, wie viel Geld Jonas Boldt und Michael Mutzel, der nur noch bei Transfers mitarbeiten darf, zur Verfügung haben. Oder nicht?

HSV-Transfergerüchte: Darf Boldt auf Kühne-Kohle hoffen? Investor will „in begrenztem Umfang Mittel zur Verfügung stellen“

Der Aufsichtsrat hat das HSV-Transferbudget festgelegt. Wie hoch dieses ist, ist offiziell nicht bekannt. „Der Aufsichtsrat hat gemeinschaftlich und in Absprache für den Sport ein Transferbudget verabschiedet. An öffentlichen Diskussionen bezüglich einer Summe beteiligen wir uns nicht“, zitiert die Bild-Zeitung den HSV-Vorstand Thomas Wüstefeld, der beim HSV ohne Gehalt arbeitet und für die Finanzen des Zweitligisten verantwortlich ist. Die Hamburger Morgenpost spekuliert mit zehn Millionen Euro Transfergeld, das Hamburger Abendblatt und die Bild-Zeitung sprechen jeweils nur von fünf Millionen Euro, mit denen Boldt und Mutzel HSV-Transfergerüchte in Wechsel zum HSV ummünzen können.

Offenbar aber existiert zumindest noch die Möglichkeit, im Zuge der HSV-Transfergerüchte mehr Geld zu generieren. Wie das Abendblatt unter Berufung auf eine Aussage in der Bild-Zeitung mutmaßt, würde im Fall der Fälle wohl Klaus-Michael Kühne noch einmal Kohle zuschießen. Der HSV-Investor, der zuletzt die Namensrechte für das Volksparkstadion gekauft hat, hatte vor einiger Zeit zwar den Spaß am HSV verloren und wollte sich zurückziehen, inzwischen aber ist dies wohl schon wieder hinfällig: „In der jetzigen Situation müssen alle Kräfte darauf konzentriert werden, eine schlagkräftige HSV-Mannschaft aufzubauen, wofür ich in begrenztem Umfang Mittel zur Verfügung stelle“, so Kühne in der Bild-Zeitung.

HSV-Transfergerüchte: Diese Personalfragen muss Sportvorstand Jonas Boldt noch beantworten

Bliebe abschließend noch die Frage, was Jonas Boldt als oberster Herr über die Personalplanung beim HSV vorhat und wie dementsprechend der Kader von HSV-Trainer Tim Walter in der kommenden Saison aussehen wird. HSV-Transfergerüchte hat es zuletzt bereits um Ransford-Yeboah Königsdörffer von Dynamo Dresden gegeben – bei ihm hakt es offenbar noch an der finanziellen Komponente. Kommt Königsdörffer zum HSV, könnte dies Konsequenzen für Sonny Kittel haben. Beim Mittelfeldstrategen ist die HSV-Zukunft offen. Neben Königsdörffer will der HSV einen weiteren Offensivspieler holen – unter Umständen könnte dies einen HSV-Wechsel von Maximilian Beier bedeuten.

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Der Klub muss und will auf dem Flügel auf die Verletzung von HSV-Spieler Bakery Jatta reagieren, der zumindest wohl in der gesamten Vorbereitung fehlen wird. Eine weitere Baustelle im Kader befindet sich in der Abwehrkette. Um genau zu sein: auf der rechten Außenverteidiger-Position: Dort gibt es HSV-Transfergerüchte um Jan Gyamerah, dessen Vertrag am 30. Juni 2022 endet. Und Josha Vagnoman hat bereits erklärt, den HSV im Nicht-Aufstiegsfall im Sommer verlassen zu wollen. Genau das deutet sich weiterhin an, schließlich sind zwei Bundesligisten am HSV-Außenverteidiger interessiert.

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