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HSV-Transfergerüchte: „Dafür würde ich alles geben“ – kommt Ben-Hatira zurück?

  • Jan Knötzsch
    VonJan Knötzsch
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Änis Ben-Hatira hat jahrelang das HSV-Trikot getragen. Es folgte eine Odyssee durch viele Vereine. Und ein Politikum. Jetzt gibt‘s Transfergerüchte um einen Ex-HSV-Spieler.

Hamburg – Daniel Heuer Fernandes hat für das bisher neueste HSV-Transfergerücht gesorgt. Der Torhüter des Hamburger SV agiert seit Wochen mit einem gebrochenen Zeh – und ebenso lange zeigt er trotzdem Top-Leistungen. So wie im Derby gegen Werder Bremen, bei dem die HSV-Fans von Sky-Experte Torsten Mattuschka genervt waren. Logisch, dass Heuer Fernandes‘ starke Auftritte die Konkurrenz anlocken. Zumal der Vertrag des 28-Jährigen im Sommer 2022 endet.

Doch Heuer Fernandes wird abgelöst. Nicht im Tor. Aber was das neueste HSV-Transfergerücht angeht. Das nämlich hat nun mit einem Ex-HSV-Spieler zu tun, der nur allzu gerne wieder im Volksparkstadion spielen will.

Fußballspieler:Änis Ben-Hatira
Geboren:18. Juli 1988 (Alter: 33 Jahre) in Berlin
Größter Erfolg:U21-Europameister (2009)
Bisherige Stationen im Herrenbereich:AE Larisa, Karlsruher SC, Honved Budapest, Esperance Tunis, Gaziantespor, Darmstadt 98, Eintracht Frankfurt, Hertha BSC Berlin, MSV Duisburg, Hamburger SV
Marktwert:250.000 Euro (Quelle: transfermarkt.de)

HSV-Transfergerüchte: Von 2006 bis 2011 im HSV-Trikot – danach wird Ex-HSV-Profi zum Wandervogel

Dabei wäre er zuletzt noch woanders als in der Hansestadt Hamburg gelandet. „Es war ein Thema“, sagt Änis Ben-Hatira zu einem möglichen Transfer zu Bundesligist Hertha BSC. „Es wäre eine krasse Geschichte geworden. Am Ende hat es leider nicht funktioniert“; verrät der Flügelstürmer in einem Podcast des Hamburger Abendblatts. Stattdessen ist der 33-Jährige inzwischen wieder in Hamburg. Dort, wo er schon einmal war. Zwischen 2006 und 2011 spielte er zunächst im Nachwuchs und dann für die Profis des HSV. Eine Zeit, der später auf dem Transfermarkt etliche Wechsel folgten.

Würde dem Hamburger SV gerne in der Zweiten Liga helfen: Ex-HSV-Spieler Änis Ben-Hatira

Auch ins Ausland. Bis schließlich die Rückkehr nach Deutschland führte. Ganz ohne HSV-Transfergerüchte. Vielmehr zu Darmstadt 98, dem Verein, zu dem Ex-HSV-Spieler Klaus Gjasula im Sommer 2021 gewechselt ist. Für den Ex-HSV-Spieler, der früher im HSV-Trikot Seite an Seite mit großen Namen wie Heung-Min Son, Ruud van Nistelrooy oder Mladen Petric spielte, der Knackpunkt seiner Karriere. Nicht sportlich gesehen, aber abseits des Platzes.

HSV-Transfergerüchte: Ex-HSV-Spieler Änis Ben-Hatira bekommt Probleme – das hat der Verfassungsschutz damit zu tun

Der mehrfache tunesische Nationalspieler war sozial aktiv, spendete Geld an die muslimische Hilfsorganisation Ansaar International. Die wiederum wurde vom Verfassungsschutz beobachtet, als extremistisch-salafistisch beurteilt und später verboten. Ben-Hatira und sein Klub distanzierten sich, der Druck wurde dennoch immer größer – und der Ex-HSV-Spieler Ben-Hatira und Darmstadt 98 trennten sich. Auch danach: keine HSV-Transfergerüchte. Stattdessen folgten unfassbar viele Vereine in unglaublich kurzer Zeit. Bis hin zu einem Engagement in Griechenland, das inzwischen auch vorbei ist.

Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Für Horst Hrubesch würde ich durchs Feuer gehen.

Ex-HSV-Spieler Änis Ben-Hatira über die HSV-Ikone, die ihn beim HSV mittrainieren lässt

Seitdem ist Änis Ben-Hatira vereinslos. In der Not hat der 33-Jährige Kontakt zu Horst Hrubesch aufgenommen. Der Ex-Interimstrainer der HSV-Profis war Coach des Ex-HSV-Spielers beim U21-Nationalteam, als dieses 2009 Europameister wurde. Jetzt hat Hrubesch Ben-Hatira angeboten, beim HSV II zu trainieren. „Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Für Horst Hrubesch würde ich durchs Feuer gehen“, sagt der gebürtige Berliner. Noch hat er in Hamburg nichts mit den Profis zu tun.

HSV-Transfergerüchte: Änis Ben-Hatira war tunesischer Nationalspieler – verstärkt Ex-HSV-Spieler bald Tim Walters Team?

Kann sich das ändern? Wenn es nach Änis Ben-Hatira geht, dann ja. Wie er im Abendblatt-Podcast sagt, traut sich der 33-Jährige die Zweite Liga noch zu. „Die Zeit läuft mir davon“, weiß auch der Ex-HSV-Spieler, dass er nicht mehr der Jüngste ist. Ein internes HSV-Transfergerücht ist damit dennoch schnell kreiert. Schließlich suchte HSV-Sportvorstand Jonas Boldt vor Kurzem noch einen Spieler für den Flügel. Und: Laut Abendblatt ist Ben-Hatira bereit, wenn der HSV ihn braucht.

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„Es wäre ein Traum, dahin zurückzukehren, wo alles angefangen hat. Dafür würde ich alles geben“, erklärt Änis Ben-Hatira. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Claus Bergmann/imago

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