Oliver Kirch macht Jugend fit

HSV-Transfer: Pusht Ex-BVB-Spieler Rothosen zum Aufstieg?

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    VonYannick Hanke
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Den Aufstieg in die Bundesliga hat der HSV erneut vergeigt. Es drückt der Schuh. Auch finanziell. Fokus liegt auf dem Nachwuchs. Wird Ex-BVB-Kicker Heilsbringer?

Hamburg – Den Bundesliga-Aufstieg hat der HSV auch im dritten Anlauf in den Sand gesetzt. Neue Saison, neues Glück lautet die Devise der Rothosen. Sportvorstand Jonas Boldt bastelt eifrig am Kader für die anstehende Spielzeit. Neben bisher drei fixen Spieler-Transfers stellt sich der Hamburger SV aber auch im Nachwuchsbereich neu auf. Ex-BVB-Kicker Oliver Kirch wird zur Saison 2021/2022 neuer Trainer der U19. Ist er der Schlüssel zur Bundesliga-Rückkehr?

Fußballverein:Hamburger SV
Liga:2. Bundesliga
Trainer:Horst Hrubesch
Farben:Blau-Weiß-Schwarz
Gründung:29. September 1887, Hamburg
Kapazität:57.000

HSV: Ex-BVB-Kicker Oliver Kirch wird U19-Trainer beim Hamburger SV – mit ihm zum Bundesliga-Aufstieg?

Beim HSV unterschreibt Oliver Kirch einen Zweijahresvertrag. Der 38-Jährige kommt mit reichlich Bundesligaerfahrung an die Elbe und soll die Spieler der vereinseigenen U19 stärker machen. „Dass der HSV seine Talententwicklung und insbesondere den Übergangsbereich zwischen den Jugendmannschaften und der Profiabteilung weiter intensivieren will, ist sehr reizvoll“, heißt es von Oliver Kirch.

Ex-BVB-Kicker Oliver Kirch stößt zum HSV. Dort wird der gebürtige Ostwestfale zum Trainer der U19. (24hamburg.de-Montage)

Der gebürtige Ostwestfale kann auf 170 Bundesligaspiele für Arminia Bielefeld, den 1. FC Kaiserslautern, Borussia Dortmund sowie den SC Paderborn zurückblicken. Mehr Einsätze im Fußball-Oberhaus, als so manch ein HSV-Spieler aus dem aktuellen Kader aufweist. Was aber qualifiziert Oliver Kirch für die Rolle als U19-Trainer der Hamburger?

Oliver Kirch mit Erfahrung im Nachwuchsbereich – HSV-Legende Horst Hrubesch voll des Lobes

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn wechselte Oliver Kirch in das Nachwuchsleistungszentrum von Arminia Bielefeld. Dort war der einstige Defensivflitzer zunächst als Co-Trainer für die A-Junioren tätig, ehe Kirch zum Cheftrainer der U19 aufstieg. Es folgte das Amt des Entwicklungscoaches im Profibereich und schließlich die Rückkehr zur Position des Cheftrainers der A-Junioren.

Noch bevor Oliver Kirch seinen Dienst in Hamburg angetreten hat, ist eine Klub-Legende bereits voll des Lobes für ihn. „Mit Oliver konnten wir einen erfahrenen Nachwuchstrainer für unser NLZ gewinnen, der sowohl fachlich als auch menschlich sehr gut zu uns passt“, schwärmt das einstige Kopfballungeheuer Horst Hrubesch vom neuen U19-Trainer beim Hamburger HSV.

Jugend forscht: HSV-Bubis sollen beim Bundesliga-Aufstieg mithelfen – U19-Spieler im Fokus

Hrubesch, der die HSV-Profis interimsweise nach der Entlassung von Ex-Trainer Daniel Thioune coachte, ist nunmehr wieder Direktor vom HSV-Nachwuchsleistungszentrum (NLZ). Da die Kassen bei den Hanseaten klamm sind, müssen die Rothosen verstärkt auf Kicker aus der eigenen Jugend setzen. Daran ändern auch die externen Verpflichtungen von Sebastian Schonlau, Jonas Meffert und Miro Muheim* nichts.

„Oliver kennt sich in der Arbeit mit Jugendlichen bestens aus und kennt aus seiner eigenen Erfahrung auch die Anforderungen, die der Lizenzfußball mit sich bringt“, heißt es von Horst Hrubesch auf der vereinseigenen Homepage über Oliver Kirch. Der neue Coach der U19 vom HSV soll quasi die Stars von morgen ausbilden. Es sind Spieler wie Ware Pakia, Arlind Rexhepi oder Henry Koeberer, die immer wieder in der zweiten Liga zum Zug kommen könnten.

Coronavirus-Krise zwingt HSV finanziell in die Knie: Aufstieg in erste Bundesliga fast schon PFLICHT

Eine Möglichkeit, die nicht zuletzt der Coronavirus-Krise geschuldet ist. Die globale Pandemie reißt eine riesige Lücke in den Etat der Hamburger, Zuschauereinnahmen bleiben seit längerem aus. „Mittlerweile beträgt der durch Corona bereits realisierte oder noch zu erwartende Umsatzeinbruch für den HSV mehr als 60 Millionen Euro“, hält HSV-Finanzvorstand Frank Wettstein fest.

Zwar würde der Klub von der Elbe nicht in akuter Gefahr schweben, doch sei die Bewältigung der prekären Situation alles andere als einfach. „Bisher gelang uns der Ausgleich zu jeweils einem Drittel aus Finanzierungsmaßnahmen, aus Kostenreduktionen und zulasten unserer angesparten Reserven“, heißt es von Frank Wettstein. Der HSV-Finanzvorstand merkt aber auch an, dass sich dieses Vorgehen „nicht ins Unendliche fortsetzen“ lasse.

Raus aus dem Fußball-Unterhaus und rein in die Beletage des deutschen Fußballs – der Auftrag an den neuen HSV-Coach Tim Walter* ist klar formuliert. Mit tatkräftiger Unterstützung von U19-Trainer Oliver Kirch will und muss der Hamburger SV dem finanziellen Super-GAU entkommen. Und das am besten mit Spielern aus der eigenen Talentschmiede. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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