Geht er oder bleibt er?

HSV-Transfer: Zum Ausverkauf in der Defensive kann David Kinsombi nur lachen

  • Lars Wiedemann
    VonLars Wiedemann
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Der Trainingsauftakt ist kaum eingeläutet, schon gehen dem HSV die Defensivspieler aus. Droht nach Gideon Jung und Rick van Drongelen der nächste Abgang?

Hamburg - Bei Sportvorstand Jonas Boldt und Sportdirektor Michael Mutzel laufen beim Hamburger SV momentan die Drähte heiß. Der HSV-Kader für die kommende Saison, der vierten in Serie in der Zweiten Bundesliga, dürfte letztlich dabei runderneuert daher kommen. Vor allem, was die Defensive betrifft.

Nachdem sich Publikumsliebling Rick van Drongelen zu Bundesligist Union Berlin verabschiedet hat, einigte sich der HSV auch mit Gideon Jung auf eine Trennung. Dazu die Gerüchte um David Kinsombi. Der HSV-Fan fragt sich: Droht dem einstigen Bundesliga-Dino der Ausverkauf in der Defensive?

FußballspielerDavid Kinsombi
Geboren am 12. Dezember 1995 (25 Jahre) in Rüdesheim
PositionDefensives, zentrales Mittelfeld | Innenverteidigung
Karriere4 BL-Spiele | 128 BL2-Spiele
Im Verein seit2019

Nun hat sich Kinsombis Umfeld zu den Gerüchten um ein mögliches Abschieds-Szenario geäußert. Die Vorgeschichte: Ein Instagram-User hatte vermeintlich herausgefunden, dass Kinsombi der Instagram-Seite vom Hamburger SV nicht mehr folgen würde.

HSV-Abschied? David Kinsombi hat „keinerlei Wechselabsichten“

Laut Recherchen des Hamburger Abendblattes habe Kinsombi laut lachen müssen, als er davon erfuhr. Der 25-Jährige sei dem HSV in dem Sozialen Netzwerk noch nie gefolgt! Zudem sei Kinsombi auf Instagram nicht sonderlich aktiv und habe zuletzt vor einem Jahr etwas veröffentlicht. Alles Quatsch also? Der Defensivspezialist hege „keinerlei Wechselabsichten“, versichert sein Umfeld.

Bleibt er oder geht er? HSV-Mittelfeldspieler David Kinsombi bezieht Stellung zu den Gerüchten um seine Person. (24hamburg.de-Montage)

Wirbel um Kinsombi gibt es bereits Anfang seit einiger Zeit. Von einer Flucht vor seinem neuen und alten Trainer Tim Walter war die Rede. Von 2018 bis 2019 war Kinsombi Kapitän und Leistungsträger von Walter bei Holstein Kiel. Zumindest bis zur Rückrunde, als Kinsombi mit einem Wadenbeinbruch pausieren musste. Aber: Walter, der für überfallartiges Umschaltspiel steht, stört sich offenbar am trägen Umschaltverhalten Kinsombis.

HSV-Trainer Tim Walter über David Kinsombi: „Ich weiß, welche Knöpfe ich drücken muss“

Was man Kinsombi auch in Hamburg nachsagt: Er hat zu wenig aus seinen Möglichkeiten gemacht. Der defensive Mittelfeldspieler mit Offensivdrang erzielte in 55 Spielen für den HSV neun Tore, unter Tim Walter waren es fünf Treffer in 20 Partien in Kiel. Kuriose Randnotiz: Drei seiner fünf Tore unter Walter erzielte Kinsombi ausgerechnet in Spielen gegen den Hamburger SV.

Nun also ein neuer Anlauf unter Tim Walter? Kinsombi wolle sich unter seinem alten Chef durchsetzen, so soll er sich gegenüber den HSV-Verantwortlichen geäußert haben. Und Walter? „Ich weiß, welche Knöpfe ich bei David drücken muss“, versicherte der Hamburger Coach bei seiner Vorstellung. Das alles klingt nicht nach einem einfachen Verhältnis der beiden, aber Reibung erzeugt ja bekanntlich Wärme.

David Kinsombi, Jonas Meffert und Tim Walter: Wiedervereinigung beim HSV

Sollte Kinsombi beim HSV bleiben, wäre er nicht der einzige alte Schützling von Tim Walter. Mitte Juni brachte der HSV die Verpflichtung von Jonas Meffert unter Dach und Fach, der in der Saison 2018/2019 ebenfalls zum Stammpersonal Walters gehörte. Übrigens im defensiven Mittelfeld an der Seite von David Kinsombi. Zudem kennen sich Meffert und Kinsombi aus der gemeinsamen Zeit beim Karlsruher SC 2016/17.

Für den HSV ist zu hoffen, dass diese Wiedervereinigung noch über den Sommer hinaus hält.  * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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