Trainingsfrust statt Lust?

HSV: Trainings-Stress – Rick van Drongelen und Bobby Wood rasten aus

  • Natalie-Margaux Rahimi
    vonNatalie-Margaux Rahimi
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Eigentlich sollte die Stimmung beim HSV aufgrund der sportlichen Situation bestens sein. Doch auf dem Trainingsplatz gibt es Ärger. Worüber zoffen sich die Streithähne?

  • Aktuell ist der Hamburger SV Tabellenführer der Zweiten Bundesliga.
  • Die Stimmung dürfte nicht besser sein, denn der HSV ist seit acht Spielen unbesiegt.
  • Im Training kommt es dennoch zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen Rick van Drongelen und Bobby Wood.

Hamburg – Der HSV ist aktuell das Maß aller Dinge in der 2. Fußball-Bundesliga. Die letzten acht Spiele sind die Rothosen nun schon ungeschlagen und holten aus den letzten fünf Spielen elf von fünfzehn möglichen Punkten. Gegen Düsseldorf sicherte sich der HSV einen wichtigen Punkt gegen einen direkten Aufstiegskonkurrenten. Die Stimmung dürfte aktuell also nicht besser sein bei der Mannschaft aus dem Volksparkstadion. Und doch kam es kürzlich im Training zu einer handfesten Auseinandersetzung. Was war denn da los?

Fußballverein:Hamburger SV
Gründung:29. September 1887
Stadion:Volksparkstadion
Kapazität:57.000
Ligen:Zweite Bundesliga
Trainer:Daniel Thioune

HSV-Zoff: Rick van Drongelen und Bobby Wood gehen im Training aufeinander los

Auch bei den HSV-Reservisten scheint auf jeden Fall Dampf unterm Kessel zu sein. So gerieten auf dem Trainingsplatz kürzlich Innenverteidiger Rick van Drongelen und Ersatzstürmer Bobby Wood aneinander. Wie die Hamburger Morgenpost berichtet, kam es zwischen den beiden Streithähnen während eines Kreisspiels zu einer handfesten Auseinandersetzung. Irgendetwas scheint sie aneinander so richtig aufgeregt zu haben, denn plötzlich gingen sie sich an den Kragen.

Trainings-Zoff zwischen den HSV-Profis Rick van Drongelen und Bobby Wood. (24hamburg.de-Montage)

Daraufhin versuchten ihre Mannschaftskollegen die beiden Dickköpfe voneinander zu trennen und den Streit zu schlichten. Es dauerte einige Sekunden, bis es ihnen gelang. Das alles passierte übrigens unmittelbar vor den Augen von HSV-Trainer Daniel Thioune, der die Szene komplett ruhig mitverfolgte. Nachdem sich die Situation augenscheinlich wieder entspannt hatte, nahm er die beiden Streitmacher zur Seite. Sauer schien der Trainer auf die beiden jedenfalls nicht zu sein. So sagte er im Anschluss an das Training zur Hamburger Morgenpost: „Es zeigt doch, dass Feuer drin ist“. Er verzichtete auch darauf, die beiden in die Kabine zu schicken. Da nichts eskaliert sei, sei die Sache für ihn schon längst erledigt, ließ Daniel Thioune wissen.

HSV-Streithähne van Drongelen und Wood zeigen: Profis gehen mit Vollgas zur Sache

So ganz Unrecht hat Trainer Daniel Thioune mit seiner Einschätzung zu dem Geschehen sicher nicht. So zeigt die Aktion, dass beide Profis voll bei der Sache sind. Beide hängen sich rein und gehen mit Volldampf in das Training. Und das sollten sie auch, wenn sie sich bald wieder einen Platz in der Startelf der Rothosen verdienen wollen. Rick van Drongelen ist immer noch dabei, seinen Trainingsrückstand nach seinem Kreuzbandriss im letzten Spiel der Vorsaison aufzuholen.

„Ich bin noch nicht bei 100 Prozent“, hatte van Drongelen kürzlich erklärt. 24hamburg.de/hsv berichtete. Ob van Drongelen derzeit überhaupt Chancen auf einen Platz in der Startelf hätte, ist ungewiss, da das Verteidiger-Duo aus Toni Leistner und Stephan Ambrosius aktuell sehr stark aufspielt. Übrigens wurde Stephan Ambrosius kürzlich zum wiederholten Male zum Man of the Match gewählt. Schon beim letzten Mal hatte der Verein seine Abwehrmaschine mit einem Instagram-Video gefeiert.

HSV-Trainingszoff: Ist da vielleicht auch etwas Frust im Spiel?

Bei Bobby Wood sieht es indes nicht viel besser aus. Im Gegensatz zu Rick van Drongelen dürfte ihm aber klar sein, dass ein Startelf-Einsatz nahezu ausgeschlossen ist. Denn Sturmwunder Simon Terodde dürfte ihm wohl kaum freiwillig den Vortritt lassen. Immerhin hat der Mittelstürmer in dieser Saison schon ganze 17 Tore für den Hamburger SV geschossen. Wenigstens kommt Wood in der laufenden Saison auf zwölf Kurzeinsätze in den Schlussminuten der Partien.

Im Spiel gegen Sandhausen konnte der Ersatzstürmer sogar ein Tor auflegen. Trotzdem dürfte feststehen, dass er höchstens im Sinne einer Belastungssteuerung oder im Falle einer Verletzung für Simon Terodde in die Startelf rücken würde. Könnte also sein, dass bei der Auseinandersetzung zwischen den beiden HSV-Profis auch ein wenig (Trainings-)Frust mit dabei war. Kürzlich kursierte zudem das Gerücht, nach welchem der Stürmer schon in diesem Winter zu einem neuen Verein in die USA wechseln könnte. Gut möglich also, dass er nun sauer ist, weil der HSV ihn erst im Sommer ziehen lassen will.

HSV im Aufstiegsrennen: Die Stimmung innerhalb der Mannschaft stimmt

Dass die Hamburger mit Feuer bei der Sache sind, zeigte kürzlich auch Innenverteidiger Toni Leistner. Nach dem 1:1 gegen Nürnberg lieferte sich Leistner auf Twitter eine Wortschlacht mit dem Blogger von HSV-Arena. Dieser hatte ihn und die Mannschaft nach dem Remis hart kritisiert. Die Beleidigungen gegen sich und seine Mannschaft konnte der Verteidiger scheinbar nicht auf sich sitzen lassen und wehrte sich.

Und das zeigt: trotz der kleinen Auseinandersetzung zwischen Wood und van Drongelen scheint die Stimmung innerhalb der Mannschaft derzeit weiter zu stimmen. Und diese gute Stimmung und die Mentalität innerhalb der Mannschaft könnten in diesem Jahr ein großer Trumpf im Kampf um den Aufstieg in die Erste Bundesliga sein. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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