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HSV-Trainer Tim Walter kritisiert Politik: „Mal die Augen aufmachen“

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Von: Denny Konzack

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2.000 Zuschauer im Stadion – zumindest bis zum 7. Februar 2022. HSV-Trainer Tim Walter äußert sich zur derzeitigen Situation aufgrund der Fan-Beschränkung.

Hamburg – Die Corona-Bestimmungen vom Hamburger Senat sind für die Hamburger Profi-Klubs aus den Bereichen Eishockey, Basketball, Handball und Fußball weiterhin eine Zumutung. Gemeinsam entschied man sich daraufhin vor wenigen Wochen, gegen die Bestimmungen und Vorschriften vorzugehen. Dieser Schritt führte zu einer Lockerung der Maßnahmen, sodass der HSV sowie der FC St. Pauli wieder 2.000 Fans im Stadion begrüßen dürfen. In Hallen sind indes nur 1.000 Zuschauer erlaubt.

Trainer:Tim Walter
Beim Hamburger SV seit:2021
Bevorzugtes System:4-3-3 oder 4-4-2
Letzter Sieg:FC St. Pauli (heim, 2:1)

Bis zum 7. Februar 2022 soll sich an diesem Stand jedoch nichts ändern. Die Möglichkeit für einen Antrag, um mehr Zuschauern den Eintritt ins Stadion gewähren zu können, ist mit entsprechendem Hygiene-Konzept beim Hamburger Senat dennoch möglich. Einem geht das Ganze jedoch ziemlich auf die Nerven. Im Hamburger Abendblatt sprach HSV-Coach Tim Walter, wie er über die derzeitigen Coronavirus-Auflagen im Volksparkstadion denkt und weshalb er meint, dass sich etwas ändern sollte beziehungsweise: sich etwas ändern müsste.

HSV-Trainer Tim Walter hat kein Verständnis für die aktuelle Situation: „In der NFL sind 100.000 Zuschauer“

Tim Walter sieht auf den leeren Rängen im Volksparkstadion sichtlich genervt aus
HSV-Coach Tim Walter gehen die wenigen Besucher bei den Spielen seines Hamburger SV ziemlich auf die Nerven. (24hamburg.de-Montage) © mis/ChrisEmilJanßen/imago

„Ich bin kein Virologe, wir halten uns an alles. Trotzdem könnte man mal die Augen aufmachen“, sagt Walter im Hamburger Abendblatt und fährt fort: „Gucken wir mal über den Tellerrand hinaus, schauen wir mal nach England oder Amerika. In der NFL sind 100.000 Zuschauer.“ Verständnis für die Situation sieht anders aus. Allerdings fehlen dem in finanziellen Misslagen befindlichen HSV seine Fans, die einerseits für ordentliche Stimmung auf den Rängen sorgen, andererseits aber auch die Kassen der Rothosen durch TIcket-Käufe füllen.

Nach den letzten Corona-Auflagen machte der HSV neben einem Zweitliga-Rekord einen Minusrekord an Zuschauern und bei einem Nicht-Aufstieg droht den Rothosen sogar der totale Ausverkauf. Verständlich, dass einen Trainer, der für seinen Verein das Beste möchte, mit der aktuellen Situation also nicht sonderlich konform geht. Es bleibt abzuwarten, was am 7. Februar 2022 von Politik und dem Hamburger Senat entschieden.

Neben finanziellen Engpässen hat der HSV einen weiteren Corona-Fall zu beklagen

Der Hamburger SV hat es wie jede Saison nicht leicht im Unterhaus. Deshalb setzt man im Volkspark alles daran, den Aufstieg im Jahr 2022, endlich feier zu können. Bis dahin ist es jedoch ein weiter Weg und die Probleme bei den Rothosen nehmen kein Ende. Zuletzt hatten sich Robert Glatzel, Tim Leibold und Bakery Jatta mit dem Coronavirus infiziert. Jetzt hat es den finnischen U21-Nationalspieler Anssi Suhonen erwischt.

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Doch der an einer Muskelverletzung laborierende Finnevtrainierte in der Zeit seiner Erkrankung sowieso individuell, daher bestand nie ein Risiko für den Rest der Mannschaft von Tim Walter. Die Corona-Schutzmaßnahmen beim HSV zeigen somit Wirkung, denn keiner der Profis der Rothosen verpasste aufgrund einer Corona-Erkrankung ein Pflichtspiel. Positive Nachrichten gibt also immer wieder und wer weiß, wie lange sich der HSV-Trainer Tim Walter noch über die aktuellen Corona-Bestimmungen aufregen muss. Mindestens jedoch bis zum 7. Februar 2022. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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