1. 24hamburg
  2. HSV

Von wegen „Transfer-Desaster“: Darum gab es nur einen Neuzugang beim HSV

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Denny Konzack

Kommentare

Von einem Transfer-Desaster war die Rede, wochenlang. Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Sandhausen nimmt HSV-Trainer Tim Walter dazu endlich Stellung.

Hamburg – Der Hamburger SV hatte in der Hin- sowie Rückrunde mit viel Verletzungspech zu kämpfen und hatte phasenweise Probleme, aufgrund des ausgedünnten Kaders, Positionen adäquat zu ersetzen. Fans der Rothosen erwarteten somit einige Neuzugänge in der vergangenen Transferperiode, doch die blieben bekanntlich aus. Im Winter sprach man in HSV-Kreisen daher von einem Transfer-Desaster, da die Hamburger zwar viele Transfergerüchte vorzuweisen hatten und auch mit vielen Kickern in Kontakt stand, allerdings nur einer letztlich den Weg in die Hansestadt gefunden hatte.

Verein:Hamburger SV
Trainer:Tim Walter
HSV-Sportvorstand:Jonas Boldt
HSV-Sportdirektor:Michael Mutzel

Gemeint ist Giorgi Chakvetadze, der sich den Rothosen bis zum Sommer 2022 anschließt und in seinen „Mini“-Auftritten bereits zu überzeugen wusste. Doch für die kräftezehrende Rückrunde braucht man fittes, gesundes Personal. Das Lazarett der Hanseaten lichtet sich mittlerweile, doch warum hat der Hamburger SV nicht mehr Spieler im Winter geholt? HSV-Trainer Tim Walter gab in der Pressekonferenz für das Spiel gegen den SV Sandhausen jetzt die Antwort.

Der Hamburger SV agierte im Winter clever, berücksichtige bei Transferentscheidungen die bevorstehenden Verletzungs-Comebacks

HSV-Sportvorstand Jonas Boldt und HSV-Trainer Tim Walter Arm in Arm im Volksparkstadion
HSV-Sportvorstand Jonas Boldt und HSV-Trainer Tim Walter hatten im Transfer-Winter Kopf und Ruhe bewahrt, während in Hamburg bereits von einem Transfer-Desaster die Rede war. (24hamburg.de-Montage) © Eibner/Nordphoto/Imago

Der Kader jedes Teams darf am jeweiligen Spieltag bekanntlich lediglich 20 Spieler aufweisen. Elf Spieler für die Startformation plus neun Ersatzspieler auf der Bank. Der HSV hatte im Spiel gegen Darmstadt 98 einen Kader von 18 Spielern, zwei weniger als zugelassen. Durch die Kader-Comebacks von Josha Vagnoman und Anssi Suhonen, die Tim Walter für die kommende Partie gegen den SV Sandhausen auf der Pressekonferenz bestätigte, wäre der HSV wieder bei vollen Kräften. Gegen den 1. FC Heidenheim waren zwar wieder 20 Profis, doch mit zwei weiteren Rückkehrern, beginnt für HSV-Trainer Tim Walter das „Streich-Konzert“.

Mit Stephan Ambrosius und Tim Leibold sind derzeit weitere zwei Akteure verletzt. Leibold wird jedoch in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen. Doch was passiert, wenn in ein paar Wochen Stephan Ambrosius sein Comeback feiert? Mit ihm wäre der HSV wieder bei voller Kaderkraft (26 Profis), die für einen Einsatz in der Startelf sowie der Reservebank infrage kommen könnten. Heißt: HSV-Trainer Tim Walter muss wohl oder übel überlegen, welche seiner Akteure er zukünftig von der Spieltags-Kader-Liste streichen.

Genau aus diesem Grund ist das „Transfer-Desaster“ im Winter, eher als ein wohlüberlegter Schachzug der HSV-Verantwortlichen einzuordnen. Das will jedenfalls der Klub so vermitteln.

HSV-Trainer Tim Walter baut lieber auf vorhandenen Spieler und möchte diese mehr fördern

„Wir sind glücklich und stolz, dass endlich wieder alle zurückkommen und wir genau den Weg weitergehen, den wir angesprochen haben und das auch mit eigenen Spielern, um genau die zu fördern. Deswegen haben wir zu der Zeit auch keine Spieler mehr dazu genommen“, erklärte Tim Walter auf der Pressekonferenz und fügte an: „Weil wir wussten, irgendwann kommen die wieder dazu und das gibt uns jetzt dementsprechend auch recht.“ Gemeint sind dabei die derzeit Verletzten beim HSV.

24hamburg.de-Newsletter

Im Newsletter von 24hamburg.de stellt unsere Redaktion Inhalte aus Hamburg, Norddeutschland und über den HSV zusammen. Täglich um 8:30 Uhr landen sechs aktuelle Artikel in Ihrem Mail-Postfach – die Anmeldung ist kostenlos, eine Abmeldung per Klick am Ende jeder verschickten Newsletter-Ausgabe unkompliziert möglich.

Die Rothosen sind in dieser Saison also nicht nur als Mannschaft mehr gewachsen, sondern wissen auch neben dem Platz, wie man gemeinsam weitere, clevere Schritte in Richtung Zukunft gehen möchte. Alles im Lot, möchte man meinen, doch gegen den SV Sandhausen droht dem Hamburger SV dennoch der Absturz. Mit einem Sieg wären die Rothosen und ihr Trainer Tim Walter jedoch wieder auf der Jagd nach dem nächsten Meilenstein. *24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Auch interessant

Kommentare