Traum Champions League

HSV-Trainer: Daniel Thioune träumt von der Champions League

  • Jan Knötzsch
    vonJan Knötzsch
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Muss der HSV um seinen Trainer fürchten? Daniel Thioune ist mit seinen Rothosen auf dem Weg in die Fußball-Bundesliga. Doch er will in die Champions League.

Hamburg – Im ersten Spiel nach der Länderspiel-Pause trifft der Hamburger SV in der Zweiten Bundesliga am Sonntag, 4. April 2021, auf Hannover 96. Eine Partie, in der für beide Teams die Marschroute klar ist: drei Punkte holen! Hannover benötigt sie, um überhaupt oben dran zu bleiben. Der HSV, um seinem Traum von der Ersten Bundesliga ein weiteres Stück näher zu kommen. Der Mann, der als „Boss“ den Aufstieg sichern soll, ist Daniel Thioune. Aber wie lange sitzt der Coach überhaupt noch als HSV-Trainer auf der Bank. Denkt er womöglich schon an andere Aufgaben und Vereine?

Fußballtrainer:Daniel Thioune
Geboren:21. Juli 1974 (Alter: 46 Jahre) in Georgsmarienhütte
Größe:1,83 Meter
Bisherige Trainerstationen:Hamburger SV (seit 2020), VfL Osnabrück (2017-2020)
Vereine als aktiver Spieler:unter anderem LR Ahlen, VfB Lübeck VfL Osnabrück

HSV: Traum von der Champions League – kehrt Daniel Thioune Volksparkstadion den Rücken?

Erst kürzlich hatte Moritz Fürste, ehemals erfolgreicher Hockey-Nationalspieler aus der Hansestadt Hamburg*, in einem Podcast noch den Wunsch geäußert, Daniel Thioune* möge doch bitte „die nächsten zehn Jahre“ Trainer beim Hamburger SV* bleiben. Weil der 46-Jährige und der Club aus dem Volksparkstadion* einfach eine Mischung ergeben, die zusammenpasst. Ein netter Wunsch, doch ist er überhaupt realistisch? Nun sind zehn Jahre im Tagesgeschäft Fußball, wo sich von heute auf morgen alles ändern kann, zum Einen eine lange Zeit. Und zum Anderen hat Thioune andere Pläne.

HSV-Trainer Daniel Thioune hat ein Traumziel: die Champions League – denkt er deswegen über einen Abschied vom HSV nach? (24hamburg.de-Montage)

Das macht der Trainer des Hamburger SV jedenfalls in einem Interview mit dem Portal t-online.de deutlich. „Mein Traum ist es, eines Tages, wenn um 21 Uhr an einem Dienstag oder Mittwoch diese Hymne läuft, nicht vor dem TV zu sitzen, sondern am Spielfeldrand zu stehen“, gibt der HSV-Coach zu, dass er irgendwann gern einmal als Trainer in der Champions League aktiv sein will. Andererseits aber, so erklärt Daniel Thioune, sei der Fußball eben wenig planbar. Hätte man ihn vor drei Jahren gefragt, ob er sich als HSV-Cheftrainer sehe, „hätte ich wahrscheinlich ungläubig geschaut.“

Ziel von HSV-Trainer Daniel Thioune: „Gut sein, wo du gerade bist“ – und „das ist der Hamburger SV“

Und so nimmt der HSV-Trainer seinen Worten selbst ein wenig Wind aus den Segeln. „Vielleicht trainiere ich irgendwann auch wieder die U17-Mannschaft aus meiner Heimatstadt und bin genauso glücklich wie heute. Ich möchte immer dort gut sein, wo ich gerade bin“, konstatiert der Trainer des Traditionsvereins aus der Stadt von Alster* und Elbe*, „aber nur träumen bringt nichts. Du musst dort gut sein, wo du gerade bist. Und das ist der Hamburger SV.“ Und in der Hansestadt hat der Coach schließlich noch eine Mission zu erfüllen: den Aufstieg.

„Die Enttäuschungen der vergangenen Jahre nehme ich als Antrieb. Etliche Menschen halten zum HSV und wünschen sich bessere Zeiten. Mein Anspruch ist es, die Situation jeden Tag besser zu machen“, verrät Daniel Thioune. „Wir dürfen nicht den Fehler machen, die Ängste mancher Fans von der Hand zu weisen, dafür hat sich Geschichte zu oft und zu detailliert wiederholt“, fügt der 46-jährige HSV-Übungsleiter, der jüngst über seine miesen Nazi-Erlebnisse berichtete, hinzu.

HSV-Trainer Daniel Thioune: „Keine Grenzen nach oben“ – Rothosen-Coach will „maximal sein“

Entsprechend taugt der HSV-Trainer dann auch eher als Mutmacher denn als Angsthase – schließlich will auch er sich noch vor der Champion League einen anderen Traum erfüllen: „Bald stehe ich hoffentlich an der Seitenlinie und die Fans bringen das Stadion zum Kochen. Da habe ich unheimlich viel Bock drauf: Volkspark, Samstag, 15.30 Uhr, 57.000 Zuschauer – könnte schlimmer sein“, befindet Daniel Thioune und nimmt den HSV-Fans die Furcht: An einen frühzeitigen Abschied aus dem Volkspark denkt der Übungsleiter beileibe nicht. Aber man wird ja nochmal träumen dürfen: „Wichtig ist, sich keine Grenzen nach oben zu setzen. Ich will maximal sein.“ * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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