Bundesliga zwei – 31. Spieltag

Hamburger SV will Coronavirus-Keller-Kicker in Dritte Liga schicken – Dieter Heckings letzte Chance

  • Enno Eidens
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Hamburger SV besucht am Freitag die Coronavirus-Kicker von Dynamo Dresden. HSV-Coach Dieter Hecking musste davor viel Kritik einstecken, Hecking muss am Freitag punkten. FC St. Pauli empfängt Erzgebirge Aue in Hamburg und kämpft gegen den Abstieg.

Hamburg – Nur noch vier Spiele, dann ist die Saison vorbei. Der Hamburger SV steht zwei Punkte hinter einem Aufstiegsplatz. Dennoch gibt es viel Kritik: die Rothosen lassen Punkte liegen, verlieren stets gegen Ende die Nerven. Viele unnötige Gegentore fallen in der Nachspielzeit. Beim FC St. Pauli sieht es anders aus: Nur fünf Punkte trennen die Kiez-Kicker von der Relegation in die Dritte Liga.

Hamburger SVFußballverein
TrainerDieter Hecking
VorsitzenderMarcell Jansen
VorstandJonas Boldt (Sport); Frank Wettstein (Finanzen, Recht & Personal)
Gründung29. September 1887, Hamburg
Kapazität57.000

SG Dynamo Dresden - Hamburger SV (Freitag, 12. Juni, 18:30 Uhr)

Für den Hamburger SV ist jedes Spiel ein Endspiel. Das Ziel ist der Aufstieg, die Chancen stehen gut. Doch die Hamburger haben Pech und spielen unkonzentriert, kassieren Ausgleichs- und Gegentore in der Nachspielzeit. Beim Spiel vom HSV gegen Holstein Kiel lief es genau so. In der 93. Minute macht Jae-sung Lee den Anschlusstreffer, zwei Punkte weniger für den HSV. Diese zwei Punkte sind die aktuelle Differenz zum zweitplatzierten VfB Stuttgart*.

Hamburger David Kinsombi schießt auf Tor seines Ex-Vereins Holstein Kiel.

Viel Kritik gibt es an der Arbeit von Chef-Trainer Dieter Hecking. Seine Wechsel-Taktik für den HSV gegen Kiel* ging nicht auf. Der wehrt sich nun und sprach am Donnerstagabend laut mopo.de über die Vorwürfe. „Ich glaube meine Wechsel waren in der Vergangenheit nicht so verkehrt, aber es ist klar, dass wir am Montag (...) nicht die allerbeste Lösung gehabt haben“, sagte Hecking. Dennoch wendet auch er sich mit kritischen Forderungen an sein Team: „Wir müssen mehr Ruhe ausstrahlen, dürfen nicht hektisch werden“, sagte der Trainer laut Bericht der Deutschen Presse-Agentur.

Gegen SG Dynamo Dresden haben die Hamburger* jede Chance: Die Sachsen sind Liga-Letzter und nur ein Spiel hinterher. Für das Team rund um Dynamo-Dresden-Trainer Markus Kauczinski (vormals Coach des Hamburger Kiezkult-Clubs FC St. Pauli) steht somit eine schwere Aufgabe an. Zuvor mussten die Dresdner wegen interner Coronavirus-Sars-CoV-2-Fälle* aussetzen, durften erst Anfang Juni auf dem Platz. Von vier Spielen nach der Pause haben sie zwei verloren. Das ist ein Pflichtsieg für den Hamburger SV. Den Liveticker – Hamburger SV gegen Dynamo Dresden* gibt es bei tz.de.

Zweite Bundesliga: Hamburger SV und FC St. Pauli nicht im Free-TV

Beide Spiele der Hamburger Teams werden abermals nicht im Free-TV, sondern nur bei dem Sender Sky übertragen. Dort gibt es wie bisher das „Supersport-Ticket“ für 29,99 im Monat und das „Sport-Ticket“ für 9,99 monatlich. Wer sich für das günstigere Angebot entscheidet, kann nur Spieltags-Konferenzen der 2. Bundesliga sehen. Beim „Supersport-Ticket“ sind auch alle Einzelspiele verfügbar. Im Anschluss zeigt der Sender DAZN die Highlights der Spiele in der 2. Bundesliga.

FC St. Pauli – Erzgebirge Aue (Sonntag, 14. Juni, 13:30 Uhr)

Die Kiez-Kicker vom FC St. Pauli empfangen ebenfalls ein Team aus Sachsen. Erzgebirge Aue (7. Platz) kommt am Sonntag nach Hamburg ins Millerntor-Stadion. Die Hamburger haben eine Niederlage im Rücken, gegen den VfL Bochum* hat es am Freitag nur für eine 2:0-Niederlage gereicht. Die gesamte Coronavirus-Rückrunde läuft nicht besonders gut, von fünf Spielen konnte man nur eins gewinnen, zwei waren Niederlagen.

Luca Zander (Abwehr) sprach am Donnerstag über den Endspurt vom FC St. Pauli: „Die ganze Mannschaft ist sich bewusst, dass die kommenden Spiele für uns sehr wichtig sind.“ Dabei zeigt sich der 24-jährige Außenverteidiger aus Weyhe zuversichtlich: „Wir haben es definitiv in der eigenen Hand, uns da unten rauszukämpfen und damit sollten wir am Sonntag anfangen.“ Vor der Mannschaft von Erzgebirge Aue hat er keine Angst, aber Respekt, spricht von der hohen Qualität der Sachsen.

Luca Zander im Zweikampf mit Kaiserslauterns Joel Abu Hanna.

Laut Vereins-Website hat Zander dieselbe Hoffnung für seinen Ausbildungsverein Werder Bremen*. Zander geht davon aus, dass die abstiegsgefährdeten Bremer sich über die Relegation retten werden. Beim SV Werder Bremen spielt Luca Zander seit 2006 (Jugend-Mannschaft), vorher kickte er bei der Jugend vom SC Weyhe, einem Team im Bremer Umland.

Quelle: 24hamburg.de/hsv

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