Hamburger Stadtderby

Sechs Gründe, warum der HSV im Stadtderby St. Pauli schlägt

  • Natalie-Margaux Rahimi
    vonNatalie-Margaux Rahimi
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Am 1. März 2021 steigt das Hamburger Stadtderby St. Pauli gegen HSV am Millerntor. Sechs Gründe, warum der HSV diesmal Derbysieger wird.

Hamburg – Es ist das wohl spannendste Spiel der Zweiten Bundesliga, für alle die es mit dem HSV oder dem FC St. Pauli halten. Aktuell ist der Hamburger SV Tabellenführer der Zweiten Liga, während St. Pauli im Mittelfeld der Tabelle liegt. Doch während die Kiezkicker derzeit einen richtig guten Lauf haben, schwächelten die Rothosen ein wenig. 24hamburg.de/hsv nennt trotzdem sechs gute Gründe, warum sich der HSV diesmal den Titel des Stadtmeisters holen wird.

Fußballverein:Hamburger SV
Gründung:29. September 1887
Stadion:Volksparkstadion
Kapazität:57.000
Cheftrainer:Daniel Thioune

HSV wird Derbysieger: Grund 1 – Die Rothosen haben Taktik-Fuchs Thioune auf der Trainerbank

Derzeit gibt es viele Gründe, die eher für den FC St. Pauli als Derbysieger sprechen. Denn die Formkurve des Hamburger SV zeigt in den letzten Spielen eher nach unten. Erst das Spiel gegen Aue, in dem der HSV nach einer Zwei-Tore-Führung noch ein Unentschieden hinnehmen musste, dann das torlose Remis gegen Verfolger Fürth und zuletzt die Peinlich-Pleite gegen Würzburg. Doch der HSV hat ein Ass im Ärmel, dass ihn diese Saison schon ein ums andere Mal den Sieg bescherte: seinen Trainer.

Sechs gute Gründe warum der HSV das Derby gegen St. Pauli gewinnt. (24hamburg.de-Montage)

Daniel Thioune und sein Trainerteam um Merlin Polzin schaffen es immer wieder, den HSV richtig gut auf den Gegner einzustellen. Schon vor den jeweiligen Partien wird fleißig analysiert und im Training auf das Duell hingearbeitet. Außerdem passt Daniel Thioune auch die Startaufstellung immer ein bisschen auf den Gegner an. Und auch im Spiel gelang es der Trainerbank der Rothosen schon, noch einmal sinnvolle Nachjustierungen zu vollziehen. So war der HSV in der zweiten Halbzeit oft ein bisschen besser als in Durchgang eins.

HSV wird Derbysieger: Grund zwei – viele Spieler kehren in den Kader zurück

Außerdem können die Rothosen an diesem Spieltag mit zahlreichen Rückkehrern in den Kader beziehungsweise in die Startelf rechnen. So waren Josha Vagnoman und Jeremy Dudziak zwar schon gegen Würzburg dabei, kamen aber erst in der zweiten Halbzeit zum Zug. Im Duell gegen St. Pauli könnten die beiden wieder in die Startelf rutschen und mit ihrer Qualität für ordentlich Offensiv-Power sorgen. Jeremy Dudziak sorgte auch nach seiner Einwechslung gegen Würzburg direkt für Dampf und konnte dann sogar noch sein erstes Saisontor für den HSV erzielen.

Auch Josha Vagnoman ist auf der rechten Abwehrseite deutlich offensiver unterwegs als sein Ersatz Jan Gyamerah. Gut möglich also, dass Vagnoman für ihn in die Startelf rückt. Apropos Abwehr – da kehrt auch Abräumer Stephan Ambrosius nach seiner Gelb-Sperre, die er sich vielleicht sogar absichtlich im Hinblick auf das Derby abholte, wieder in die Startelf zurück. Und das ist auch gut so, denn gegen Würzburg wirkte die Defensive der Hamburger stark verunsichert und es war deutlich zu merken, wie sehr Ambrosius als Abräumer hinten fehlte.

Auch, weil Gideon Jung die Rolle des Abwehrchefs nicht richtig annehmen konnte. Er steht wegen seiner Leistung derzeit unter starkem Beschuss der Hamburger Fans. Doch auch da könnte sich gegen den FC St. Pauli eine Veränderung in der Startelf ergeben. Denn nach achtmonatiger Pause steht Rick van Drongelen vor einer Rückkehr in den Kader. Ob er gegen die Kiezkicker tatsächlich anfangen wird, ist bisher unklar. Jedoch hatte Trainer Daniel Thioune unter der Woche gesagt, das dies eine Option für das Stadtderby sein könnte.

HSV wird Derbysieger: Grund drei – die Rothosen haben die höhere individuelle Klasse

Auch wenn die Ergebnisse der Kiezkicker derzeit deutlich besser aussehen als die des HSV, sind die Rothosen nach wie vor Tabellenführer der Zweiten Bundesliga. Und das aus gutem Grund. Das Team von Daniel Thioune besteht nämlich aus Kickern höchster Klasse. Vielleicht ist unter den Profis der Rothosen sogar der ein oder andere, der zu den besten Spielern der Liga gehört. Auch erfahrene Fußballer, die schon einige erfolgreiche Jahre hinter sich haben, hat der HSV in seinen Reihen. Zum Beispiel Aaron Hunt.

HSV: Ruhe bewahren, weiterspielen, aufsteigen – so gelingt die Rückkehr in die Bundesliga. (24hamburg.de-Montage)

Aber auch Kapitän Tim Leibold, Offensivmann Sonny Kittel, Mittelfeldspieler Jeremy Dudziak, der zuletzt schwächelnde Torwart Sven Ulreich und allen voran Stürmer Simon Terodde dürften zum Kreis der qualitativ besten Profis der Liga gehören. Und auch jüngere Spieler wie Stephan Ambrosius, Josha Vagnoman, Manuel Wintzheimer und Bakery Jatta weisen eine hohe Qualität auf, die der des FC St. Pauli in der Breite deutlich überlegen sein dürfte.

HSV wird Derbysieger: Grund vier – das Team hat schon eine Krise überwunden

Der HSV steckt derzeit in einer Krise, zumindest was die jüngsten Ergebnisse angeht. Von den letzten fünf Spielen konnten die Rothosen nur eins gewinnen. Drei Duelle endeten in einem Remis, zuletzt gab es die erste Niederlage nach elf ungeschlagenen Spielen. Und jetzt kommen ausgerechnet das Derby und die Spiele gegen die direkten Konkurrenten aus Bochum und Kiel. Patzt der HSV in allen drei Spielen, könnte es schon wieder vorbei sein mit dem Kampf um die Bundesliga.

Doch so weit soll nun noch nicht gedacht werden. Zwar haben die Rothosen im Aufstiegsrennen bereits wieder die Pistole auf der Brust. Doch zeigten sie in dieser Saison schon, dass sie auch nach schlechten Spielen eine Reaktion zeigen und wieder gewinnen können. In der Hinrunde wurde Daniel Thioune und seiner Mannschaft nämlich schon eine Krise angedichtet, nachdem das Team drei Spiele hintereinander verloren hatte. Der HSV kam damals aber stärker denn je zurück und legte eine Serie von elf Spielen ohne Niederlage hin.

HSV wird Derbysieger: Grund fünf – die Rothosen haben Tormaschine Simon Terodde

Ein weiterer guter Grund dafür, dass sich der HSV am 1, März 2021 den Titel des Stadtmeisters sichern könnte, ist Simon Terodde. Denn der Topstürmer trifft für den HSV öfter als jeder andere Torjäger in der Zweiten Bundesliga. Schon 19 Treffer konnte der Angreifer für seine Rothosen erzielen und sorgte damit auch dafür, dass der Hamburger SV derzeit den besten Angriff der Liga stellt.

HSV-Stürmer Simon Terodde und St. Pauli-Torjäger Guido Burgstaller treffen im Stadtderby aufeinander. (24hamburg.-Montage)

In der eingleisigen Zweiten Bundesliga ist Terodde übrigens Rekordhalter, was das Toreschießen angeht. In 242 Ligaspielen traf er 137 Mal das gegnerische Tor. Statistisch gesehen braucht er gerade einmal 98 Minuten pro Treffer und ist auch in dieser Saison auf dem besten Wege, sich die Torjägerkanone zu erspielen. In seiner Karriere hat er den Titel des Torschützenkönigs bereits dreimal erhalten.

HSV wird Derbysieger: Grund sechs – Tradition schlägt jeden Trend

Der letzte Grund ist etwas für Statistik-Fans. Denn auch wenn der FC. St. Pauli derzeit besser drauf ist und die letzten Duelle gegen den HSV erfolgreicher bestritt als sein Stadtrivale aus dem Volksparkstadion (zwei Siege, ein Remis), gewann traditionell öfter der Hamburger SV die Stadtderbys. Von insgesamt 34 Stadt-Duellen konnten die Rothosen ganze 19 Spiele für sich entscheiden. Neunmal endete die Partie unentschieden und nur sechsmal konnten die Kiezkicker gewinnen.

Davon sind zwei Siege der letzten Saison zuzurechnen, in denen der Hamburger SV gegen die Jungs von St. Pauli patzte. In der Vor-Vorsaison fegte der HSV seinen Rivalen mit 4:0 aus dem Millerntorstadion und versetzte den Anhängern damit einen tiefen Schlag, für den sich die HSV-Fans noch heute feiern. Sicher würde es nicht schöneres für sie geben, das Ereignis von 2019 nun noch einmal zu wiederholen. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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