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HSV-Sportanlage bekommt neuen Namen – wegen Nazi-Vergangenheit

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Von: Kevin Goonewardena

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Das Stadion des HSV II hat ab sofort einen neuen Namen. Grund ist die Nazi-Vergangenheit des ehemaligen Namensgebers Wolfgang Meyer.

Hamburg – Wegen der NS-Belastung des Namensgebers heißt die Wolfgang-Meyer-Sportanlage nach Angaben der Stadt Hamburg künftig Sportpark Eimsbüttel. Das berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa). Wolfgang Meyer (1867-1957) war laut der Kulturbehörde von Senator Carsten Brosda (SPD) Schulleiter, Oberschulrat, Landesschulrat, außerdem zweiter Vorsitzender der Hamburger Turnerschaft von 1816 und Gauführer des Gaues Nordmark der Deutschen Turnerschaft. Meyer habe die Ausrichtung der Hamburger Schulpolitik unter den Nationalsozialisten unterstützt.

Name:Sportpark-Eimsbüttel (bis Oktober 2022 Wolfgang-Meyer-Sportanlage)
Adresse:Hagenbeckstraße 124, 22527 Hamburg
Errichtet:spätestens 1934
Besondere Spiele:Finale Hamburger Pokal 2020, Rugby-Länderspiel 2017

Im Februar hatte die Bezirksversammlung des Bezirks Eimsbüttel aufgrund von Meyers NS-Vergangenheit für die Umbenennung der Anlage in Stellingen östlich der Hagenbeckstraße gestimmt, wie die Behörde am Mittwoch weiter mitteilte.

Die zweite Mannschaft des HSV bei einem Heimspiel gegen den VfB Lübeck
Der HSV II bei einem Heimspiel gegen den Regionalligisten VfB Lübeck. Das Stadion der Viertligamannschaft des Hamburger Sportvereins heißt ab sofort Sportpark Eimsbüttel – wegen der Nazi-Vergangenheit des ehemaligen Namensgebers Wolfgang Meyer wurde die Spielstätte nun umbenannt. © CB / Imago

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Sportpark Eimsbüttel: HSV II trägt in dem Stadion Regionalliga-Spiele aus

Das Stadion fasst etwa 2000 Zuschauer, rund ein Viertel der Plätze ist überdacht. Auf der Anlage trägt die zweite Mannschaft des HSV ihre Heimspiele aus. Der HSV II tritt aktuell in der viertklassigen Regionalliga Nord an. Außerdem treten hier verschiedene Nachwuchsmannschaften des HSV an, unter anderem die U19. (mit Material der DPA)

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