Talent kickt aktuell beim FC Bayern

HSV-Transfer: Kommt er zurück nach Hamburg? Jetzt spricht Fiete Arp

  • Jan Knötzsch
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Bleibt er in München oder kommt er zurück? Ex-HSV-Stürmer Jann-Fiete Arp hat sich zu einem möglichen Transfer nach Hamburg geäußert.

  • Im Sommer 2019 verließ Jann-Fiete Arp den HSV* Richtung Bayern München.
  • Beim Rekordmeister spielt er nur für die Reservemannschaft.
  • Eine Rückkehr nach Hamburg steht für den 20-Jährigen aber aktuell nicht auf der Agenda.

Hamburg*/München — Zugegeben, das ganz große Glück hat Jann-Fiete Arp außerhalb Hamburgs * bislang nicht gefunden. Seit der 20-Jährige vom Hamburger SV* zum FC Bayern München wechselte, spielte er für den Deutschen Rekordmeister erst in einem einzigen Pflichtspiel in der Bundesliga. Statt in Deutschlands Fußball-Oberhaus für Furore zu sorgen, läuft Arp für die Zweite Mannschaft der Bayern in der Dritten Liga auf. Zu wenig für das hochgelobte Offensiv-Talent? Ein Grund, vielleicht über eine Rückkehr in die Hansestadt nachzudenken? Der Youngster hat sich jetzt zu genau diesem Thema geäußert.

Fußballspieler:Jann-Fiete Arp
Geburtsdatum:6. Januar 2000 (in Bad Segeberg)
Größe:1,84 Meter
Gewicht:78 Kilogramm
Aktuelle TeamsFC Bayern München (Rückennummer 15), FC Bayern München II (Rückennummer 9)
Beitrittsdaten:2019 (FC Bayern München/FC Bayern München II), 2017 (Hamburger SV)

HSV: Ex-Stürmer Jann-Fiete Arp hat den Hamburger SV „nicht vergessen“

„Ich glaube, im Fußball sind schon wildere Sachen passiert, als dass jemand zu seinem Heimatverein irgendwann zurückkehrt“, sagte Arp im Sport 1-Podcast „Split it!“. Er verspüre nach wie vor eine Verbundenheit zu Hamburg und „auch die Liebe zur Stadt wird nicht weggehen, Ganz egal, wie wohl ich mich in München fühle“, so der Stürmer, der im Sommer 2019 für eine Ablösesumme in Höhe von drei Millionen Euro das HSV-Trikot und das Volksparkstadion * gegen den Dress des FC Bayern und die Allianz-Arena tauschte. Zumindest auf den ersten Blick.

Läuft er bald wieder ins Volksparkstadion ein? Ex-HSV-Stürmer Jann-Fiete Arp, der im Sommer 2019 zum FC Bayern wechselte (24hamburg.de-Montage)

Denn: Vor der aktuellen Spielzeit entschied sich Jann-Fiete Arp, freiwillig den Weg aus der Bundesliga-Mannschaft der Bayern in die Reservemannschaft anzutreten, sich dort in den Vordergrund zu spielen und so für höhere Aufgaben in der Zukunft zu empfehlen. „Für mich ist ziemlich klar, dass ich früher oder später in Hamburg bin. Den Verein habe ich auf jeden Fall nicht vergessen“, erklärte Jann-Fiete Arp und nimmt den Fans des Hamburger SV, die nach den Misserfolgen des Vereins mit zuletzt drei Niederlagen in Folge dennoch die Hoffnung, dass er schon bald wieder für die „Rothosen“ auflaufen wird.

Hamburger SV: Ein Wechsel zurück in die Hansestadt ist für Arp „weit weg“

„Momentan ist es noch ziemlich weit weg und auch gar nicht der richtige Zeitpunkt, sich darüber Gedanken zu machen“, spielt ein Wechsel für Arp in der nahen Zukunft erst einmal keine Rolle. Denn das Ziel, das der 20-jährige Ex-Hamburger verfolgt, ist klar: Er will zum einen durch Leistung in der U23 des FC Bayern auf sich aufmerksam machen. Und zum anderen dadurch eben jene Kritiker Lügen strafen, die ihm nicht erst seit gestern voraussagen, dass er es beim Rekordmeister nicht schaffen werde, sich gegen namhafte Konkurrenten wie Bayerns Weltklasse-Stürmer Robert Lewandowski durchzusetzen und damit in die Kategorie „Fehleinkauf“ einzuordnen sei.

Dabei würde Arp dem HSV in der aktuellen Situation im Angriff durchaus gut zu Gesicht stehen: Der ansonsten zuverlässige Top-Torjäger Simon Terodde traf zuletzt nicht mehr. Lukas Hinterseer und Bobby Wood, die im Sturm nicht an Terodde und dem eher als Vorbereiter denn als Dauer-Torschütze in Erscheinung getretenen Manuel Wintzheimer nicht vorbeikommen, haben fast schon chronische Ladehemmungen. Bei Hinterseer gibt es bereits Gerüchte, dass der unzufriedene Österreicher dem HSV in der Wechselperiode im Winter den Rücken kehren wird *.

HSV: Für einen Arp-Transfer Richtung Volksparkstadion ist „derzeit nicht der richtige Zeitpunkt“

Und Jann-Fiete Arp? Der zweifelt trotz des bislang ausgebliebenen Durchbruchs in der bayerischen Landeshauptstadt nicht an sich. „Es ist kein Wunschkonzert, wo man am Ende landet“, so der 20-Jährige. „Junge Spieler denken oft, sie seien weiter als sie tatsächlich sind. Wenn dir jeder erzählt, wie toll du bist, was du alles kannst und du Leute um dich herum hast, die die nur sagen, dass andere Schuld sind, kommst du schnell in eine Denkweise, dass du dich für höhere Aufgaben berufen fühlst, als du in der Situation vielleicht bewältigen kannst“, ergänzte der einstige Stürmer des Hamburger SV, der die Niederlagen-Serie seines Ex-Clubs aus der Ferne mitverfolgt.

„Bei mir“, versicherte Jann-Fiete Arp, „ist das nicht so.“ Aus seiner Sicht sei es „ziemlich offensichtlich, dass der Weg mit der U23 mit Abstand der beste für mich ist, weil ich mich noch weiter an den Verein gewöhnen kann und im Blickfeld bleibe.“ Zudem habe er in seiner Zeit beim FC Bayern gelernt, dass „das Einzige, was du hier nicht zeigen kannst, Zweifel sind. Jeder der hier ist, ist hier, weil er weiß, wie gut er ist. Und jeder, der hier ist, ist auch so erfolgreich, weil er von sich überzeugt ist.“

Hamburger SV: Arp will sich lieber in München durchsetzen — obwohl die HSV-Stürmer nicht treffen

Entsprechend, so Jann-Fiete Arp, sei ein Wechsel keine Option. Im Vordergrund stehe vielmehr, sich eben durchzubeißen. „Inzwischen fühle ich mich um einiges stärker, was dem Kopf angeht. weil ich jetzt schon einige Situationen hatte, wo es gefühlt gar kein Licht mehr am Ende des Tunnels gab“, gab der Stürmer, der in Bad Segeberg geboren wurde, zu Protokoll. Ein weiterer Ansporn, vorerst in München zu bleiben und seine Karriere dort statt in Hamburg voranzutreiben: „Ich laufe immer noch hin und wieder den Spielern über den Weg, mit denen ich eines Tages zusammenarbeiten werde.“ Aber die spielen nun einmal nicht beim Hamburger SV... *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/Christian Chrarisius(/dpa/picture alliance

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