Nur „ein“ anderer Verein

HSV: Toni Leistner würde hierhin wechseln

  • Jan Knötzsch
    VonJan Knötzsch
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Toni Leistner ist derzeit Leistungsträger beim Hamburger SV. Er könnte für den lang ersehnten HSV-Aufstieg sorgen. Nur ein Club reizt ihn mehr als die Rothosen.

  • Toni Leistner möchte gerne in seiner Karriere noch für Borussia Dortmund spielen.
  • Der 30-Jährige will mit dem Hamburger SV in die Erste Liga aufsteigen.
  • Toni Leistner weiß um die Gefahr, die von der Konkurrenz ausgeht.

Hamburg – Eigentlich hat er derzeit alles, was ihn zufrieden macht. Toni Leistner hat beim Hamburger SV* die Kritiker, die anfangs nach durchwachsenen Leistungen schon Zweifel an dem 30-Jährigen äußerten, Lügen gestraft. Leistner ist beim Club aus dem Volksparkstadion* inzwischen nicht nur Stammspieler, sondern auch Leader und Leistungsträger. Und doch hat der gebürtige Dresdner einen Wunsch, der ihn dazu veranlassen könnte, dem HSV den Rücken zu kehren.

Fußballspieler:Toni Leistner
Geboren:19. August 1990 (Alter: 30 Jahre) in Dresden
Größe:1,90 Meter
Gewicht:87 Kilogramm
Aktuelles Team:Hamburger SV (seit 2020, Rückennummer 37)
Vorherige Vereine:1. FC Köln, Queens Park Rangers, Union Berlin, Hallescher FC, Dynamo Dresden

HSV: Einer der Herzenswünsche von Toni Leistner ist es, für Borussia Dortmund aufzulaufen

Worum es geht? Nun: Leistner würde gerne in seiner Karriere noch einmal in schwarz-gelb spielen. Nicht in Dresden, wo er zu Hause ist und schon für Dynamo auflief. Nein, der Club, bei dem Leistner schwach werden würde, ist ein anderer: Einer der Herzenswünsche, den Leistner hat, ist in seiner Karriere für Borussia Dortmund zu spielen. Zugegeben: ein Vorhaben, das aktuell und für die Zukunft nicht unbedingt ganz so wahrscheinlich ist.

Trikottausch: HSV-Abwehrchef Toni Leistner würde in seiner Karriere gerne noch für Borussia Dortmund spielen. (24hamburg.de-Montage)

Und so liegt die Konzentration Leistners dann auch auf einem ganz anderen, einem zweiten Wunsch, den der 30-Jährige für seine schon fortgeschrittene Fußballer-Laufbahn noch formuliert hat: Er möchte mit (s)einem Verein in die Erste Liga aufsteigen. Das wiederum liegt, wenn man die aktuelle Tabellensituation des Traditionsvereins aus Hamburg* nimmt, dann doch eher im Bereich des Möglichen als ein Transfer zum großen BVB.

HSV: Toni Leistner will sich den Wunsch erfüllen, mit den „Rothosen“ in die Bundesliga aufzusteigen

Ganz so voreilig sein aber will der erfahrene Leistner nicht. Der Defensivspieler, der sich gerne in den sozialen Netzwerken mal pöbelnde Fans zur Brust nimmt – so wie zuletzt auf Twitter, als Leistner verbal deutlich antwortete –, tritt noch ein bisschen auf die Bremse. Der Respekt vor den Mitbewerbern im Kampf um einen möglichen Bundesliga-Aufstieg lässt grüßen.

„Es ist noch ein harter und langer Weg, aber wir geben als Team alles dafür“, sagte der Abwehrchef des HSV am Sonntag in der Sendung „Sportclub“ im NDR-Fernsehen. Leistner weiß: Gerade gegen die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune* geben die Kontrahenten gerne mal ein bisschen mehr als 100 Prozent Gas – schließlich hat der Name des Hamburger SV noch immer einen großen Klang. Und einen solchen Widersacher besiegt man als Gegner eben besonders gerne.

HSV: Abwehrchef Toni Leistner weiß um die Gefahr, die von der Konkurrenz ausgeht

„Die anderen Teams wollen uns etwas wegnehmen und sind immer extrem heiß, gegen den HSV zu spielen“, befindet auch Leistner, der mit seinen Teamkollegen am Dienstag, 26. Januar zum Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf antreten muss (Anstoß: 20.30 Uhr). Die Gastgeber seien eine von vier bis fünf Mannschaften, die am Ende der Saison vorne dabei sein werden, legt sich Leistner fest.

„Die anderen Teams wollen uns etwas wegnehmen und sind immer extrem heiß“

Toni Leistner, Abwehrspieler des Hamburger SV

„Die haben sich nach einem verkorksten Saisonstart absolut gefangen und sind eine Mannschaft mit vielen erfahrenen Bundesliga-Spielern im Kader“, konstatiert Leistner und kann die Schwierigkeit der Aufgabe, die den HSV in der Rheinmetropole erwartet, gut einschätzen: „Die Düsseldorfer werden alles dafür tun, uns einen Strich durch die Rechnung zu machen. Wir wollen uns aber natürlich so schnell wie möglich ein bisschen absetzen und einfach konstant weiter punkten.“ * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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