Heiße Zusage

HSV-Verträge: Ambrosius bleibt bis 2024 in Hamburg

  • Jan Knötzsch
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Nach langem Tauziehen ist die Personalie in trockenen Tüchern: Stephan Ambrosius bleibt beim HSV. Abwehrtalent unterzeichnet neuen Kontrakt beim Hamburger SV.

  • Defensivspieler Stephan Ambrosius trägt weitere vier Jahre das Trikot des Hamburger SV.
  • Vereine aus England und Schottland waren an dem Youngster interessiert.
  • Das Defensiv-Talent selbst verfolgt mit dem HSV ein ganz besonderes Ziel.

Update vom 8. Januar, 10.16 Uhr: Hamburg – Das Warten hat ein Ende: Stephan Ambrosius hat seinen Vertrag beim HSV verlängert. Und das, wie erwartet, gleich um vier Jahre. „Stephan hat sich in den vergangenen Monaten eine wichtige Rolle in unserem Profikader erarbeitet. Er hat sich nach seiner Kreuzband-Verletzung zurückgekämpft und eine tolle Entwicklung genommen. Es ist immer schön für den HSV, wenn Spieler aus dem eigenen Nachwuchs im Volksparkstadion auflaufen. Darum sind wir froh, dass uns Stephan langfristig erhalten bleibt“, sagt Sportdirektor Michael Mutzel zur Verlängerung des Ambrosius-Arbeitspapiers.

„Ich bin sehr glücklich, dass die Verhandlungen nun zu einem Abschluss gebracht wurden und ich somit beim HSV bleiben kann. Es war immer mein Traum, im Volksparkstadion zu spielen. Dank der gesammelten Erfahrungen konnte ich die anfängliche Aufregung gegen eine große Freude am Spiel tauschen“, kommentiert derweil Ambrosius sein „Ja-Wort“ – und erklärt: „Ich versuche immer 100 Prozent zu geben und möchte damit auch meine Teamkollegen motivieren. In der Zukunft möchte ich meine Entwicklung weiter vorantreiben und mit der Mannschaft erfolgreichen Fußball spielen.“

HSV: Teamkollegen feiern Ambrosius‘ Leistung im Spiel gegen den SSV Jahn Regensburg

Update vom 4. Januar, 07:45 Uhr: Hamburg — Nach dem Auftritt des Hamburger SV gegen den SSV Jahn Regensburg kam das Lob aus gleich mehreren Mündern. „Stephan hat das richtig gut gemacht“, lobte Trainer Daniel Thioune den Auftritt von Stephan Ambrosius beim 3:1-Erfolg — und auch Ambrosius‘ Teamkollegen waren ganz verzückt ob der Leistung des Innenverteidigers. „Beast“, kommentierte Klaus Gjasula via „Instagram“ kurz, während Toni Leistner auf der gleichen Social Media-Plattform dem HSV-Abwehrtalent den Beinamen „Menschenfresser“ verlieh. Aus dem Grund, dass der 22-Jährige seine Gegner nur selten an sich vorbei lies, sie vielmehr quasi „auffraß“.

FußballspielerStephan Ambrosius
Geboren18. Dezember 1998 (Alter: 21 Jahre) in Hamburg
Größe1,82 Meter
Gewicht80 Kilogramm
PositionInnenverteidiger
Aktuelle TeamsHamburger SV (Rückennummer: 36), Deutsche U21-Nationalmannschaft

Genau das wird Ambrosius aller Voraussicht nach auch über das Ende seines bis zum 30. Juni 2021 laufenden Vertrages hinaus tun. Denn: Der Innenverteidiger hat sich nun auch selbst zu seiner nahenden Verlängerung um vier weitere Jahre zu Wort gemeldet. „Mein Berater ist in engerem Austausch mit dem Verein. Als gebürtiger Hamburger ist es das Beste, für den HSV zu spielen“, sagt er und ergänzt: „Das Ziel ist klar: Wir wollen zurück in die Bundesliga. Mein Traum ist es, mit dem HSV aufzusteigen. Jeder im Verein weiß, dass wir demütig bleiben sollten und immer 100 Prozent geben müssen. Wenn uns das gelingt, sind wir so stark, dass nichts dagegen sprechen sollte.“

HSV: Vertragsverlängerung von Ambrosius nur noch eine Frage der Zeit

Update vom 23. Dezember 2020, 10.30 Uhr: Hamburg — Mittlerweile hat der Hamburger SV die Verträge mit Michael Mutzel, Horst Hrubesch und Claus Costa verlängert. Alle drei bleiben bis 2023 beim HSV. Auch die Vertragsverlängerung von Innenverteidiger und Talent Stephan Ambrosius soll nun unmittelbar bevorstehen.

HSV-Verträge: Ambrosius-Zusage naht – folgen drei weitere? 

Update vom 18. Dezember, 7.30 Uhr: Den Fans des Hamburger SV steht offenbar noch vor Weihnachten ein Geschenk in Form der Vertragsverlängerung von Stephan Ambrosius bevor. Wie die Hamburger Morgenpost vermeldet, haben es sich die Verantwortlichen des Zweitligisten zum Ziel gesetzt, den Kontrakt mit dem Abwehrtalent um vier weitere Jahre auszudehnen. Sollte es keinen erneuten Streit mit Ambrosius-Berater Nochi Hamasoor geben, sei eine Vollzugsmeldung noch vor dem Fest wahrscheinlich. Auch abseits des Spielfeldes will der HSV schnellstmöglich Nägel mit Köpfen machen. Neben Sportdirektor Michael Mutzel stehen laut Mopo die Vertragsverlängerungen von Nachwuchs-Chef Horst Hrubesch und Scout Claus Costa kurz bevor.

HSV: Trainer Daniel Thioune setzt in der Defensive auf Talent Stephan Ambrosius

Update vom 14. Dezember 2020, 7.25 Uhr: Der Abgang von Stephan Ambrosius beim Hamburger SV zum Sommer wird immer unwahrscheinlicher. „Es ist kein Geheimnis, dass wir ihn gerne länger an uns binden wollen und er auf einem guten Weg ist, was seine Leistung betrifft“, erklärte Jonas Boldt gegenüber der Bild. „Wir sind mit seinem Berater im Austausch“, so der Sportvorstand des HSV. Laut der Bild befinden sich der Verein und Ambrosius in den Gesprächen über die Verlängerung des auslaufenden Vertrages des 21-Jährigen auf der Zielgeraden. Der HSV will das Arbeitspapier von Ambrosius um vier Jahre ausdehnen.

Der Vertrag von Stephan Ambrosius (re.) beim HSV läuft im Juni 2020 aus, jetzt steht das Abwehr-Talent offenbar dicht vor der Verlängerung.

Daniel Thioune gibt dem Abwehrspieler derweil eine Einsatzgarantie für das Zweitliga-Heimspiel des HSV am Dienstag, 15. Dezember, gegen den SV Sandhausen. „Als Trainer wünscht man sich eine Widerstandsfähigkeit seiner Abwehrspieler. Die beiden Jungs (neben Ambrosius ist Toni Leistner gemeint, Anm. d. Red.) können verteidigen, sie sind sehr athletisch. Wenn sich da was aufbauen lässt, wir uns an der einen oder anderen Säule anlehnen können, dann ist es ein gewisses Maß an Stabilität. Das kann helfen“, so Thioune.

Hamburger SV: Trainer Daniel Thioune verneint Ärger mit dem Berater von Stephan Ambrosius

Update vom 27. November, 12.15 Uhr: Auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel des Hamburger SV beim 1. FC Heidenheim hat sich Daniel Thioune zu den Vertragsverhandlungen des HSV mit Stephan Ambrosius und dessen Berater Nochi Hamasor geäußert. „Die Situation zwischen mir und Stephan beschränkt sich auf das rein Sportliche. Wir reden über Momente, in denen er noch lernen kann und sein Potenzial umsetzt. Ich freue mich über seine Entwicklung und darüber, dass er sich schon nach sechs Zweitliga-Spielen für europäische Top-Clubs empfohlen hat. Das zeigt, dass er fleißig arbeitet“, sagte der Trainer des HSV.

Der Vertrag von Stephan Ambrosius beim HSV soll noch vor Weihnachten verlängert werden.

„Ich habe keine Berührungspunkte mit seinem Berater und auch keinen Berater-Zoff. Dass ein Spieler wie Stephan einmal krankheitsbedingt fehlt und einmal nicht in der ersten Elf steht, ist ein ganz normaler Prozess. Klar, dass Stephan nicht glücklich damit war“, so der 46-Jährige.

Hamburger SV: Friedensgipfel zwischen Ambrosius-Berater und Verein

Update vom 27. November, 10.07 Uhr: Nachdem Nochi Hamasor, der Berater von Stephan Ambrosius, zuletzt für mächtig Ärger in den Vertragsverhandlungen des Hamburger SV mit seinem Abwehr-Talent gesorgt hatte, haben sich die Wogen nun offenbar zumindest ein bisschen geglättet. Nach Informationen der „Mopo“ hat es inzwischen ein klärendes Gespräch zwischen dem HSV und Hamasor gegeben, in dem sich beide Seiten auf einen gemeinsamen Nenner geeinigt haben: Die Verhandlungen über eine mögliche Vertragsverlängerung von Ambrosius, dem ein Vier-Jahres-Kontrakt zu verbesserten Konditionen vorliegt, werden fortgesetzt.

Hamburger SV: Ambrosius-Berater sorgt für Zoff — „Wir sind ins Grübeln gekommen“

Erstmeldung vom 26. November:

Hamburg — Es hätte alles so schön sein können: Der Hamburger SV hat mit Stephan Ambrosius ein aufstrebendes Abwehr-Talent in seinen Reihen, das jüngst sein erstes Länderspiel für Deutschland bei der U21-Nationalmannschaft absolvierte. Der Vertrag des 21-Jährigen läuft aus — und Ambrosius, der aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung in den Profikader schaffte, signalisierte seine Bereitschaft, auch künftig gerne für den „Rautenclub“ spielen zu wollen. Ob dies aber über den 30. Juni 2020 hinaus tatsächlich so sein wird, steht nun urplötzlich in den Sternen. Schuld sind das Interesse von gleich zwei anderen Vereinen und der Berater des Defensivmannes.

Seit mehreren Wochen befinden sich die HSV-Verantwortlichen um Sportvorstand Jonas Boldt und Sportdirektor Michael Mutzel in Gesprächen mit dem HSV-Talent, das in den bisherigen Spielen der laufenden Saison in sechs Spielen jeweils über die volle Distanz von 90 Minuten auf dem Feld stand. Mit Ausnahme der Begegnung gegen die SpVgg Greuther Fürth am vierten Spieltag, bei der Ambrosius aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus fehlte.

HSV: Trainer Thioune setzt im Bochum-Spiel auf Toni Leistner statt Ambrosius

Bei der ersten Saison-Niederlage des HSV gegen den VfL Bochum stand der 21-Jährige zwar im Kader, wurde allerdings von Coach Daniel Thioune auf die Bank verbannt und im Verlauf des Spiels auch nicht eingewechselt. Thioune setzte stattdessen in der Abwehrmitte auf die Dienste von Toni Leistner, der erst vor der laufenden Spielzeit zu den Rothosen gewechselt war. Neben Leistner spielten in der Dreier-Abwehrkette Jan Gyamerah und Moritz Heyer.

Sehr zum Unmut von Ambrosius-Berater Nochi Hamasor, der seine Meinung über die mangelnde Startelf-Berücksichtigung seines Kickers nun auch öffentlich kundtut. Nach den guten Leistungen in der jüngeren Vergangenheit für die Zukunft spekuliert Ambrosius logischer Weise auf ein für ihn besser dotiertes neues Arbeitspapier. „Wir hatten das Ziel, dass Stephan in Hamburg bleibt. Nach dem Bochum-Spiel sind wir aber ins Grübeln geraten“, wird Hamasor von der „Bild“ (hinter Paywall) zitiert.

Hamburger SV: Glasgow und Leeds mit Interesse an Abwehr-Talent Ambrosius

Zudem berichtet die „Bild“ auch darüber, dass sich Ambrosius mit seinen bisherigen Leistungen im Dress des Volkspark-Clubs auf den Notizzettel von Celtic Glasgow gespielt habe. Der schottische Meister soll offenbar sogar dazu bereit sein, nicht bis zum kommenden Sommer auf einen Transfer des dann ablösefreien Abwehrspielers zu warten, sondern Ambrosius bereits in diesem Winter zu verpflichten. Die „Mopo“ bringt unter Berufung auf englischsprachige Quellen als weiteren Interessenten den englischen Premier League-Verein Leeds United ins Gespräch.

Bleibt er beim HSV? Stephan Ambrosius (rechts) hat das Interesse anderer Vereine geweckt.

Für den HSV, dem finanziell in diesem Jahr die Corona-Krise zugesetzt hat, wäre ein Transfer im Winter die letzte Chance, für Ambrosius noch eine Ablösesumme zu generieren und so die klammen Kassen zumindest wieder etwas aufzufüllen. Auf der anderen Seite aber würde der Verein aus dem Volksparkstadion ein großes Talent ziehen lassen. Der 21-Jährige ist derweil nicht der einzige Spieler, der zur Öffnung der Winter-Transferperiode auf den Markt und ins Schaufenster für andere Clubs rücken könnte.

HSV: Neben dem Kontrakt von Ambroisus laufen weitere sechs Verträge im Sommer aus

Auch Gideon Jung und Lukas Hinterseer gelten als Kandidaten für einen Abgang. Neben den Verträgen von Ambrosius und Hinterseer laufen im Sommer 2020 auch die Arbeitspapiere von Tom Mickel, Aaron Hunt, Bobby Wood und Top-Stürmer Simon Terodde aus. Mit letzterem soll der Verein nach Wunsch von HSV-Legende Uwe Seeler unabhängig von der Aufstiegsfrage verlängern. Mit Mickel will der HSV die Zusammenarbeit ausdehnen. Bei Wood und Hunt stehen die Zeichen so wie bei Hinterseer hingegen wohl eher auf Abschied.

Trainer Daniel Thioune bleibt derweil ganz ruhig, was die Zukunft und damit einen möglichen Abgang von HSV-Talent Ambrosius und die Aussagen von dessen Berater angeht. „Das tangiert mich nicht, es ist die Haltung des Beraters“, sagt der 46-Jährige, der seine Mannschaft aktuell auf das Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim (29. November, Anstoß: 13.30 Uhr) vorbereitet. Dabei muss er derzeit auf den angeschlagenen Jeremy Dudziak verzichten.

Rubriklistenbild: © Stefan Puchner/dpa/picture alliance

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