Traumziel HSV

David Kinsombi: Darum zahlt er seine Ablösesumme selbst

  • Valentina Meiners
    vonValentina Meiners
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David Kinsombi verstärkt seit der Saison 2019/20 das Mittelfeld des Hamburger SV. Er wollte so dringend zu den Hamburgern, dass er sogar seine Ablöse zum Teil selbst zahlte.

  • David Kinsombi spielt seit der Saison 2019/20 beim HSV.
  • Einen Teil der Ablöse zahlte der Spieler aus eigener Tasche.
  • Auch sein jüngerer Bruder Christian spielt sehr erfolgreich Fußball.

HamburgDavid Kinsombi (24) ist in Rüdesheim am Rhein geboren. Er spielt seit der Saison 2019/20 für den HSV. Das Besondere an seinem Wechsel war, dass er einen Teil seiner Ablöse selbst zahlte. Der Fußballer besitzt neben der deutschen Staatsbürgerschaft auch die der Demokratischen Republik Kongo.

Name:David Kinsombi
Geburtstag:12. Dezember 1995
Größe:1,83m
Gewicht:74 kg
Aktuelles Team:Hamburger SV (#6 / Mittelfeld)
Geschwister:Christian Kinsombi
Beitrittsdaten:2016 (Karlsruher SC, 1. FC Magdeburg), 2014 (Eintracht Frankfurt)

Bei der Wahl zwischen Einsätzen für die kongolesische oder die deutsche Nationalmannschaft entschied er sich, für die deutsche Nationalmannschaft aufzulaufen und gab am 14. November 2011 sein Debüt für die deutsche U18-Nationalmannschaft

David Kinsombi – die Stationen seiner Karriere

David Kinsombi begann seine Fußballkarriere in seiner Jugend in Wiesbaden, wo er mit seinen Eltern und seinem Bruder Christian Kinsombi (21) lebte. Hier spielte er unter anderem für Germania Wiesbaden und wechselte 2011 zum 1. FSV Mainz 05.

Sein weiterer Weg war von mehreren Wechseln geprägt:

  • Zur Saison 2015/16 wechselte er zu Eintracht Frankfurt. Hier gab er auch sein Bundesligadebüt.
  • 2016 wechselte David Kinsombi zum Karlsruher SC und wurde von diesem im Jahr 2016 an den 1. FC Magdeburg verliehen.
  • Zur Saison 2017/18 wechselte der Mittelfeldspieler nach Kiel zu Holstein Kiel. Hier blieb er bis 2019.
  • In Holstein Kiel war David Kinsombi zuletzt auch der Kapitän der Herrenmannschaft.
  • Zur Saison 2019/20 wechselte er dann nach einer Verletzung zum HSV. Sein Vertrag in Hamburg läuft bis zum 30. Juni 2023.

David Kinsombi und sein besonderer Wechsel zum HSV

Wechsel gehören für Fußballer zum Alltag. Ungewöhnlich an dem Transfer von David Kinsombi von Holstein Kiel zum HSV ist allerdings, dass der ehemalige Kapitän der Kieler, einen Teil der Ablösesumme aus eigener Tasche bezahlte. Die Ablösesumme lag bei drei Millionen Euro, wovon Kinsombi 10 Prozent freiwillig zusteuerte.

David Kinsombi mit vollem Einsatz für den HSV

Warum aber bezahlte er 300.000 Euro für den Wechsel? Der Vorschlag hierzu soll von Kinsombi selbst gekommen sein. Überzeugt haben den Spieler nach eigenen Aussagen das Konzept und der geplante Weg des HSV. Verpflichtet hat dieser ihn, während er noch an den Folgen einer Verletzung herumlaborierte und eine Schienbein-OP hatte.

So wie der Spieler aber großes Vertrauen in den Club und die Verantwortlichen äußert, so äußerte HSV-Sportvorstand Ralf Becker (49) großes Vertrauen in den Spieler und war wohl ebenfalls einer der Gründe für die Entscheidung von David Kinsombi, zum HSV zu wechseln. Becker besuchte Kinsombi sogar im Krankenhaus. 

HSV-Spieler David Kinsombi – Privates und Wissenswertes rund um den Fußballer

David Kinsombi hält seine Fans auch auf Instagram auf dem Laufenden, überzeugt aber vor allem mit seinen Skills auf dem Fußballplatz. David Kinsombi absolviert seine Heimspiele im schönen Volksparkstadion in Hamburg.

Sein Privatleben hält der Fußballer weitestgehend aus der Öffentlichkeit raus. Fotos von seiner Freundin oder der Familie veröffentlicht er daher nicht. Sein Bruder Christian Kinsombi ist ebenfalls Profifußballer und bei KFC Uerdingen 05 unter Vertrag. Er gilt trotz seiner jungen Jahre als sehr guter Führungsspieler und will mit dem HSV den Wiederaufstieg in die 1. Fußball Bundesliga schaffen. Sein Vertrag ist hierbei kein Hindernis, denn dieser ist ligaübergreifend.

Corona trifft auch den Fußball und führt zu geringeren Einnahmen. Die Profis beim HSV haben sich daher entschieden, auf einen Teil ihrer Gehälter zu verzichten. Angeblich sollen alle auf 10 Prozent verzichten, um den Verein zu entlasten und Arbeitsplätze zu sichern. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Tom Weller/dpa/picture alliance

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