Auswärtsniederlage und Platzverweis

HSV gegen Würzburg: Peinlich! Rothosen versagen beim Letzten

  • Jan Knötzsch
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  • Natalie-Margaux Rahimi
    Natalie-Margaux Rahimi
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Was für eine Blamage: Der Hamburger SV vergeigt sein Auswärtsspiel völlig und verliert in Würzburg. Am Ende sieht Onana auch noch die Gelb-Rote Karte.

  • Der Hamburger SV unterliegt am 22. Spieltag bei den Würzburger Kickers mit 2:3.
  • Nach einem 0:3-Rückstand treffen Jeremy Dudziak und Bobby Wood für den HSV.
  • Amadou Onana fliegt in der Schlussminute vom Platz.

Update von Sonntag, 21. Februar 2021, 15:50 Uhr: Schlimmer konnte es für den Hamburger SV nicht kommen. Das Team von Trainer Daniel Thioune reiste als Spitzenreiter zum Schlusslicht Würzburger Kickers – und war allein schon aufgrund der Tabellenkonstellation Favorit. Eigentlich also eine klare Angelegenheit – zumindest in der Theorie. In der Praxis blamieren sich die Rothosen bis auf die Knochen und unterliegen dem Gastgeber mit 2:3.

Betroffene Blicke: Tim Leibold (li.) und Simon Terodde können die HSV-Niederlage bei Kellerkind Würzburg nicht verstehen. (24hamburg.de-Montage)

Schon die erste Halbzeit machte klar, in welche Richtung die Partie laufen würde: Martin Hasek traf in der 19. Minute zum 1:0 für Würzburg. Nach einer halben Stunde Spielzeit erhöhte Douglas auf 2:0 für die Hausherren, die nach der Pause in Person von Patrick Sontheimer sogar auf 3:0 davon zogen. HSV-Trainer Daniel Thioune hatte anschließend immerhin zweimal ein gutes Händchen: Sowohl Jeremy Dudziak (72.) als auch Bobby Wood (89.), die er als Joker ins Spiel brachte, trafen. Die Niederlage konnte das aber nicht verhindern. Kurz vor dem Schlusspfiff der Partie sah Amadou Onana dann wegen wiederholtem Foulspiel noch die Gelb-Rote Karte.

HSV gegen Würzburg: Angefressener Gegner – Trainer Thioune warnt

Erstmeldung vom 19. Februar 2021:

Hamburg – Am Sonntag geht es für den HSV weiter im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg. Diesmal muss sich das Team von Trainer Daniel Thioune auf den Weg nach Würzburg machen. Dort warten die Kickers auf die Partie, die ihnen bestenfalls wichtige Punkte im Abstiegskampf beschert. Denn aktuell sind die Würzburger Kickers Tabellenschlusslicht. Insbesondere, weil sie in den letzten beiden Duellen durch falsche Elfmeterpfiffe benachteiligt wurden. Das weiß auch Trainer Thioune und warnt seine Mannschaft vor einem angefressenem Gegner.

Fußballverein:Hamburger SV
Gründung:29. September 1887
Stadion:Volksparkstadion
Kapazität:57.000
Cheftrainer:Daniel Thioune

HSV vor Spiel gegen Würzburger Kickers: Daniel Thioune erwartet spannende Aufgabe

In der Abschlusspressekonferenz vor dem Spiel gegen die Würzburger Kickers hat sich HSV-Trainer Thioune zu dem Duell seiner Mannschaft am Sonntag, 21. Februar, geäußert. Er erwarte eine spannende Aufgabe in Würzburg, so der Trainer. Insbesondere auch, weil die Kickers in den vergangenen Wochen zweimal durch falsche Schiedsrichter-Entscheidungen benachteiligt wurden. Eigentlich, so sagte Thioune, hatten die Würzburger in den Spielen, ausgerechnet gegen die Aufstiegskonkurrenten des HSV, Fürth und Holstein Kiel, eine starke Leistung gezeigt. Dann aber wegen der Schiedsrichter-Entscheidungen am Ende dennoch verloren.

HSV-Trainer Daniel Thioune warnt sein Team vor angefressenen Würzburger Kickers. (24hamburg.de-Montage)

Dementsprechend erwartet der Hamburger-Trainer, dass die Würzburger auch im Spiel gegen seine Rothosen wieder ordentlich Gas geben. Aber auch seine Mannschaft wolle gegen Würzburg auf keinen Fall stolpern, so Thioune. „Wir wissen, dass da ein bisschen Arbeit auf uns zukommt. Aber wir wollen einen Dreier einfahren“, sagte der Trainer. Dass die Würzburger aktuell letzter in der Tabelle sind, interessiert Thioune nicht. „Ich löse mich von Tabellenständen. Ich messe die Würzburger an den letzten Wochen. An dem guten Umschaltspiel, was sie gegen Düsseldorf gezeigt haben zum Beispiel“, sagte der HSV-Coach.

HSV mit guter Personalsituation: Jeremy Dudziak und Bakery Jatta „100 Prozent Einsatzbereit“

Wie immer äußerte sich Daniel Thioune vor dem Spiel auch zu der aktuellen Personalsituation im HSV-Kader. In der letzten Woche fehlte mit Jeremy Dudziak ein Stammspieler in der ersten Elf des HSV, unter der Woche wackelte auch Flügelrakete Bakery Jatta, der übrigens von einem anderen Verein träumt, wegen einer Fußprellung. Nun aber gibt Thioune Entwarnung: „Jeremy Dudziak ist zu 100 Prozent Einsatzbereit“, sagte der Trainer. Und auch bei Bakery Jatta gab er die Versicherung, dass er sogar eine Option für die erste Elf sein könnte.

Neben diesen beiden Profis könnte auch ein anderer seine Rückkehr in den Spieltagskader feiern. Nach achtmonatiger Pause wegen eines Kreuzbandrisses, welchen er teilweise auch auf Stress zurückführte, nannte Thioune Innenverteidiger Rick van Drongelen erstmals nicht mehr im Zusammenhang mit Ausfällen.

Rick ist heiß – ich habe ein gutes Gefühl bei ihm“

HSV-Trainer Daniel Thioune

„Neben Klaus Gjasula, Toni Leistner und Stephan Ambrosius könnten alle am Sonntag in der Startelf stehen“, sagte Thioune zur Personalsituation. „Rick bietet sich an, er ist heiß und wird zu einer Option. Ich habe ein gutes Gefühl bei ihm“, sagte der HSV-Trainer außerdem zur Personalie van Drongelen. Trotzdem werde er wohl erst in den nächsten Wochen zu einer echten Alternative für den Spieltagskader.

HSV im Aufstiegskampf: Daniel Thioune blickt auch auf die Konkurrenz

Das Feld an der Tabellenspitze ist am vergangenen Spieltag noch etwas enger zusammengerückt. Der HSV steht zwar auf dem ersten Tabellenplatz – doch von seinen Verfolgern aus Kiel und Bochum trennt ihn nur noch die Tordifferenz. Das möchte das Team von der Elbe natürlich schon am kommenden Spieltag wieder ändern. Und dafür soll gegen die Würzburger Kickers unbedingt ein Sieg her. „Nichts ersetzt Siege“, weiß auch Trainer Daniel Thioune. „Wenn wir gewinnen, müssen es die anderen auch tun“, so der Coach.

Der VfL Bochum trifft an diesem Spieltag auf Erzgebirge Aue, Holstein Kiel spielt gegen Verfolger Greuther Fürth, gegen welchen dem HSV am vergangenen Spieltag nur ein 0:0 gelang. Das Spiel des VfL Bochum wird sich Thioune auf jeden Fall anschauen. „Und dann halte ich es vielleicht eher mit Aue“, sagte der HSV-Trainer schmunzelnd. Klar, denn das würde dem HSV vor seinem Spiel am Sonntag gegen die Würzburger Kickers ein wenig den Druck nehmen und es den Hamburgern vielleicht ein wenig einfacher machen den ersehnten Dreier einzufahren. *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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