4:2-Erfolg an der Hamburger Straße

HSV schlägt Braunschweig furios: Kinsombi, Terodde und Hunt glänzen

  • Jan Knötzsch
    VonJan Knötzsch
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Nach dem 5:0-Sieg am letzten Spieltag feiert der HSV gegen Eintracht Braunschweig den nächsten klaren Sieg – und Kinsombi zeigt endlich, was er kann. 

  • Am 17. Spieltag der Zweitliga-Saison schlägt der HSV Gegner Eintracht Braunschweig 4:2
  • David Kinsombi trägt sich doppelt in die Torschützenliste ein.
  • Mit dem Erfolg sichert sich der HSV den inoffiziellen Titel als Hinrunden-Meister.

Update vom 23. Januar 2021, 16.30 Uhr: Hamburg – Der Hamburger SV bleibt auch weiterhin auf der Erfolgsspur: Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune fuhr mit ihrem 4:2-Sieg im Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig nicht nur den nächsten Sieg nach dem 5:0-Heimerfolg gegen den VfL Osnabrück ein, sondern sicherte sich mit dem „Dreier“ an der Hamburger Straße zugleich auch einen Titel – wenn auch nur einen inoffiziellen. Durch den Erfolg gegen die Eintracht darf sich die Equipe aus dem Volksparkstadion jetzt Hinrunden-Meister der Zweiten Liga nennen.

HSV-Trainer Daniel Thioune (li.) durfte sich in Braunschweig über einen Doppelpack von David Kinsombi (re.) und einen 4:2-Sieg freuen. (24hamburg.de-Montage)

Dabei hatte es für die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune zunächst nicht nach einem Erfolg ausgesehen: Felix Kroos brachte Braunschweig nach gerade einmal neun Minuten mit 1:0 in Führung. Drei Minuten vor der Halbzeitpause erhöhte Marcel Bär sogar auf 2:0. Doch der HSV schlug noch vorm Gang in die Kabine zurück: David Kinsombi traf zum 1:2 aus Sicht des HSV (45.+2). Nach Wiederbeginn drehten Simon Terodde (51.) und Aaron Hunt (59.) binnen acht Minuten den Spielstand zu einem 3:2 für den HSV. Den Schlusspunkt setzte dann Kinsombi, der mit seinem zweiten Treffer in der 65. Minute zum 4:2-Endstand erfolgreich war.

HSV: SImon Terodde präsentiert sich gegen Braunschweig immer als treffsicher

Erstmeldung vom 22. Januar 2021:

Hamburg – Die Spieler des Hamburger SV* sind derzeit in der Zweiten Bundesliga mächtig gefordert. Nachdem die Rothosen am Montag, 18. Januar, ihr Spiel gegen den VfL Osnabrück austrugen, wartet nun am Samstag, 23. Januar, das Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig auf die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune*, die anschließend schon am Dienstag, 26. Januar, direkt wieder gegen Fortuna Düsseldorf ran muss. Für das Spiel in Braunschweig kann sich Thioune auf einen ganz besonders verlassen: Simon Terodde*. Denn für den sind Spiele gegen die Eintracht ganz besondere Feste.

Fußballverein:Hamburger SV
Gegründet:29. September 1887
Stadion:Volksparkstadion
Kapazität:57.000
Ligazugehörigkeit:2. Bundesliga
Trainer:Daniel Thioune

HSV: Simon Terodde traf in neun Spielen gegen die Eintracht drei Mal per Doppelpack

Warum? Nun, dafür lohnt sich ein Blick in die Statistik: Die listet auf, dass der Stürmer, der im August 2020 vom aktuellen Bundesligisten 1. FC Köln ins Volksparkstadion* wechselte und Rekord-Torschütze der Zweiten Liga ist, gegen die Eintracht offenbar lieber trifft als gegen andere Widersacher. In neun Spielen, in denen Terodde gegen Braunschweig auf dem Platz stand hat der 32-Jährige bis dato sieben Treffer erzielt.

Simon Terodde im Doppelpack: HSV-Trainer Daniel Thioune (li.) setzt darauf, dass sein Stürmer in Braunschweig wieder zweifach trifft. (24hamburg.de-Montage)

Und nicht nur das: In gleich drei Spielen, in denen der Angreifer mit seiner Mannschaft dem blau-gelben Club von der Hamburger Straße gegenüberstand, gelangen Terodde Doppelpacks. Logisch also, dass Trainer Daniel Thioune beim Auswärtsauftritt der Rothosen in erster Linie auf die erneute Treffsicherheit seines Top-Stürmer setzt. Aber nicht nur das. Der HSV-Coach hat überdies weitere klare Vorstellungen, wie seine Kicker den nächsten „Dreier“ bewerkstelligen sollen.

HSV: Trainer Daniel Thioune warnt davor, Eintracht Braunschweig zu unterschätzen

„Jeder kann jeden schlagen und wir müssen in jedem Spiel viel investieren, um gute Ergebnisse zu erzielen“, sagte der Trainer des Zweitligisten auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel und will irgendwie nichts davon wissen, dass der HSV, der zuletzt aus sechs Spielen beachtliche 16 Punkte einfuhr, natürlich als klarer Favorit ins Spiel geht. Stattdessen bemüht sich Daniel Thioune, den Gegner nicht zu unterschätzen.

Braunschweig wird uns alles abverlangen. Sie haben defensiv zuletzt alles reingehauen und auch die Teams, die in der Tabelle vorne stehen, geärgert. Wir werden geduldig sein müssen, damit sich Räume ergeben“, weiß Thioune und stellt sich und seine Equipe auf einen kompakt stehenden Gegner ein, wenn die beste Offensive der Liga (HSV, 36 Tore) auf die schwächste Offensive (Braunschweig, 14 Tore) trifft.

HSV: Trainer Daniel Thioune mahnt dazu, das 5:0 gegen Osnabrück nicht überzubewerten

Und vor noch etwas muss Daniel Thioune die Fußballer des HSV und das Umfeld in Hamburg* warnen: davor, die Ansprüche nicht zu hochzuschrauben. „Natürlich steigt nach so einem Auftritt die Erwartungshaltung“, konstatiert Daniel Thioune mit Blick auf den zuletzt eingefahrenen 5:0-Heimsieg, „aber das Einzige, was ich erwarte, ist, dass meine Mannschaft vom ersten Moment wieder Gas gibt und die Gier und den Drang hat, ein Fußballspiel gewinnen zu wollen.“

„Ich erwarte, dass meine Mannschaft vom ersten Moment Gas gibt und die Drang und Gier hat, ein Fußballspiel gewinnen zu wollen“

Daniel Thioune, Trainer des Hamburger SV

Resultierend aus dem Ergebnis und dem Auftritt gegen Thiounes Ex-Verein sei „die eigene Fallhöhe natürlich jetzt größer“, so der 46-Jährige, der hinzufügt: „Wir müssen beide Spiele unterschiedlich beurteilen. Wir sollten das Ergebnis gegen Osnabrück als Antrieb und Motivation sehen.“ Dass der HSV mit einem Sieg den inoffiziellen Titel der „Hinrunden-Meisterschaft“ einfahren kann, weiß Thioune – doch das ist ihm nach eigenem Bekunden herzlich egal

HSV: Klaus Gjasula und Rick van Drongelen fehlen – Jan Gyamerah soll noch geschont werden

„Die Tabelle ist für den Fan ja nur einmal wichtig in der Saison. Am 34. Spieltag. Und genauso halte ich das auch“, bekennt Thioune, dem gegen Braunschweig Klaus Gjasula (Innenbandriss) nicht zur Verfügung stehen wird. Rick van Drongelen*(Trainingsrückstand nach Kreuzbandriss) fehlt ebenso und verbringt seine Zeit aktuell mit anderen Aufgaben. Jan Gyamerah trainiert nach seiner Knöchelverletzung zwar wieder und ist fit, wird aber vermutlich geschont. „Ich schließe es nicht aus, dass er dabei sein wird, falls noch etwas passiert. Ich glaube aber nicht, dass er einen Kader-Platz bekommen wird“, erklärt Daniel Thioune. * 24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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