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HSV: Sorgen ums Volksparkstadion immer größer – sogar die Schließung droht

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Von: Bona Hyun

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Das HSV-Stadion hat dringend Sanierungsarbeiten nötig – bis zur EM 2024 sollen diese fertig sein. Doch dem Verein fehlt das Geld. Droht eine Schließung?

Hamburg – Das Volksparkstadion ist im maroden Zustand. Kontrollen haben ergeben, dass die Dachmembran der Heimspielstätte des Hamburger SV stark renovierungsbedürftig ist. Die Sanierungsarbeiten sollen bis Ende 2023 durchgeführt werden – doch das dafür vorgesehene Geld wurde bereits für andere Zwecke investiert, wie für Transfers, um den Kader zu verbessern. Im schlimmsten Fall könnte dem HSV-Stadion eine Schließung drohen. Die finanzielle Lücke für den Verein und die Stadt noch zum größeren Problem, wenn Hamburg alle Spiele der EM 2024 verlieren würde.

Fußballverein:\tHamburger SV
Gründung:\t29. September 1887
Stadion:\tVolksparkstadion
Plätze:\t57.000

HSV-Stadion: Sanierungsarbeiten im Volksparkstadion sollen bis Ende 2023 fertig sein – sonst droht Schließung

Der aktuelle Zeitplan sieht vor, dass die Sanierungsarbeiten für das HSV-Stadion bis Ende 2023 finalisiert werden sollen. Laut Informationen von Sport Bild vom Mittwoch, 20. Juli 2022, könnte das zuständige Bezirksamt Altona das Volksparkstadion schließen und den Spielbetrieb sogar einstellen, sollten die Arbeiten bis dahin nicht abgeschlossen sein. Der HSV habe laut des Hamburger Abendblatts erste Schritte für die Arbeiten eingeleitet. Anträge beim Bezirksamt liegen bereits vor, so Bezirksamtssprecher Mike Schlink.

Das Hamburger SV-Volksparkstadion mit HSV Fans
Das HSV-Stadion soll bis Ende 2023 fertig saniert werden, doch dem Verein fehlt die Kohle. Droht eine behördliche Schließung? © Christian Charisius/dpa (Symbolbild)

Viele Zuschauer sind schon heiß darauf, das Volksparkstadion zu betreten. Die HSV-Fans brennen richtig darauf – im April kehrten sogar die Ultras zurück ins Stadion. In der Vergangenheit war das Stadion so gut besucht, dass es im DFB-Pokal erstmals seit Februrar 2020 ausverkauft war. Doch wie geht es weiter, wenn der Verein die Sanierungsarbeiten bis zum ausgemachten Zeitraum nicht durchgeführt hat? Dem HSV fehlt die Kohle dafür – da würde der Geldregen von Jürgen Klopp für Onana dem HSV gelegen kommen – wenn das Geld nicht in Transfers fließt.

HSV-Stadion soll bis Ende 2023 saniert und modernisiert werden – doch das Geld ist knapp

Die finanziellen Schwierigkeiten des HSV sind schon seit Januar bekannt. Auch dieses Mal geht es um Millionen – denn der Austausch der Dachmembran soll schätzungsweise bei 12 bis 14 Millionen Euro liegen. Frank Wettstein, ehemaliger HSV-Finanzvorstand, soll um den Zustand der maroden 40.000 Quadratmeter Dachmembran gewusst haben.

Sanierung im HSV-Stadion: UEFA droht mit Vertragsstrafe

Die notwendige Sanierung des Volksparkstadions soll im November in der spielfreien WM-Zeit beginnen. Ob dies bis zur Europameisterschaft 2024 klappt? Andreas Schär, Geschäftsführer der EM 2024 ist zuversichtlich, dass die „Uefa Euro 2024 auf jeden Fall in Hamburg stattfinden wird“. Der HSV hatte sich vor einem Monat mit der Uefa, die in der Vergangenheit Regenbogenfarben im Stadion verboten hat, getroffen. Beide hatten sich darauf verständigt, die erforderlichen Maßnahmen umzusetzen. Dabei geht es um die Sanitäranlagen und die Klimatechnik. Zudem stehen noch weitere Modernisierungsmaßnahmen an, die von der Uefa gefordert werden.

Zu den Forderungen gehören laut Abendblatt Nachbesserungen bei den Sanitäranlagen und eine neue Klimaanlage. Der HSV hat laut Informationen der Welt einen Kompromissvorschlag mit stationären Toiletten und temporären Kühl-Anlagen eingereicht. Werden die Uefa-Forderungen nicht umgesetzt, wird gegen die Hamburger im schlimmsten Fall eine Vertragsstrafe verhängt. „Wir sind in intensiven Gesprächen mit Partnern und Investoren, um eine Lösung zu finden“, zitiert Sport Bild HSV-Finanzvorstand Thomas Wüstefeld.

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HSV-Stadion: Dachmembran kann Wind und Sturm nicht standhalten

Dem Abendblatt zufolge hatte der HSV-Vorstand die Bauarbeiten bisher immer wieder verschieben können – bis zum Jahr 2021. Denn nun hat die Stadt Hamburg in der Landesbauverordnung die Schneelastklasse gerändert. Bei einer Kontrolle im vergangenen Jahr wurde festgestellt, wie sehr es mit der Erneuerung der Dachmembran eilt. Hauptproblem seien laut Schlink die Witterungsbedingungen. Gegen Sturm und Wind könnte das Dach nicht standhalten. Der HSV muss schon jetzt 24 und 48 Stunden vor jedem Heimspiel die Windvorhersagen prüfen. Unter bestimmten Wetterbedingungen müssen Veranstaltungen abgesagt werden.  

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